Verschwörungstheorie(n)!?

Nur allzu leicht kommt man in die Versuchung, Ereignisse bestimmten Akteuren zuzuschreiben. Darauf folgt oftmals das, was man früher als Spekulation bezeichnete und heute Verschwörungstheorien nennt. Was in der Folge, Mainstream und Aluhüte zwecks Diffamierung auf den Plan ruft – es ist immer das gleiche Spiel. Beim Betrachten verschiedener Schriften fiel mir auf, dass Ereignissen, die unter diese Kategorie fallen, eigentlich jegliche Chronologie fehlt. Beispielsweise enthalten die gefälschten Protokolle keine Hinweise auf einen geordneten Ablauf, was folgerichtig keinem Plan entsprechen kann. Das wirft Fragen auf. Zum Beispiel, wie darin beschriebene Ereignisse frappierend denen unserer Zeit ähneln können. Eine mögliche Antwort darauf wäre die Wahrscheinlichkeit. Nun ist diese Bezugnahme nicht gerade sehr präzise, um bestimmte Ereignisse zu terminieren oder auszulösen. Und doch scheint der Fakor Wahrhscheinlichkeit eine wesentliche Rolle zu spielen.

Der Mauerfall wird gern mit geplanten Aktionen von Akteuren im Hintergrund in Verbindung gebracht. Vielleicht ist das ja so. Vielleicht fand diese Planung, wenn es geplant wurde, auf der Grundlage von Erkenntnissen statt, die einen Zerfall der DDR schon im Voraus einkalkuliert haben – eben weil es eine logische Konsequenz sein musste. Dabei spielt der Zeitfaktor eine untergeordnete Rolle. Das würde bedeuten, dass Ereignisse von gewisser Tragweite, wie zum Beispiel der Mauerfall, vorhersehbar waren und dem entsprechend Vorbereitungen getroffen werden konnten. Das wirft ein völlig neues Licht auf die Verschwörungstheorien, denn es offenbart eine Parrallelwelt, in der Handlungen einen völlig neuen Sinnzusammenhang, eine logische Konsequenz ergeben.

Damit wäre der Mauerfall eine logische Konsequenz aus der Tatsache, dass ein geteiltes Deutschland nicht für ewig Bestand haben konnte. Dass diesem Ereignis ein wenig auf die Sprünge geholfen wurde, ist nicht auszuschließen. Aber wenn es wirklich geplant war, und einiges deutet darauf hin, und bezieht man die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte mit ein, hätte es gar nicht anders kommen können, wie es gekommen ist – eine selbsterfüllende Prophezeihung. Es geht also um Ursache und Wirkung. Wer die Ursachen kennt, hat demnach einen Vorteil und kann vor allen Anderen einen Nutzen aus den vorhersehbaren Ereignissen ziehen.

Betrachtet man beispielsweise die Entstehung von UNO, WHO, EG, Weltbank, Atlanticbrücke etc. nach dem selben Prinzip, sind kleine Ursachen mit großer Wirkung zu erkennen. Das hat auch Auswirkungen auf die Verschwörungstheorien. Es stehen nunmehr die Akteure im Vordergrund und nicht die Ereignisse, die ja „nur“ eine logische Konsequenz von den, durch die Akteure gesetzten Ursachen, sind. Die Verbindung zwischen den Akteuren wiederum, ließe auf eine einzige, große Verschwörung schließen, auf die alle Ereignisse zurück zu führen sind. Folglich kann es auch nur eine Verschwörung(stheorie) geben, die, würde sie aufgedeckt, alle Fliegen mit einer Klappe erledigt.

Vielleicht meinte J. Edgar Hoover genau das, als er sagte:

Der Einzelne hat das Problem, dass er einer Verschwörung gegenübersteht, die so ungeheuer groß ist, dass er nicht glauben kann, dass sie existiert.
J.E Hoover Gründer und Direktor des FBI

Eine Verschwörung ist laut Definition:
Eine Verschwörung (Lehnübersetzung von lat. coniuratio; auch: Konspiration) ist ein heimliches Bündnis mehrerer Personen mit dem Zweck, einen Plan auszuführen; dieser kann ein selbstsüchtiges, verwerfliches Ziel haben und den Schaden anderer beinhalten, aber auch die Beseitigung tatsächlicher oder vermeintlicher Missstände umfassen.
Quelle: wikipedia

Heimlich ist heutzutage so ziemlich jedes Treffen, jede Verhandlung und die darin beschlossenen Abkommen.

MfG
Wanderer

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Verschwörungstheorie

Detektiv
Bild: zeit.de

Der Begriff „Verschwörungstheorie“ ist Orwell’sches Neusprech in seiner Reinstform. Er wurde geschaffen um zu spalten und diffamieren. In Wahrheit verbirgt sich dahinter eine andere Bedeutung und jene, die diesen Begriff geschaffen haben, benutzen ihn aller Wahrscheinlichkeit nach auf „Wohltätigkeitsveranstaltungen“, in der Mitte von „Freunden“, bei einem Glas Champagner und lachen dabei über die Leichtgläubigkeit der Massen.

Jede Verschwörung entspringt einer zweckdienlichen Idee, und eine Idee muss reifen. So gesehen ist dies der gedankliche Ursprung einer Verschwörung, also eine Theorie. Ist ein gewisser Reifegrad erreicht, werden weitere Personen mit diesem Gedankenkonstrukt vertraut gemacht, die wiederum ihren Teil dazu beitragen. Somit handelt es sich bei diesem Personenkreis um Verschwörungstheoretiker die danach trachten, eine Theorie in die Praxis zu überführen.

Wenn Einzelpersonen bzw. Gruppen einer Verschwörung auf der Spur sind, handeln sie zum Wohl und Nutzen der Allgemeinheit. Die treffendste Bezeichnung für diese Personen wäre wohl Verschwörungsdetektive. Aber an diesem Punkt wird der Begriff „Verschörungstheoretiker“ so in seinem Sinn verdreht, dass der Eindruck entsteht, dass die Detektive einer Theorie Folgen. Aber das ist eben nicht der Fall, denn von den Detektiven wird ledigliche eine Spur verfolgt, die von anderen gelegt wurde – zurück zum Ursprung. Und so versucht man den Detektiven zu unterstellen sie seien einer Paranoia anheim gefallen, weil sie auf etwas gestoßen sind. Wird eine Verschwörung aufgedeckt, auch wenn dies anhand von Indizien geschieht, ist sie offensichtlich – ergo eine Verschwörung. Und hier beginnt dann wieder der circulus vitiosus, namentlich „Verschwörungstheorie“.

Im Klartext heißt das, dass die Bezeichnung Verschwörungstheoretiker nur einer Gruppe zugeschrieben werden kann, nämlich der geistigen Väter einer Verschwörung. Der, mit diesem Begriff verbundene, Orwell’sche Neusprech kann demnach kein Totschlagargument von Systemäffchen sein.

Soweit zur Logik um den Begriff „Verschwörungstheorie“.

Nachfolgendes Video sollte jeder gesehen haben. Es passt zwar nicht ganz hier her aber irgendwie doch.