Das Wort zum Wochenende

Merke: Toleranz ist, was man (noch) bereit ist, zu dulden. Nicht mehr!

MfG
Wanderer

Mangelwirtschaft mit reichlich Überflussoptionen

Geld anzulegen mag in einem gewissen Rahmen verständlich und auch sinnvoll sein. Aber gerade beim Handel zwischen Groß- oder Geschäftsbanken, ist es genau genommen in etwa so als würde man ob der zu erwartenden und stetig steigenden Gewinne, Blut und seine Derivate bei einer anderen Blutbank anlegen wollen – selbstverständlich das frisch gezapfte Blut anderer, das gern als eigenes angesehen wird. Geld ist das Blut der Wirtschaft und die schwächelt(!) seit einigen Jahren aus gutem Grund. Es liegt am System, denn es ist alt, fehleranfällig, überholt. Am deutlichsten wird das bei Subventionen, die nichts anderes als eine dauerhafte Bluttransfusion komatöser Patienten bedeuten. Die (noch) funktionierenden Wirtschaftsteile hängen systembedingt auch am Tropf und müssen laufend mit frischem „Blut“ versorgt werden. Aber an diesem Tropf hängen auch gleichzeitig die „Spender“, genauer, die Anleger, um ihre Gewinne anteilmäßig aus dem Blutkreislauf zu ziehen.

Rentabilität allein zeigt lediglich die Tragfähigkeit eines Konzeptes. Sollen Profite erwirtschaftet werden, muss ein Versprechen auf Gewinn in ein sonst einwandfrei funtionierendes Konzept eingearbeitet werden. Verantwortlich dafür ist ein Phänomen, das wir als Produktivitätssteigerung kennen, vergessend, dass gerade diese Steigerung mit stetig schwindenden Ressourcen erzeugt wird und somit eine rückwärts laufende Uhr bzw. eine tickende Zeitbombe bereits zum Systembestand gehört. Ein System, das auf Schwund aufgebaut ist erzeugt über einen absehbaren Zeitraum also genau das, was wir derzeit auf unserer Welt vorfinden – Mangelwirtschaft mit reichlich Überflussoptionen. Ein weiteres Phänomen ist die Entstehung von Geld durch Geld bzw. und um am Gleichnis festzuhalten, Blut durch Blut. Da aber nur eine bestimmte Geldmenge vorhanden ist, muss wachstumsbedingt ständig mehr Geld in den Kreislauf gebracht werden. Wir bezeichnen das als Inflation. Die Geldmenge muss also zwangsläufig ausgeweitet werden, damit durch Geld, Geld entstehen kann.

Bei einem heranwachsenden Menschen sehen wir das gleiche Prinzip. Die Blutmenge wächst im Verhältnis zur Körpergröße. Ganz im Unterschied zu künstlichen Konstrukten erreichen natürliche ein Wachstumsmaximum und wechseln dann in den Systemerhaltungs- und Fortpflanzungsmodus. Das ist weder verwerflich noch falsch, denn schließlich muss die aufgewendete Energie für den Wachstumsprozess für irgendwas von Nutzen sein. Ein Menschen wechselt in aller Regel nach der Wachstumsphase in den Reifeprozess. An Stelle der Quantität tritt die Qualität. In unserem Wirtschaftssystem war das einmal ähnlich. Genau das war auch der Grund für die Beliebtheit von Produkten aus good old Germany. Wir zehren heute noch von diesen Tagen, wenn auch mit abnehmender Tendenz. Heute wird der Handel mit realen Produkten von sg. Finanzprodukten bei weitem übertroffen. Diese „Produkte“ dienen letztendlich nur einer ausgewiesenen Gewinnperspektive, die wiederum Anleger locken soll. Und genau dort beginnen die Probleme der Finanzkrise. Geld, welches eigentlich in die Realwirtschaft gehört, fließt in der Hoffnung auf noch mehr Gewinn in eben jene Finanzprodukte und wird auf diesem Markt in unvorstellbaren Größenordnungen in Derivaten gebunden.

Durch den Abfluss des Geldes in dubiose Finanzprodukte wird der Realwirtschaft die Basis entzogen – was u.a. Auswirkungen auf die Kaufkraft hat. Finanzexperten wissen das. Sie wissen auch, dass Unmengen von Derivaten irgendwann zur Disposition stehen und nicht ausgelöst werden können, weil das dafür nötige Geld nicht im Geldkreislauf vorhanden ist. Spätestens dann, wird der erste Dominostein kippen. 2008/09 haben wir erlebt, wie skrupellos die Finanzmächte vorgehen und auch nicht davor zurück schrecken Staaten zu erpressen, indem sie Banken als systemrelevant erklären. Lehman Bro. war da nur Mittel zum Zweck, ein zu verschmerzender Verlust. Der so eingefädelte Aderlass am Steuersäckel ist dagegen um ein vielfaches lukrativer. Selbstverständlich würden Finanzkoryphäen, wie z. Bsp. unser Schäuble, so einen Betrug sofort bemerken und statt hektisch nach dem Spendierbeutel zu greifen, mit einem Kognac in der Hand gemächlich dabei zusehen, wie sich eine Großbank selbst in Knie schießt. *hust

Bank und Blutbank haben eine Menge gemeinsam. Sie dienen als Sammelbecken und Verteiler für Geld bzw. Blut. Eines jedoch kann die Blutbank nicht, Blut selbst erzeugen. Und genau an dieser Stelle wird der Aberwitz, besser, das Vorhandensein eines Verfallsdatums für unser System erkennbar. Geld kann zwar quanitativ ausgeweitet werden, qualitativ jedoch nicht. Dazu befarf es, vom Prinzip des Kapitalismus stark abweichende Gesetzmäßigkeiten. Wir wären heute technisch in der Lage, praktisch verschleißfreie bzw. verschleißarme Produkte herzustellen. Dies würde jedoch die Produktivität verlangsamen und das Wachstum ganz zum Erliegen bringen. Wahrscheinlich hat auch unsere alternativlose Wachstumspredigerin genau diese Tatsache erkannt bekommen. Man sollte dieser Frau mal erklären, dass Wachstum nur deshalb alternativlos ist, weil sie nichts anderes kennt und sich auch nicht genötigt sieht, andere Lösungsmöglichkeiten in Erwägung zu ziehen, als ihr gesagt werden.

Es ging in diesem Artikel lediglich darum, aufzuzeigen wie das Geld aus dem Wirtschaftskreislauf gesogen wird und das dadurch definiv Konsequenzen zu erwarten sind. Diese Konsequenzen müssten nicht einmal besonders schlimm sein, denn Prof. Franz Hörmann hat zum Beispiel ein System entwickelt, das um ein vielfaches leistungsfähiger, produktiver und qualitativ höherwertiger ist, als das Gegenwärtige. Das in der Öffentlichkeit so gut wie gar nicht darüber gesprochen wird ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass an Lösungen abseits der etablierten Ordnung kein Interesse besteht.

Am Ende angekommen gibt es noch ein kleines Schmankerl. Bei focus.de wurde am 02.11.14 ein kurzer Artikel zum Besten gegeben, der wohl einen Großteil der Bevölkerung am Nasenring durch die Manege führen soll. Ich zitiere hier einfach mal einen aufschlussreichen Absatz daraus:

Im Klartext: Die Momo-Mitglieder wollen, dass die Banken nur das Geld an Krediten ausreichen dürfen, das ihnen tatsächlich gehört. Damit würden der Kreditwirtschaft viele Milliarden rein virtuelles Geld entzogen. Folge: Die Branche würde drastisch schrumpfen, wenn nur noch sogenanntes Vollgeld zirkuliert. Das Zocken mit „künstlichem“ Geld wäre beendet.

Diese Kurzdarstellung allein sollte eigentlich für einen Generalstreik ausreichen, wäre da nicht das Fazit dieses Artikels. Das ist mal wieder typisch Leidmedien. Da heißt es doch tatsächlich:

Kritiker befürchten, dass der Finanzplatz Schweiz mit derartigen Sonderregeln massiv geschwächt würde.

http://www.focus.de/finanzen/boerse/vollgeld-statt-zocker-kredite-neue-initiative-will-geld-revolution-in-der-schweiz_id_4316153.html

Wer wohl die Kritiker sind? Die gibt es scheinbar auch bei uns aber anders als in der Schweiz, haben wir keine Demokratie sondern eine freiheitlich demokratische Grundordnung. Und überhaupt; wo kämen wir denn hin, wenn sich die Banken nur noch auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und nicht mehr mit selbst geschöpftem, virtuellem Geld in Werte spekulieren, die es gar nicht gibt. Dann bräuchten die gar nicht mehr vom Steuerzahler gerettet werden – und das wäre ja wohl total fies ey.

MfG
Wanderer

Zeitenwende

Logik ist unbestechlich, ehrlich und für jeden leicht nachvollziehbar. Der Apfel fällt vom Baum, weil es unvermeidbar ist. Alle Begründungen drum herum dienen lediglich der Erklärung und Kenntlichmachung von Zwischenschritten. Man muss also kein Fachmann sein, um das Unvermeidbare vorherzusehen. Wenn ich in den Artikeln auf diesem Blog auf Konsequenzen hingewiesen habe, lagen nicht tausende Begründungen für das Zeigeschehen im Fokus der Betrachtung, sondern stets das Unvermeidbare. Eine oft und gern übersehene Tatsache. Wenn dieser Tage also vermehrt Kriegsgeschrei an unsere Ohren dringt, gehen diesen zwar Gründe voraus, in letzter Konsequenz weist jedoch die Logik den Weg zum Unvermeidbaren. Unvermeidbar jedoch nur, wenn die Vorzeichen unverändert blieben.

Wenden wir uns dem Beispiel mit dem Apfel zu, der vom Baum fällt. Lassen wir alle Erklärungsversuche beiseite und betrachten das Geschehen von der Blüte bis zur Fortpflanzung im Zeitraffer wird ein Zyklus offensichtlich der alle Bedingungen, ob fachlich erklärbar oder technisch machbar, in einem logischen Schluss vereint. Der Baum unterliegt einem Gesamtsystem und dieses gibt das Maß aller Dinge vor. Ein künstliches System hingegen ist in jeder Hinsicht veränderbar, je nachdem, welche Bedingungen erfüllt werden sollen oder besser gesagt, welche Konsequenzen zu erwarten sind bzw. angestrebt werden. Wenn du das begriffen hast, wird jegliche anderwertige Beschäftigung vor den zu erwartenden Konsequenzen unseres Zeitgeschehens nebensächlich. Und genauso nebensächlich erscheinen dann auch Auseinandersetzungen um Meinungen, Weltbilder und politisch korrekter Ansichten.

Innerhalb künstlicher Zyklen bewegen sich Menschen wie du und ich. Es gibt aber auch Verrückte die künstliche Zyklen verwenden, um eine Konstante innerhalb eines dynamischen Systems zu installieren. Am Beispiel unseres Apfelbaums wäre das vielleicht ein immer währender Goldapfel. Sicherlich, kein guter Vergleich. Aber immerhin vereint er einen Baum, der einem Zyklus unterliegt, also das übergeordnete, natürliche System, mit einem Wunschkonstrukt – dem goldenen Apfel als Konstante. Diese Konstante soll an dieser Stelle Macht und Wohlstand demonstrieren. Obwohl völlig unsinnig, wird aber seit jahrtausenden an solchen Kontrukten gearbeitet. Selbstverständlich sollen innerhalb dieses Systems für alle anderen Früchte die Konsequenzen aus dem übergeordnete System gelten, jedoch nicht für das künstliche Konstrukt. Dabei wird gern übersehen, dass die herabfallenden Äpfel, also gerade jene die auch faulen können, gerade die notwendige Konstante bilden, um neues Leben zu generieren. Ein goldener Apfel kann das nicht.

Was will uns Wanderer mit diesem Artikel überhaupt sagen? Der goldene Apfel repräsentiert eine Elite, die seit jahrtausenden für Zersörung, Leid und Tod verantwortlich ist. Sie trotzt mit einer beachtenswerten Beharrlichkeit den natürlichen Zyklen und hält Menschen wie dich und mich in einem Gefägnis für unseren Verstand. Dieser Elite gehören Menschen aller Rassen und Religionen an. Einige von ihnen sind Protagonisten, andere lediglich Nutznießer. Diese Eliten schreiben die Geschichte in der Gegenwart und fordern Konsequenzen für eine Zukunft, die ihre Geschichte sein soll und die, wie bisher, mit Blut geschrieben wird. Ja, wir brauchen eine Zeitenwende. Aber wollen wir sie auch?

MfG
Wanderer

Humanismus vs. Gott

Dieses Thema muss aufgrund der Vielfalt praktizierter Religionen angesprochen werden. So, wie auch von den Stadthaltern des Kapitalismus, wird der Humanismus ebenso in religiösen Kreisen als suspekt angesehen und folglich (offiziell) abgelehnt. Wir sollten zuerst zwischen Religion und Glauben unterscheiden. Visualisiere dir eine Welt ohne Gebetshäuser, religiöse Führer, deren Regeln und Zeremonien, ohne Sünde, ohne Messias und selbst ohne heilige Schrift. Fühltest du dann noch immer eine Verbindung zu Gott? Wärest du dir seiner Nähe gewiss? Das ist Glaube. Alles andere ist Religion und folglich weltlichen Gesetzen unterworfen.

Während ein einfacher Christ, ein Mensch wie du und ich, nach den Regeln und Geboten ihrer religiösen Führer lebt, caritative Einrichtungen unterstützt und Nächstenliebe praktiziert, werden auf höherer Hirarchieebene ganz andere Ziele verfolgt. Das ist keine Verschwörungstheorie sondern eine erwiesene Tatsache. Wir erkennen die gleichen Muster innerhaltb unserers Gesellschaftssystems – Herrscher mit ganz anderen Ambitionen, als das Volk glaubt. Was in den vergangenen 2000 Jahren und auch heute im Namen Jesus Christus getan wurde ist, genau genommen, eine Verhöhnung seiner selbst.

Aber das Christentum ist nicht die einzige Religion mit Interpretationsproblemen. Denn auch was alles im Namen Allah’s geschieht, ist kaum in Worten zu fassen. Jede Religion ist vom innerlichen Verfall betroffen und entfernt sich beständig von ihren ursprünglichen Lehren – ignoriert Gott. Statt dessen wird sein Wille anhand von Mythen, fragwürdigen Überlieferungen und fehl-gedeuteten Texten aus ebenso fragwürdigen heiligen Schriften interpretiert! Ja, auch die Religion folgt durchaus einem roten Faden, einem blutroten. Und es geschehen im Namen des Vaters und des Sohnes ebenso unfassbare Dinge, wie im Namen des Volkes, nur, dass weder Vater, noch Sohn, noch Volk dies jemals billigen würden.

Beleuchtet man das religiöse Spektrum der obersten Hirarchie etwas genauer, offenbaren sich enge Verbindungen zwischen den Königshäusern dieser Welt und Rom, liest man auch noch auf deren Webseiten, welche Agenda diese Kreise umzusetzen gedenken und das auch noch unter dem Deckmantel des Humanismus, sollte dem Einen oder Anderen schon mal der Löffel aus der Hand fallen. Was dort z.Bsp. unter dem Begriff Nachhaltig verstanden wird, weicht in eklatantem Maße von der eigentlichen Bedeutung dieses Begriffes ab. Da geht es um nachhaltige Macht- und Herrschaftsstrukturen und eben nicht um eine sinnvolle, dem Gemeinwohl zuträgliche, intelligente und sparsame Nutzung der Ressourcen und schon gar nicht um hirarchiefreie Kooperation. Nun könnte jemand behaupten, dass gerade das Gemeinwohl eine Herzensangelegenheit dieser Kreise ist. Nun, wenn diesen Kreisen wirklich so sehr an Gemeinwohl und Nachhaltigkeit gelegen wäre, gäbe es keine Probleme auf der Erde – schon lange nicht mehr.

Es stellt sich also nicht die Frage ob Humanismus mit dem Glauben an Gott vereinbar ist sondern vielmehr, ob religiöse Herrschaftsstrukturen den Humanismus deshalb (offiziell) ablehnen, weil gerade in diesem System sowohl die Lehren des Erlösers bzw. inter-religiös, das Prinzip Gottes, zur vollen Entfaltung gelangen? Gerade mit dem Bezug auf Jesus Lehren sollte doch jeder anständige Christ fragen, welche Motivation ihren Erlöser angetrieben hat? Könnte es etwa sein, dass Jesus schon damals die Herrschaft des Menschen über den Menschen brechen wollte? Könnte es sein, dass Jesus ein humanistisches Ideal predigte?

Du fragst dich vielleicht, warum ich das alles erwähne? Nun, du schaust doch auch nach links und rechts, bevor du über die Straße gehst – obwohl dein Ziel vor dir liegt.

MfG
Wanderer

Der Weg aus dem Dilemma Teil V – Das neue Zeitalter

Unser hoch geschätztes Wirtschaftssystem funktioniert aufgrund völlig inakzeptabler Voraussetzungen, was in deren Folge zu verheerenden Ergebnissen führt. Es steht als ein, in Gänze unnatürliches System, einem natürlichen Gesamtsystem gegenüber, welches von den treibenden Kräften lediglich als Wirt missbraucht wird. Dieses Gesamtsystem beinhaltet Menschen, Tiere, Pflanzen und überhaupt das gesamte, ursprünglich bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmte, funktionierende, Ökosystem Erde. Einige Menschen innerhalb dieses Systems haben es sich zur Aufgabe gemacht, über andere Herrschen zu wollen. Dazu bedienen sich sich unterschiedlicher und zum Teil auch auf menschliche Schwächen abzielender Mechanismen. Große Besitztümer und Vermögen bilden dabei etwas, das als Fundament angesehen werden kann. Darauf gründet sich in aller Regel Einfluss. Wie und mit welchen Folgen dieser Einfluss genutzt wird sollte offensichtlich sein, wenn man einen offen Blick auf die globale Entwicklung wirft.

Aber ganz gleich wer im Hintergrund die Fäden zieht und wer die Vorgehensweisen vordergründig rechtfertigt ist es doch bemerkenswert, wie die Bevölkerungen reihenweise auf die ihnen präsentierenen Lügenmärchen hereinfallen. Ob nun hier in der BRD, in den USA, Arfika oder andererorts – die Muster sind stets die selben, ebenso wie die Täter. Das Ganze hat System und dient lediglich dazu, ein Aufbegehren der Massen durch austauschbare Begründungen und wenn nötig, mit politisch-korrektem Nachdruck und rechtsstaatlichen Mitteln zu verhindern. Dieses Konzept funktioniert offensichtlich über alle Gesellschaftsschichten und Intelligenzquotienten hinweg. Ein Arfikaner kann unverholen mit angeblichen Reichtümern ferner Länder belogen und aus seiner Heimat gelockt werden. Einem Deutschen wird etwas von Verantwortung vorgefaselt und einem Amerikaner wird erzählt, er habe sich patriotisch zu verhalten.

Würde dem Arfikaner stattdessen erzählt, wer für die Zustände in seinem Land wirklich verantwortlich ist, würde ein Deutscher erkennen welchen Preis seine Unaufrichtigkeit hat, würde ein Amerikaner erkennen, dass sein Patriotismus eine Farce ist und würden sich dann noch alle über ihre Erfahrungen austauschen, sähe die Entwicklung ganz bestimmt etwas anders aus. Aber das System hat tiefe Eindrücke bei jedem Einzelnen von ihnen hinterlassen und den Geist auf Überlebensmodus geschaltet. Dieser wird bekanntlich nicht von Vernunft geleitet sondern vom manipulierbarem Verstand. Als Folge davon sehen wir das Voranschreiten eines unbeschreiblich feindseeligen und menschenverachtenden Sozialverhaltens. Wie es überhaupt zu dieser Gesamtsituation kommen konnte verdient eigentlich einer peinlichst genauen Untersuchung, angestoßen durch und mit Hilfe der Öffentlichkeit.

1989 war die Bevölkerung der DDR der unhaltbaren Zustände im Land überdrüssig. Die immer wieder angeführte Reise- und Konsumfreiheit wird dabei gern als Grund für diese Massenbewegung genannt. Die Wahrheit sieht jedoch etwas anders aus. An erster Stelle stand der Wunsch, einem repressivem System zu entkommen und in eine fortschrittliche Gesellschaftsstruktur zu wechseln. Man hielt Karl-Eduard für einen Schwarzmaler und Propagandisten der herrschenden Kaste und schenkte den Nebenprodukten des kapitalistischen Systems kaum Beachtung – weil man sie nicht kannte. Die Ernüchterung stellte sich jedoch bald ein und man stellte fest, dass nicht gefüllte Regale und Reisefreiheit das erstrebenswerte Ziel dieser Bewegung gewesen ist, sondern der kollektive Wunsch nach Freiheit. Das spielt bei den Gewinnern des Umsturzes heute keine Rolle mehr, da sie ihre persönliche Freiheit mit Geld erkaufen, dass sie zuvor den Verlierern abgeknöpft haben. Letztere mussten sich allerdings recht bald der Realität stellen und wurden als Kollateralschäden der Wiedervereinigung billigend inkauf genommen – und mit Sozialhilfe und Hartz IV an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Diese Bevölkerungsschicht resignierte schließlich vor der Übermacht des Staates und der medial provozierten Hetze gegen Ossis und Arbeitslose.

Was gern unerwähnt bleibt ist die Tatsache, dass es tatsächlich einen Ausweg gibt. Nun ist es aber so, dass von der herrschenden Kaste nicht kampflos aufgeben wird, was einst durch Betrug und Lügen aufgebaut wurde. Mit s.g. rechststaatlichen Mitteln ist dem nicht beizukommen, denn die Damen und Herren Vertreter schreiben ihre Gesetze selbst. Der Weg in die Freiheit führt somit zwangsläufig über den Wunsch, wie einst 1989, nach einem fortschrittlichen und menschenfreundlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Wie sehr man sich Mühe gibt diesen Wunsch zu unterdrücken, erkennen wir an der täglich zunehmenden medialen Hetze gegen Systemgegner, bei gleichzeitig pompös aufgemachter Selbstbeweihräucherung der herrschenden Kaste die sich nicht scheut, sich gegenseitig Orden und Preise für ihre Untaten an die Brust zu heften.

Damit der Wunsch nach einem neuen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem auch in Erfüllung gehen kann sind ein paar einfach zu bewerkstelligende Grundregeln zu beachten. Lasse ab von Ideologien und wende dich mit der gleichen Intesität Idealen zu. Verweigere dich der Manipulation durch die Medien indem TV und Radio ausgeschaltet bleiben. Lasse dich nicht zu Meinungen hinreißen, beobachte stattdessen Ursachen und Wirkung. Gibt Egoismus und Selbsterhöhung keine Chance und werde wieder Mensch. Stelle dir vor wie ein nachhaltiges Wirtschaftssystem ohne Geld funktionieren könnte. Wenn du, gerade mit dem letzten Punkt an die Grenzen deiner Toleranz stößt, dann deswegen, weil du noch in Kategorien denkst, die dir dieses System eingepflanzt hat. Es gibt keine faulen Menschen. Es gibt nur die, die systembedingt ausgeschlossen wurden. Generell gilt der Grundsatz, dass ein neues Zeitalter auch mit neuen Ideen, Möglichkeiten und dem Ablassen von alten Denkmustern eingeläutet werden kann. Auch wenn sich meine Ausführungen für den Einzelnen als zu banal darstellen sollten ist es eine unumstößliche Tatsache, dass der Wunsch nach gesellschaftlichem Fortschritt der Auslöser für einen Umsturz im Jahr 1989 gewesen ist.

MfG
Wanderer

Der Weg aus dem Dilemma Teil II – die ersten Schritte

Im letzten Artikel ging es darum die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass ein anderes Wirtschaftssystem als die unzulänglichen und menschenfeindlichen Modelle des noch Bestehenden und der Vergangenen möglich sein könnte. Als Beispiel für die Folgen dieses Umdenkens wurde die Entwicklung fortschrittlicher und hoch effizienter Technologien angeführt. Das ist aber nicht der Anfang und somit steht zuerst die Überlegung im Raum, wie ein neues System aussehen könnte und wie man dies bewerkstelligt. Wir benötigen so etwas wie ein Werkzeug, genügend Raum und schließlich auch etwas, was einmal Gestalt annehmen soll – Ideen.

Am Anfang steht zunächst die Idee dass es möglich sein muss, ein nachhaltiges und menschenfreundliches Wirtschaftssystem zu etablieren. Um diese Idee wirklich aufgreifen zu können ist zunächst ein Paradigmenwechsel notwendig, der diesen Wunsch bis in die letzte Zelle jedes Menschen heranwachsen lässt. Mit der etablierten Sicht-und Denkweise ist das kein leichtes Unterfangen. Der Witz an der Sache, wenn man das so nennen kann ist, dass die meisten Menschen einem Programm unterworfen sind, dass die etablierten Meinungen sowohl als richtig sowie auch als die Eigenen darstellt. Obwohl noch nie ein Konsens über diese Meinungen erzielt wurde ist es so, dass zwei unterschiedliche Menschen in zwei unterschiedlichen Städten, mit verschiedenen Arbeitgebern und Kollegen am selben Tag nach dem Konsum der Nachrichten, die gleiche Meinung vertreten. Diese Tatsache allein ist nichts ungewöhnliches. Bemerkenswert jedoch ist, dass Abweichler diffamiert, verächtlich gemacht oder sogar wirtschaftlich als auch mit s.g. rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft werden. Die Führungsspitzen haben erkannt, dass die Bevölkerung am besten durch Manipulation über die Massenmedien funktioniert und formen die öffentliche Meinung mit diesem Werkzeug.

Aus der daraus resultierenden Geisteshaltung lässt sich kein Paradigmenwechsel einläuten. Vielmehr muss ein wünschenswertes „Gegenangebot“ zur Mainstream-Medenlandschaft vorhanden sein. Eines, das die zwischenmenschlichen Aspekte anspricht und künstlichen bzw. fiktiven Aspekten gar nicht erst eine Plattform bietet. Ebenso sollten spaltende Elemente, Ideologien, Schubladendenken, aus diesem Medium verbannt werden. Das Problem mit dem momentan bestehenden „alternativen“ Medienangebot ist mit einem Satz nicht erklärt. Es gibt zwar genug Webseiten und Blogs mit Informationen, doch sie tragen allesamt nicht zur Gestaltung eines neuen Systems bei, sondern schimpfen und wettern über die Zustände im bestehenden System. Sie sind also viel zu sehr damit beschäftigt, offensichtliche Fehler und Übertretungen zu analysieren als über einen möglichen Ausweg nachzudenken. Dabei sollten gerade die Protagonisten und Unterstützer einer jeden Bewegung wissen, dass ein Umschwung ohne festes Ziel nur eine halbherzige Sache sein kann. Wer einen Weg ohne vordefiniertes Ziel beschreitet, kommt nirgendwo an.

Freiheit ist kein Ziel, ebenso wie Frieden keines ist. Frieden und Freiheit sind die zwangsläufigen Ergebnisse kooperierender und sich gegenseitig respektierender Menschen. Dafür werden aber bestimmte Rahmenbedingungen benötigt. Also ein Gesellschaftssystem mit einem, dem fortschrittlichen Geiste, entsprechenden Wirtschaftssystem. Es ist unmöglich, eine zufrieden stellende Lösung innerhalb der Parameter des bestehenden Systems zu erzielen. Das ist vergebene Liebesmüh. Kapitalismus mit einem anderen, wenn auch revolutionärem Geldsystem wäre und bliebe was es ist – Kapitalismus, ein auf Gewinnsteigerung ausgerichtetes System. Das diese Steigerungen nur auf Kosten der noch vorhandenen Ressourcen, seinen Verbrauchern und im Nachgang auch der Umwelt erfolgen kann sollte einleuchten.

Wir sehen uns also gezwungen nach einem Instrument zu suchen, dass die Dauer-mono-Tonie der Medien übertönt und als Wecksignal auch verstanden wird. Dieses Instrument heißt Inspiration, eine schändlich vernachlässigte und ständig durch Fremdeinflüsse gestörte, menschliche Eigenschaft. Inspiration schafft Raum für eigene Ideen und Wünsche, also ganz das Gegenteil von der medialen, politisch-korrekten Dauerberieselung mit Werbeeinblendungen. Am vergangenen Wochenende hatte ich das zweifelhafte Vergnügen einer Unterhaltung, mit der Vertreterin einer jüngeren Generation. Zu meiner Verblüffung musste ich feststellen, dass jeglicher Kommentar, jegliche Bemühungen um Verständnis ins Leere liefen. Es war vergleichsweise so, als wolle man einem bis an den Rand gefülltem Gefäß noch ein Tröpfchen hinzufügen. So vollgestopft mit Meinungen und vor allem dem Glauben an das System müsste dieses Gefäß erst einmal geleert werden, bevor auch nur die kleinste abweichende Information aufgenommen und verarbeitet werden kann. Leider sind solche Unterhaltungen eher die Regel als die Ausnahme. Das trifft auch auf Kreise in der Aufklärungsbewegung zu. Aus diesem Verständnis heraus ergibt sich für den Ist-Zustand auf der Erde ein in sich schlüssiges Gesamtbild.

Wer die Wahrheit sucht, muss sie auch vertragen können. Es gibt Menschen in unserer Mitte, die mit Hingabe Aufklärungsarbeit betreiben. Sie gleichen sich mitunter nicht in ihren Ansichten und Standpunkten, es gibt sogar eine Bewegung die lieber auf etwas altes referiert als den Blick nach vorn zu richten, aber jeder von ihnen wird des Gesamtbildes nicht gewahr. Aus welchen Gründen auch immer das so ist hat es doch zur Folge, dass meine oben angeführten Vorschläge für ein völlig neues, nachhaltiges und menschenfreundliches System verächtlich betrachtet, bestenfalls ignoriert werden. Das liegt ganz einfach daran, dass jeder innerhalb dieses Systems mit eben diesem vollständig verhaftet ist. Wer das nicht erkannt hat, befindet sich noch in einer Art Kinderwelt in der man zwar die eigene Existenz wahrnimmt aber das übergeordnete Regelwerk nicht erkennt oder falsch interpretiert. In der DDR beispielsweise gab es keinen Sozialismus. Man hat der Bevölkerung nur erzählt es wäre so. Das Gleiche gilt für die ehemalige UdSSR. Von Kommunismus keine Spur. Stattdessen sehen wir rückblickend, zentralistische Sozialstaaten mit einem Hauch von Kapitalismus. So etwas wie Sozialismus oder gar Kommunismus hat es auf der ganzen Welt noch nicht gegeben.

Am ehesten ließe sich die Erde mit einem Zoo vergleichen. Alle Insassen sind Gefangene. Die Raubtierkäfige sehen wir in den USA. Europa ist das Affenhaus. In Asien sehen wir dressierte Hunde u.s.w. Jede Art wird von einem Pfleger beaufsichtigt, also gefüttert, gereinigt und bespaßt – die Regierungsebene. Ab und an erscheint auch ein Vertreter der Zooleitung auf der Bildfläche – Vertreter der Wirtschafts- und Finanzindustrie. Aber die Frage, wer denn überhaupt die Idee eines Zoos hatte und wer an dessen Entstehung beteiligt war, bleibt nach wie vor unbeantwortet. Darüber herrscht ein einseitig geprägter Konsens. Eine Antwort hätte nämlich, nach der ersten Aufregung, ein Umdenken und in dessen Nachgang auch den lauter werdenden Wunsch nach einem anderen System zur Folge. Dann würden wir auch gewahr werden was Demokratie eigentlich ist. Nämlich das Gerangel um den Posten, als Pfleger eines Geheges, im Zoo namens Erde. Wir würden auch verstehen, warum die Raubtiere aus den USA frei herum laufen und morden können. Nämlich weil auf Anweisung der Zooleitung an den Pfleger, das Gatter offen gelassen wurde – praktischerweise direkt in einen Viehtransport zum Zielort.

Das Leben könnte wirklich vom Anfang bis zum Ende schön sein, ohne Käfige, ohne Pfleger, ohne Zoo und ohne die, die einen Zoo wollen. Dazu braucht es Einigkeit. Zur Zeit sind wir davon aber ferner den je. Wer das erkannt hat, ist der Wahrheit schon ein gutes Stück näher gekommen.

MfG
Wanderer

Der Weg aus dem Dilemma – ein Ansatz

Die wohl beste Voraussetzung für einen Neubeginn ist der geistige Offenbarungseid – ich weiss, dass ich nichts weiss. Dieses Zugeständnis von Ökonomen oder Wissenschaftlern zu erwarten ist freilich vergebens. Für solch wahre Größe ist in unserem Wirtschaftssystem kein Platz. Wir brauchen also unverbrauchte und nicht vorbelastete Vordenker die ein neues System entwickeln, das auf Nachhaltigkeit und einer gerechten Verteilung beruht. Da diese beiden wesentlichen Begriffe in das Neusprech des kapitalistischen Wirtschaftssystems überführt (entführt) wurden, müssen sie zuerst in eine unzweideutige Definition gefasst werden.

Nachhaltigkeit ist die Wissenschaft der schwindenden Ressourcen und deren zweck- sowie sinnbezogenen Förderung und Nutzung, Ressourcenökomonie. Nachhaltigkeit entsteht ausschließlich dann, wenn durch sie kein Profit erzeugt, der gesellschaftliche Nutzen hingegen maximiert wird. In diesem Zusammenhang ist Nachhaltigkeit die hohe Kunst der Qualität und somit der Maximierung einer Nutzungsdauer von Erzeugnissen des persönlichen als auch gesellschaftlichen Bedarfs.

Um diese vage Definition an ein Beispiel zu binden, betrachten wir Nachhaltigkeit am Beispiel eines Kraftfahrzeuges. Es ist mit den heute verfügbaren Materialien durchaus im Bereich des Machbaren, verschleißarme Fahrzeuge herzustellen. Ganz im Gegensatz zur jährlich wechselnden Modellpaletten könnten sich Hersteller auf einen Basistyp festlegen, die in einer Modulbauweise an sich verändernde Ansprüche angepasst werden können. Die Vorteile dieser Konstruktion liegen auf der Hand. Der Gesamtenergiebedarf sinkt dadurch drastisch, ebenso wie der Gesamtmaterialbedarf. So kann aus einem einst jungendlichen Flitzer ein familientaugliches Raumwunder werden, ohne gleich ein neues Kfz bauen oder anschaffen zu müssen. Nachhaltigkeit bedeutet aber auch, dass alle Anstrengungen unternommen werden um bessere Antriebstechniken zu entwickeln, weg vom Vergrennungsmotor. Man entdecke zuerst die Möglichkeiten – eine Einstellung, die mit wissenschaftlichen Dogmen beladen, nicht erreicht werden kann, innerhalb eines kapitalistischen Wirtschaftssystems ebenfalls nicht.

Kommen wir zur gerechten Verteilung. Hierbei handelt es sich um ein Axiom, da sich diese Begrifflichkeit im bestehenden System lediglich aus redundanten Worten ohne Inhalt zusammen setzt. Im Kapitalismus gibt es keine gerechte Verteilung, weil dies im System nicht vorgesehen ist. Eine gerechte Verteilung käme einem Verlust gleich. Selbst bei jenen die alles und mehr besitzen, als sie in Wirklichkeit brauchen. Das ist so ein Systemding, mit dem wunderbar die Massen auseinander dividiert und beherrscht werden kann. Eine gerechte Verteilung setzt unmittlebar ein anderes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem voraus. Wann immer ich dieses Thema anreiße wird mit Pavlow’schem Reflex gefragt, ob mir das sozialistische Wirtschaftssystem der DDR lieber wäre. Selbstverständlich nicht! Aber diese halbherzige Frage von „normalen“ Menschen ist ein Hinweis darauf, dass dieses System in den Köpfen der Menschen etabliert ist und sie lediglich eine Änderung der Spielregeln wünschen. Liebe Mitmenschen, das wäre in etwa so als würde es den Jackpot beim Lotto für jeden Spieler geben. Er ist ebenso Bestandteil des Spiels, wie die Kapitalflüsse innerhalb des bestehenden Systems und deine Chance ins Paradies auf Erden ist nun mal 1:140 Mio.

Es ist also zuerst ein radikales Umdenken nötig, ein wirklicher Paradigmenwechsel. Derzeit käme jedoch keine Regierung der Welt mit einer solchen Aufgabenstellung klar. Zu groß sind die Abweichungen von der Vorstellung eines friedlichen und fortschrittlichen Planeten, deren Bewohner sich gleichwertig achten und respektieren. Für diese Abweichungen muss es einen Grund geben. Für die herrschende Kaste ist es unbestreitbar von Vorteil, dass, je weiter der Wunsch nach einem Paradigmenwechsel von der Bevölkerung fern gehalten wird, um so mehr Macht und auch Druck auf sie ausgeübt werden kann. Wir müssen uns eingestehen, dass die vorherrschende Denkweise lebenschfeindlich und menschenverachtend ist. Im Netz gibt es genug Material, um dies zu belegen. Schließlich sind negative Eigenschaften wie Egoismus, Habgier, Machtbesessenheit, Selbsterhöhung und Rücksichtslosigkeit das traurige Ergebnis einer Wettbewerbswirtschaft unter falschen Vorzeichen.

Gerechte Verteilung hat demnach nur im bestehenden (und in den vergangenen) System(en) eine Bedeutung. Ein fortschrittliches Gesellschaftssystem kennt keine Ungerechtigkeit und somit auch keinen Anspruch auf Recht – ein Traum, fürwahr. Gleichwohl verlören auch Reichtümer ihre Bedeutung, denn es würde keinen Sinn ergeben immer noch mehr zu besitzen als man benötigt. Man muss sich nur mal vor Augen halten, wie viele Reichtümer im bestehenden System gebunden sind und eben nicht für die Bedürfnisse der Ärmsten, geschweige denn für Fortschritt und Entwicklung zur Verfügung stehen. Worin liegt der Sinn, das ganze Leben lang Reichtümer anzuhäufen, wenn man sie auf dem letzten Weg ohnehin nicht mitnehmen kann? Warum investiert man lieber Geld in eine Unze Gold, statt es dorthin zu geben, wo es nötig ist? Die Antwort ist enfach – weil wir in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem leben. Man bezahlt was sein muss und auch dann wird der Preis noch verhandelt. Der Kapitalismus hatte einst seine Existenzberechtigung. Diese Zeit ist vorbei und das erkennt man daran, dass es aufgrund seiner Schwächen für die Mehrheit zur Last wird. Nun ist es an der Zeit des Fortschritts.

Dieses Thema ließe sich noch an anderen Stellen vertiefen. Beispielsweise Lebensqualität, Gesundheit, Familie, Bildung usw. Der Artikel soll lediglich einen Anreiz dazu liefern mal über den Tellerrand hinaus zu blicken. Es handelt sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe die viele Probleme auf dieser Welt in Luft auflösen würde. Probleme die beim betreten dieses Weges zwangsläufig auftauchen, können ohnehin nicht aus der Sicht des bestehenden Systems besprochen werden – eben weil es unbekanntes Terrain ist.

MfG
Wanderer

Der Fehler im System oder ein fehlerhaftes System

Mit welcher Selbstverständlichkeit ein kapitalistisches Wirtschaftssystem akzeptiert und verteidigt wird ist bemerkenswert. Diese Akzeptanz zeugt aber auch von grenzenloser Dummheit die, gepaart mit Gier eben genau verursacht, was wir derzeit auf unserer Welt vorfinden. Auf eine etwas längere Sicht als die Dauer von ein paar Menschenleben betrachtet ist der Kapitalismus eine Einbahnstraße mit einem Abgrund an ihrem Ende. Nun ist eine Einbahnstraße nicht weiter problematisch, der Abgrund an ihrem Ende hingegen schon und dieser entstand durch unser Schuldgeldsystem. Kapitalismus ginge auch ohne Schuldgeld. Das wäre aber ein herber Verlust für die global operierende Kaste der Finanzindustrie.

Finanzindustrie und Kapitalismus ergänzen sich auf eine Weise die, berücksichtigt man alle Faktoren, zwangsweise Kriege, Not, Elend und am Ende jedes Zyklus einen Zusammenbruch des Wirtschaftssystems zur Folge hat. Nun ist diese Betrachtungsweise jedoch zu kurz gefasst. Weitaus verheerender sind die Langzeitfolgen für unseren Planeten, da dessen Ressourcen lediglich als Mittel eingesetzt werden, um sich zu bereichern und eine Art von zweifelhaftem Wohlstand zu schaffen. Raubbau nennt man das. Ich stelle wichtige Erfindungen gar nicht in Abrede, die Methoden und Mittel sind jedoch alles andere als zukunftsträchtig.

Betrachten wir das am Beispiel der der Autoindustrie. Die Erfindung des Verbrennungsmotors hat zweifelsohne die Welt verändert. Der Bedarf an Rohstoffen ist in diesem Zusammenhang exponentiell gestiegen. Leider haben aber Rohstoffe die Eigenschaft, nur in begrenzten Mengen vorhanden zu sein – der wesentlichste Faktor überhaupt. Anhand von Rechenmodellen ließe sich nun ein ungefährer Zeitpunkt bis zum Ende aller verfügbaren Ressourcen berechnen. Solche Rechenmodelle sind spätestens seit Peak-Oil bekannt. Um so erstaunlicher sind jedoch die Reaktionen der Menschen, wenn sie auf die offensichtlichen Widersprüche angesprochen werden. Von Gleichgültigkeit bis zum offenen Egoismus reicht die Palette der ach so menschlichen Eigenschaften. Vergeblich sucht man selbstkritische Denker, die das Ausmaß nur ansatzweise überschauen.

Stattdessen wird kritisiert, genörgelt, beleidigt. Der Kapitalismus, so die einhellige Meinung, sei das einzig funktionierende System. Der Preis spielt keine Rolle. Man stelle sich einmal vor, dass in 200 oder 300 Jahren eine wichtige Erfindung gemacht wird, die Öl dringend benötigt, wir aber in unserer Selbstherrlichkeit nichts besseres mit diesem Rohstoff zu tun hatten, als ihn zu verbrennen. Man könnte aber auch einfach die Frage aufwerfen in wieweit untersucht wurde, ob der Abbau von Rohstoffen noch andere Auswirkungen auf den Planeten haben und welche Folgen daraus erwachsen können. Ständiges Wachstum, das uns als heilige Kuh verkauft wird, ist schlichtweg nicht möglich, in einem kapitalistischen System jedoch zwingend nötig. Ein ständiges Wachstum erfordert aber ebenso eine ständig höhere Ausbeute an Rohstoffen – also das begrenzt vorhandene Zeug. Wie soll denn ein solches System die Grundlagen für friedliche Koexistenz liefern?

Mit diesem ewigen Wettbewerb stehe ich ebenso auf Kriegsfuß. Die Wahrheit ist, es gibt keinen Wettbewerb. Es gibt nur Macht und Einfluss, also ein Wettbewerb von Gaunern, die sich gegenseitig und anderen schon gar nichts gönnen. Wie lebensfeindlich Wettbewerb ist können wir täglich und in fast allen Bereichen beobachten. Den beliebten Werbespruch „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“ könnte man auch übersetzen in „Meine Dummheit, meine Ignoranz, mein Egoismus“. Mehr ist es nämlich nicht, als ein Wettbewerb von und mit Idioten. Und von den Schlimmsten dieser Sorte werden wir regiert! Abartiger geht es wohl kaum noch. Mit einer Kaltschnäuzigkeit wird in diesen Kreisen entweder mit Menschenleben gespielt oder der Tod von vielen unbeteiligten billigend in Kauf genommen, dass es einem buchstäblich den Atem verschlägt.

Wir haben es also nicht nur mit einem völlig untauglichen Wirtschaftssystem zu tun, sondern auch mit Menschen, die das überhaupt nicht kapieren. Und selbst wenn sie dazu in der Lage sind, folgt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Dämlichste aller Fragen – …was kann ich schon dagegen tun? Besser kann sich Gleichgültigkeit kaum ausdrücken. In Zukunft wird die Menschheit noch vor weit größeren Problemen stehen als kollabierende Wirtschafts- und Finanzsysteme. Ressourcen gibt es nicht für ewig und die vorherrschenden Industrien sehen keinen Anlass, ihre Gewinne für deren Erhalt zu schmälern und die Entwicklung in eine andere Richtung zu lenken. Dieser Weg ist fatal aber auch er wird ein Ende haben.

Ziehen wir aus dem eben geschlilderten einen logischen Schluss könnte ein Fehler im System jederzeit behoben werden. Ein fehlerhaftes System ist und bleibt was es ist – fehlerhaft. Und genau an diesem Punkt muss angesetzt werden.

MfG
Wanderer

Appell an das Volk

repressalien
Bild: logr.org

Bürger, wer unter Euch glaubt noch immer, dass sich das Blatt von ganz allein zum Besten wendet? Wirf einen Blick zurück auf die vergangenen 20 Jahre. Sieht so ein erfolgreicher Weg in die Zukunft aus? Über einige, wenige mag in diese Zeit das Füllhorn ausgeschüttet worden sein. Die große Masse von Euch, die Arbeiter und Rentner, musste immer mehr Einschränkungen hinnehmen. Ihr seid arm, trotz Arbeit. Ignoranz und Egoismus sind die Hauptursachen dafür. Während Ihr immer mehr verängstigt, immer mehr auseinander dividiert wurdet, haben sich unsere Herrscher eine Parallelwelt geschaffen, in der sie tun und lassen können was sie wollen. Sie sprechen von Toleranz und meinen damit, dass wir ihnen alles durchgehen lassen sollen. Sie sprechen von Europa und meinen damit einen Zentralstaat mit faschistischen Zügen. Sie sprechen von Einsparungen und wirtschaften dieses Land immer weiter herunter. Sie sprechen von Energiewende, Klimaschutz, Asylpolitik, Vermögensabgabe, der Bedrohung von rechts, bösen Diktatoren, von Souveränität, Demokratie und 1000 anderen Dingen, aber stets in einem Sinnzusammenhang, der nur ihnen und ihren zweifelhaften Freunden zugute kommt.

Wie blind muss man sein, oder ist es Ignoranz?, um nicht zu sehen, wohin die Reise geht? Kollektive Gleichgültigkeit hat nicht zum ersten mal ganze Nationen in Elend und Leid gestürzt und es wird wieder passieren, wenn diesen Politclowns, ausgestattet mit Immunität und Narrenfreiheit, nicht Einhalt geboten wird. Sie missbrauchen alles und jeden für ihre Zwecke und belügen das Volk vor laufender Kamera, ohne mit der Wimper zu zucken, ohne Scham, ohne ein schlechtes Gewissen. Obwohl oft genug bewiesen, hält sich die Empörung darüber in Grenzen. Wann ist das Maß endlich voll? Wann endlich begehrst du gegen diese Verbrecherbande auf? Bürger, es sind Eure Steuergelder, die verschwendet werden. Es ist Eure Infrastruktur, sind Eure Staatsbetriebe, die unsere Regierungen verschachert haben. Die dadurch entstandenen Milliardenverluste hat das Volk zu tragen! Diesem Land könnte es besser gehen, wenn Ihr nicht die Verantwortung einem Haufen krimineller übertragen hättet. Diebstahl ist kein Kavaliersdelikt! Das Volk wurde seiner Errungenschaften beraubt! Statt sich zu rechtfertigen, nehmen diese Politganoven ein ganzes Volk in Geiselhaft, erteilen Demonstrationsverbote, schränken die Meinungsfreiheit ein, verbreiten Angst und zwingen uns, jede noch so dämliche Maßnahme, jede noch so absurde und widernatürliche Ansicht, stillschweigend hinzunehmen.

Bürger, dein Leben besteht nur noch aus Einschränkungen. Du darfst arbeiten und brav deinen Frondienst leisten. Du darfst dem Fernseher glauben aber keine eigene Meinung vertreten. Du darfst nicht aufbegehren, weil du sonst in irgendeine Schublade gesteckt wirst. Für jede Meinung gibt es eine. Um in Frieden und Freiheit leben zu können muss man zuerst wissen, was das überhaupt ist. Mit Duckmäusertum und Ignoranz sicherst du lediglich deinen Hausfrieden während in anderen Ecken der Welt, die Zivilbevölkerung demokratisch bombardiert wird. Mit deiner Protestverweigerung, mit deiner stummen Zustimmung, bist du mitverantwortlich. Du bist ein Teil dieses Prozesses, weil du es hin nimmst. Viele unter uns leben in einer Traumwelt, umgeben von Luxusgütern und teuren Düften. Es ist auch nur allzu verständlich das sich Menschen weigern, aus diesem Traum zu erwachen. Aber jeder Traum ist einmal vorbei und man wacht in der Wirklichkeit auf. Schließt euch zusammen, kooperiert, seid euch einig. Eure Gegner erkennt ihr daran, dass sie gegen euch sind. Die Gesinnungspolizei offenbart sich durch die vehemente Spaltung der Bevölkerung. Die Lügen werden ersichtlich, wenn du aufhörst daran zu glauben.

Appell an die Staatsdiener

Beamter
Bild: kn-online.de

Sehr geehrte/r Beamte und Angestellte/r des öffentlichen Dienstes,

Ihr Arbeitgeber ist im Begriff sich selbst zu verdauen. Wenn Sie nicht Opfer dieses Prozesses sein wollen, lesen Sie bitte nachfolgenden Aufruf unvoreingenommen und mit wachem Geist. Noch haben Sie eine Chance, das Blatt zum Guten zu wenden. Es wird die Letzte sein. Verteilen Sie diesen Aufruf an alle Kollegen und Vorgesetzten und tun Sie einmal im Leben das Richtige.

Sie sind Teil unseres Volkes und arbeiten als Erfüllungsgehilfe der Regierung. Gemeinsam bilden wir einen Staat. Wie es um unseren Staat bestellt ist wissen Sie, da Sie Teil des Verwaltungsapparates sind. In den vergangenen Jahren wurden Sie durch ihren Arbeitgeber dazu angehalten, die Bürger dieses Landes immer mehr zu bedrängen und in ihrer Handlungsfähigkeit einzuschränken. Das hat sehr viel Wut in der Bevölkerung erzeugt. Verstehen Sie bitte richtig, nicht die Gesetze haben diese Wut erzeugt sondern die Tatsache, dass Sie Gesetze und Anweisungen befolgen, die ihren Nächsten zum Nachteil gereichen. Sie haben sich somit selbst zur Projektionsfläche gemacht und die Aufmerksamkeit der betroffenen Bürger auf sich gelenkt. Sie sollten sich vor Augen halten, wer Ihr Gehalt, Ihre Pension finanziert. Es ist nicht die Regierung. Die reicht nur einen Teil der Einnahmen an Sie weiter. Aber kommen wir nun zum Wesentlichen.

Zur Zeit findet ein sukzessiver Umbau des Staates auf der Ebene der Gesetzgebung statt. Sie werden dies sicherlich bestätigen können. Diese Gesetzgebung wurde nicht vom Volk ratifiziert. Darüber hinaus werden politische Weichen gestellt, die unseren Staat praktisch auflösen und zu einem Teil eines größeren Ganzen machen. Geschähe dies mit der Zustimmung der Bürger und wären diese Maßnahmen auch in ihrem Interesse, gäbe es bestimmt nichts dagegen einzuwenden. Tatsächlich ist es jedoch so, dass sich diese Umbaumaßnahmen nachteilig auf die Bevölkerung auswirkt. Als wäre damit noch nicht genug Schaden angerichtet, wird die Bevölkerung, zu der auch Sie gehören, immer tiefer gespalten und gegeneinander aufgehetzt. Bei einem gleichzeitig absinkenden Lebensstandard, verbunden mit Repressalien, ergibt sich daraus eine explosive Mischung aus Wut und Verzweiflung.

Sie sind maßgeblich an diesem Umbau beteiligt und sägen somit am Ast, auf dem Sie sitzen. Was Ihnen Ihr Arbeitgeber geflissentlich verschweigt ist eine Antwort auf die Frage, wie ein sinkendes Schiff wieder seetauglich gemacht werden soll. Vielleicht haben Sie es noch nicht bemerkt, mit unserem Geldsystem geht es dem Ende zu. Überall sind Verfallserscheinungen sichtbar. Aber statt das System oder den Staat zu reparieren, werden Sie angehalten Zwangsmaßnahmen durchzusetzen, die wiederum für Unmut in der Bevölkerung sorgen. Wir befinden uns in einer Abwärtsspirale und Sie wirken durch Ihre Tätigkeit am Verfall mit. Sie sollten sich über die Folgen im Klaren sein und endlich Verantwortung für Ihre Handlungen übernehmen. Solidarisieren Sie sich mit den Bürgern des Landes. Es liegt in Ihrer Hand, Wut in Wohlgefallen aufzulösen. Wiedersetzen Sie sich den Anweisungen ihrer Vorgesetzten, sprechen Sie keine Sanktionen aus und helfen Sie den Bürgern, die Sie und Ihre Familie ernähren, ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Sie stehen innerhalb dieses Verwaltungsapparates am Ende der Nahrungskette und es hat noch nie eine Regierung gegeben die nicht gewillt war, die eigenen Verwaltungsangestellten für das eigene Wohlergehen zu opfern. Es spielt keine Rolle ob Sie Polizist/in, Finanzbeamte/r, Angestellte/r in der Verwaltung, oder bei der Agentur für Arbeit sind. Sie sind die Schnittstelle zwischen Herrscher und Beherrschte und stehen somit an vorderster Front, wenn sich die angestaute Wut entlädt. Ihre Arbeitgeber dienen der Finanzoligarchie und den Industriellen. Sie lügen und betrügen, führen Sie, Ihre Kollegen und die Bevölkerung vor, bereichern sich mit Ihrer Hilfe auf Kosten der Steuerzahler und errichten gleichzeitig eine Diktatur. Die Menschen sind verzweifelt. Einerseits wollen Sie den systematischen Ausverkauf dieses Landes rückgängig machen und andererseits sind ihnen die Hände gebunden. Proteste können nichts bewirken und somit bleibt als letzter Ausweg nur noch der zivile Ungehorsam. Dies jedoch ist ein ebenso zweischneidiges Schwert, da Sie als Staatsdiener die Interessen Ihres Arbeitgebers durchzusetzen haben. Verweigern Sie den Gehorsam! Auch wenn es Ihre Stellung kostet! Wir alle mussten große Opfer bringen. Wenn Sie und Ihre Kollegen beschließen, gemeinsam gegen Ihren Arbeitgeber aufzubegehren, haben Sie die Bevölkerung auf Ihrer Seite. Die Regierung kann nicht alle aus ihren Diensten entlassen, da sonst das System in sich zusammen bricht. Jene die es dennoch trifft, sollten von den Kollegen und der Bevölkerung gestützt werden. Solidarität ist das Gebot der Stunde. Helfen Sie mit, diesem Moloch ein Ende zu bereiten. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.