Nicht alles Gold glänzt…

Gold
Bild: munknee.com

Aufgrund der vielen Nachfragen zum Thema Gold, von denen nicht wenige der Meinung sind, dass ich ein Goldhasser sei (mitnichten), möchte ich meine Ansichten zu diesem Thema noch einmal verdeutlichen.

Du bist Besitzer des physischen Metalls?

Behalte (halte) es! Was du hast, ist deines. Du hast es bezahlt, ganz gleich zu welchem Preis, also gehört es dir.

Du willst Gold kaufen?

Dann kaufe! Schließlich ist es dein Geld und nur du kannst darüber entscheiden. Wenn du der Meinung bist, den derzeitigen Preis von 1200 $ pro Unze zahlen zu können und auch zu wollen, tue es. Immerhin hat nicht jeder Gold in seinem Besitz und es könnte dir, Unwägbarkeiten voraus gesetzt, noch von Nutzen sein.

Du bist Besitzer von Gold-Obligationen?

Nun ja, das ist leider kein Gold. Es ist ein Versprechen auf etwas, was du gern hättest. Der Hebel dafür liegt zur Zeit bei 1:70 pro Unze. Im Klartext, auf eine Unze Gold werden 70 „Versprechen“ darauf gehandelt. Nach meinem Dafürhalten keine gute Investition. Aber es soll auch Menschen geben, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld…

Meine Goldpreisprognose
Der Grund dafür, warum ich den Goldpreis fallen sehe, ist auf die Blasenbildung der Goldobligationen zurück zu führen. Die einfache Logik dahinter ist, und ich bin nicht der Einzige, der das so sieht, dass hinter einem Versprechen stets eine Forderung steht. Der Beruhigungsfaktor an den Börsen heißt in diesem Fall „irgendwann“. Ich dagegen behaupte, dass eine Forderung – jede Forderung – fällig wird. Nicht ausschließlich zu einem bestimmten Termin, sondern vielmehr dann, wenn es die Situation erfordert. Das Fälligkeitsdatum „irgendwann“ ist in diesem Fall nicht ein, sondern DER Risikofaktor schlechthin. Aufgrund der Tatsache, dass es 70mal mehr Versprechen auf eine Unze Gold gibt, als überhaupt physisch vorhanden ist, kann der Goldpreis, da er am Markt an eben dieses Versprechen gebunden ist, nur fallen. Das ist nur allzu verständlich, wenn man sich 70 Halter von Obligationen vorstellt, die gleichzeitig „ihre“ Unze einfordern. Nun mag das seichte Gemüt einwenden, dass diese Annahme reine Spekulation sei… Eine Gegenfrage sei daher gestattet: Der Handel mit eben solchen Obligationen etwa nicht?

Während es den einen nur um eine Möglichkeit der Investitions- bzw.- Vermögenssicherung geht, wollen die Spekulanten mit den Kursschwankungen Geld verdienen. Das, lieber Leser, ist der feine Unterschied, den auch du machen solltest. Es gibt keinen „günstigen“ Zeitpunkt für Edelmetalle. Entweder du hast es oder eben nicht. Der Hype an den Märkten wird von Spekulanten forciert und hat mit deinen privaten Ansichten nicht das Geringste zu tun. Der Goldpreis wird fallen. Das ist so sicher wie das „Amen“ in der Kirche. Er wird aber auch wieder nach oben gehen. Die Frage ist jedoch: Kannst du in genau dem Moment, der dir als „Halter“, Investor bzw. Anleger, Glückseligkeit verspricht, dein Gold auch verkaufen? Und eine letzte Frage sei in diesem Zusammenhang gestattet: Glaubst du? Wenn ja, gibt es auf dieser Welt einige Konfessionen, die noch auf der Suche nach wahren Gläubige(r)n sind.

An dieser Stelle will ich auch auf die ewig andauernden Bemerkungen eingehen, dass die Goldproduktion einen höheren Marktpreis, aufgrund der erhöhten Förderkosten, erfordere. Die Antwort ist, aus verschiedenen Gründen, JA! Das ist auf eine ebenso logische Konsequenz zurück zu führen. Eine erhöhte Nachfrage erfordert eine höhere Produktionsquote. Diese ist aber nicht gleich zu setzen mit dem Handelspreis auf dem Weltmarkt, denn die Quote kann nur ins Verhältnis mit den jeweils vorhandenen, physischen, Goldvorkommen, sowie mit den damit einhergehenden Versprechen – inkl. den Futures – gesehen werden. Eine Verhältnisgleichung also… Wer damit schon einmal im wahren Leben in Berührung kam, weiß um das Nullsummenspiel dergleichen.

Und hier meine Prognose aufgrund der Blasenbildung. Vorausgesetzt, das Monopoly-Geldsystem hält noch so lange…

Goldpreis 12/2014: nahe 500 $/Oz
Goldpreis 12/2015: nahe 250 $/Oz

…übrigens, zu diesen Preisen kann niemand mehr kaufen. Der logisch Denkende weiß auch, warum.

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Gold

Gold
Bild. http://www.munknee.com

Um das gelbe Metall ranken sich viele Mythen. Der seit Jahren steigende Preis ist aber im Wesentlichen auf gezielte Angstmache und aggressive Werbung zurückzuführen. Die meist verwendete Aussage: „Der Goldpreis wird manipuliert“ ist aber nur die halbe Wahrheit. Um die wankelmütigen Kaufinteressenten doch noch zur Investition zu bewegen, wird die Aussage abgewandelt in „Der Goldpreis wird künstlich unten gehalten.“ Bei genauerer Betrachtung dieser Thematik lassen sich jedoch ganz andere Schlüsse ziehen. Sehen wir uns zuerst die Goldpreisentwicklung (in US $) seit 1997 an.
chart_all_Gold
Quelle: ariva.de

Auf diesem Chart ist eine sehr auffallende Preissteigerung seit etwa 1999 zu sehen. Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage müsste demnach eine stark sinkende Fördermenge bei gleichzeitig massiv steigender Nachfrage genau diesen Chart hervor bringen. Wie erreicht man das? Indem a) die Fördermenge künstlich reduziert wird oder b) ein Rückgang der Fördermenge auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist. Diese war um die Jahrhundertwende schon recht hoch und der Goldpreis entsprechend billig. Also musste eingegriffen werden. Siehe nächsten Chart.

Goldförderung
Quelle: wikimedia.org

Die Förderquote lag, nach Aussage dieses Charts, um die Jahrtausendwende bei etwa 260.000 Tonnen im Jahr. Mit der Verknappung der Fördermenge bis etwa 2008 explodierte der Preis nahezu. Seither steigt die weltweite Födermenge wieder aber der Preis bleibt, mit ein paar Verlusten, oben. Der minimale Rückgang der Fördermenge ab 2001 um etwa 10% im Mittel soll also eine Goldpreiserhöhung von etwa 900% (im Maximum) im gleichen Zeitraum ausgelöst haben? Das lässt nur einen Rückschluss zu, der Goldpreis wird manipuliert – aber nach oben.

Am 13.10.13 wurden von einer Minute auf die Nächste 700.000 Unzen Gold auf den Markt geworfen. Diese läppische Summe löste einen Einbruch des Goldpreises um 35$ je Unze aus. Läppische 700.000 Unzen haben das angerichtet. Im Vergleich zur Fördermenge ein Witz.
chart_week_Gold
Quelle: ariva.de

Hat da etwa jemand kalte Füße bekommen? Eines scheint so gut wie sicher, den Letzten beißen die Hunde. Die Goldbugs hätten ihr „schönes Geld“ lieber in Menschen, respektive ihrer Arbeitskraft, investiert. Dann wäre die Schere zwischen arm und reich vielleicht nicht ganz so groß.