Hohle Erde – Massenvernichtungswaffe Kapitalismus Teil 2

Supertanker
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Kapitalismus wird gern als optimale Wirtschafts- und Gesellschaftsform dargestellt. Umhüllt vom Deckmantel der Demokratie, wird sie in ein besseres Licht gerückt. Kapitalismus, früher als Ausbeutung des Menschen durch den Menschen definiert, hat die Mauser hinter sich und stellt, glaubt man Politik und Medien, die Krone der menschlichen Errungenschaften dar. Gemäß dem Gesetz der Dualität fügen sich aber erst die gern gepriesenen Vorteile UND die wenig geschätzten und weitestgehend ausgeklammerten Nachteile zu einem Gesamtbild. Das Prinzip des Maximalprofits beruht zuerst auf der Ausbeutung der Erde, denn erst durch Förderung und Verarbeitung von Rohstoffen kann ein Verkauf erfolgen. Die jeweiligen Prozessschritte machen aus Sicht der „Märkte“, die Ausbeutung des Menschen durch Menschen unabdingbar. Die Ausbeutung des Menschen wiederum lässt sich differenzieren. So werden auf der einen Seite, Arbeiter zu Niedriglöhnen und schlechten Sozialleistungen beschäftigt und auf der anderen Seite müssen immer mehr und immer minderwertigere Produkte von den schlecht bezahlten Arbeitern gekauft werden.

Die „Nebenkosten“ des Kapitalismus werden, und stets zu Gunsten des eigenen Vorteils, völlig ausgeblendet. Eine kleine Zahlenspielerei soll veranschaulichen, dass Kapitalismus in jeder Hinsicht die Definition einer Massenvernichtungswaffe erfüllt.

Die globale Erdölfördermenge beträgt im Mittel der letzten 10 Jahre rund 5 Billionen Liter pro Jahr. Das ergibt einen Würfel mit der Kantenlänge von rund 1,71 km. Die Fördermenge der Vergangenen 10 Jahre ergibt einen Würfel mit der Kantenlänge von rund 3,7 km – ein Raum, in den getrost mehrere dutzend große Städte übereinander hineinpassen würden. Gemessen am Volumen der Erde bilden die, durch Förderung entstandenen Löcher, sicherlich einen ziemlich kleinen Schweizer Käse. Aber es wird nicht erst seit 10 Jahren gefördert. Allein die Menge der jährlichen Erdölförderung, stellt eine nicht unwesentliche Masse dar. Immerhin sind das etwa 4,35 Milliarden Kilo. Der größte Teil davon wird schlicht und einfach vergast – in schmutzige Luft verwandelt. Zurück bleibt eine, immer leichter und immer hohler werdende Erde.

Aber es werden nicht nur flüssige Stoffe gefördert. Ebenso werden dem Planeten Erze, Kohle, Steine, Erden, Salze und nicht zuletzt riesige Flächen von Wäldern entrissen und an andere Orte der Welt verbracht. Genau betrachtet handelt es sich hierbei um eine Massenverschiebung von bisher unbekanntem und nicht erforschtem Ausmaß. Wie groß diese Verschiebung sein könnte lässt sich, gemessen an den Zahlen des weltweiten Handels, nur schwerlich erahnen. Würde man die Summen der letzten 100 Jahre berechnen, dürfte dabei schon eine signifikante Größe heraus kommen. Und schlussendlich haben wir der Profitgier und dem Wachstumswahn zu verdanken, dass immer effizientere Maschinen und Produktionsanlagen gebaut werden, damit die Ressourcen des Planeten noch schneller gefördert, verarbeitet, verkauft und entsorgt werden können.

Gleichzeitig schwafelt die Politik von Nachhaltigkeit und Energiesparen, macht aber genau das Gegenteil von dem, was sie fordert. Somit wird die Erde weiterhin systematisch zerstört und mit ihr, weitestgehend unbeachtet, das Leben darauf. Somit besitzt der Kapitalismus alle Eigenschaften einer globalen Massenvernichtungswaffe.