Corona und die Wahrheit

Es ist mal wieder an der Zeit, einen vernunftbasierenden Artikel zum Themenkomplex „Corona“ zu veröffentlichen. Der Grund dafür liegt an der allgemeinen Hysterie, die alternative Medien und deren Konsumenten verbreiten. Dabei möchte ich eines vorwegnehmen, seit „Corona“ traue ich, als ehemaliger Stammleser vieler alternativer Blogs und Zeitschriften, niemandem mehr. Denn der Missbrauch, der von dieser Seite stets dem Mainstream vorgeworfen wird, ist auch im alternativen Mainstream weit verbreitet. Die einzig verbliebene glaubwürdige Quelle für mich ist das Blog sciencefiles.org, da hier emotionslos, unpopulistisch und in erfrischend rationale Weise auf den Stand der Wissenschaft, deren Wissen, Irrtümer und Täuschungsversuche eingegangen wird. Diese Kriterien definieren jene Messlatte und deren Höhe, von denen sich Mainstream, alternativer Mainstream und alle ihre Faktenerfinder eine gehörige Scheibe abschneiden können.

Aber kommen wir nun zur Unvernunft und ihren Auswüchsen. Es erfüllt mich mit schierem Entsetzen, wenn ich darüber nachdenke, welche Personen in meinem Leben als respektabel galten und die nun, täglich aufs neue, beweisen, dass sie gar nicht wissen, worüber sie reden und Dinge unreflektiert zusammenwürfeln, die einzeln und für sich einer genaueren Betrachtung bedürfen. Wenn ich schon „Corona“ höre oder lese, wird klar, hier geht es nicht um Fakten, sondern um Selbstdarstellung und das gemeinsame Blöken innerhalb der Herde. Viel schlimmer sind nur noch die Kommentare unter solchen Veröffentlichungen. Generell möchte ich weder den Autoren noch den Kommentarschreibern schlechtes unterstellen aber man merkt sehr schnell, dass es mit der Sachkenntnis bei beiden nicht weit her ist.

Sachkenntnis setzt voraus, dass man weiß, worüber man redet. Aber gerade dieses Wissen ist sehr dürftig gesät. Und wenn ich Sachkenntnis sage, sollte jeder Autor wenigstens in der Lage sein, Begriffe eindeutig zu definieren und voneinander unterscheiden zu können. „Corona“ zum Beispiel, sagt rein gar nichts aus. Diese Worthülse ist gleichbedeutend mit dem Sammelbegriff „Insekt“ – sie ist nichtssagend. Es wird nicht einmal mehr eine Unterscheidung zwischen Sars-Cov-2 und Covid-19 getroffen und als ich neulich jemanden darauf hinwies, dass es diesbezüglich sehr wohl Unterschiede gibt, wurde ich mit der Ausrede angepöbelt, dass es egal sei, welche Worte man verwendet, Hauptsache man wüsste was gemeint ist – typisch poststrukturalistischer Wortmüll. Das führt selbstredend jegliche Diskussion ad absurdum, scheint aber ein Teil der neuen Realität zu sein.

Kommen wir also zum Wesentlichen. Die Forschung über Sars-Cov-2 steckt noch in den Kinderschuhen und niemand kann vorhersagen, wohin sich das Ganze entwickeln wird. Covid-19 ist eigentlich nur ein Effekt, den das Virus bei nicht wenigen Menschen auslöst. Weit schwerwiegender sind jedoch Veränderungen von Organen und Blutgefäßen auf Zellebene – durch Sars-Cov-2. Aber darüber berichtet niemand, was eventuell daran liegen könnte, dass eine objektive Berichterstattung über RNA Viren wirklich erschreckendes zutage fördern und das ganze mediale Desinformations-Geschäft mit „Corona“ von heute auf morgen vernichten könnte. Eine objektive Berichterstattung über RNA Viren würde die Scheindebatte über Eindämmungsmaßnahen jäh verstummen lassen. Die Frage ist nur, warum es diese Berichterstattung nicht gibt. Diese unsägliche „Corona“-Debatte findet nur auf rein emotionaler Ebene und ohne Sachbezug statt.

Da tauchen auf einmal „Experten“ auf, die unreflektiert über die Schädlichkeit von Gesichtsmasken plappern, obwohl Chirurgen und OP-Helfer seit Jahrzehnten in Doppel- und 24h-Schichten eben diese Masken tragen – ganz ohne Gesundheitsschäden, wohlgemerkt. Von einem weiteren Dutzend Scheinargumenten will ich gar nicht erst anfangen, da dies bei unbedarften Lesern zu spastischer Geisteslähmung führen könnte. Und an diesem Punkt merkt der aufmerksame Leser, dass Medienkompetenz eine nicht weit verbreitete Eigenschaft, sondern ein rares Gut ist, dass in den Kommentarbereichen von Blogs und Zeitungen stets Gefahr läuft, von einer Meute leichtgläubiger und schnell erregbarer Gemüter niedergetrampelt zu werden. Und diese Meute ist es, die diese unsägliche Scheindebatte immer wieder anheizt, sich gegenseitig aufwiegelt und letztendlich die Autoren der kommentierten Artikel bestätigt – die dann ihrerseits wieder neuen Müll ins Netz kippen.

Die Information bleibt dabei selbstverständlich auf der Strecke, schließlich geht es um die „Wahrheit“ – also die Begriffs-Erfindungs- und deren Deutungshoheit. Ich sage euch mal was, Leute, die „Wahrheit“ ist eine Hure, die es mit jedem treibt. Sie lässt die Erde flach, hohl, von Reptiloiden bewohnt oder als Hologramm erscheinen, sie lässt sich mit sich selbst ad absurdum führen, ist käuflich, veränderlich und negierbar, sie lässt sich verleugnen, vertuschen und richtigstellen. Das ist es, was „die Wahrheit“ ausmacht. Also fragt euch selbst, was diese Wahrheit wert und ob man mit der Realität nicht doch besser beraten ist.

MfG
Wanderer

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