Das Virus

Diese elende Politbande hat nicht nur das gesamte Volksvermögen durch Privatisierungen unter den Hammer gebracht, nun zieht sie uns auch noch den sprichwörtlichen Boden unter den Füßen weg. Proteste ändern nichts an der eingeschlagenen Marschrichtung, andere Abhilfe scheint notwendig zu sein. Aber welcher Weg wäre ebenso effektiv wie gangbar? Hier scheiden sich die Geister in erheblichem Umfang, denn es fehlt vor allem am Wesentlichen – es gibt keine Zielvorgabe und erst recht keine uneingeschränkte Solidarität unter den deutschen Ureinwohnern. Selbst in einer so brenzligen Situation erfolgt kein Schulterschluss der Massen. Aus welchen Gründen auch immer, scheint sich die komplette Bevölkerung Deutschlands gegen sich selbst verschworen zu haben. Die Ertrinkenden schnüren sich gegenseitig an die Gurgel zu und während die einen ums nackte Überleben kämpfen, werden sie von anderen in die Tiefe gezogen, um sich selbst über Wasser zu halten. Man hat den Eindruck als laufe vor unser aller Augen das größte und verabscheuungswürdigste, soziale Experiment aller Zeiten.

Die Motivation, solch ein Experiment anzustoßen kann menschenverachtender gar nicht sein und sie übertrifft die, aller bisher dagewesen Despoten zusammengenommen. Nur völlig gestörter Menschenabschaum kann unterstützen oder gutheißen, was sich hier und jetzt abspielt. Ein verzweifelter kleiner Rest von Aufrechten versucht noch immer mit sachlichen Argumenten, Demonstrationen und Protesten eine medial lobotomisierte Masse zur Gegenwehr zu motivieren – nicht beachtend, dass Lobotomie, mit Ausnahme des vegetativen Nervensystems, jegliche Gehinfunktion außer Kraft setzt und Menschen buchstäblich zu Zombies verkommen lässt. Was die Bevölkerung Deutschlands eint ist das schichten- und klassenübergreifende Versagen aller. Die Gier auf der einen Seite, Ohnmacht auf der anderen und eine Meute von Mitläufern auf beiden Seiten haben die „Volksseele“ mit einem tödlichen Virus infiziert, gegen das es scheinbar kein Heilmittel gibt.

Das es soweit kommen konnte haben wir dem System zu verdanken. Statt Kooperation zu fördern und zu leben, hat sich das Konkurrenzdenken durchgesetzt und Konkurrenz führt immer in den Untergang. Es gibt keine „gesunde“ Konkurrenz, denn sie steht in Konkurrenz zu allem, was Voraussetzung für die Entstehung von Leben und seiner Entfaltung ist. Konkurrenzdenken ist das Virus in den Köpfen der Systemdesigner, seiner Alphatierchen, Büttel und Handlanger, Stadthalter, Nutznießer und selbst der ganz einfach gestrickten Geister. Dieses Virus hat die Macht über seine Wirte übernommen und nun den Überlebenskampf gegen sich selbst begonnen. Die Überlebenden erwartet am Ende dieses Prozesses eine tote und vergiftete Welt, denn den Systemdesignern ist bei der Manipulation dieses Virus ein fataler Fehler unterlaufen. Sie haben versucht den Schöpfungsakt so nachzubilden, wie sie selbst funktionieren – auf der Grundlage ihres pervertierten Konkurrenzdenkens. Würde der Schöpfungsprozess tatsächlich so funktionieren, gäbe es uns heute nicht. Und aller Wahrscheinlichkeit wird es uns auch bald nicht mehr geben, denn, nicht nur Europa, nein, die ganze Welt versinkt im inszenierten Chaos dieser selbst ernannten Eliten. Die amerikanische Wirtschaft ist dabei der primus inter pares unter den Dinosauriern, groß, schwerfällig, gefräßig, dumm. Aber seine Besitzer, Pfleger und Helfer setzen alles daran, dieses Ungetüm am Leben zu erhalten. Die Frage nach dem Warum ist nicht einmal Nebensache. Es geht lediglich darum, dass diese Vehikel überlebt, koste es was es wolle.

Es gäbe einen Ausweg aber dieser kann nicht beschritten werden, solange das Virus aktiv ist. Aber dieses Virus wird durch das Konkurrenzverhalten der Protagonisten und ihrer willigen Helfer so lange genährt, bis der Point of no return überschritten ist. Es ist ein Paradoxon. Um das Virus zu eliminieren braucht es jenen Paradigmenwechsel, den die Designer mit dem Virus zu unterbinden trachten. Das neue Paradigma wäre Kooperation und es handelt sich dabei nicht um die pervertierte Kooperation innerhalb dieses Systems. Kooperation ist eine, dem Menschen eigene und angeborene Fähigkeit die permanent unterdrückt wird, eben weil sie in natürlicher Konkurrenz zum exzessiv gelebten Konkurrenzdenken steht. Dass selbst die untersten Rängen der Menschheit mit dem Konkurrenz-Virus infiziert sind erkennen wir recht deutlich an der Motivation und am Verhalten sogenannter Flüchtlinge. So wie sie, werden auch wir sein, wenn der Prozess abgeschlossen ist – unfähig zur Kooperation und erst recht, dem bloßen Gedanken daran. Diese Zudringlinge suchen ihr Heil nicht in den eigenen Reihen und wie wir überdeutlich sehen können, schon gar nicht in ihrer Heimat. Sie fallen, geleitet vom Konkurrenzdenken, in Heerscharen über die Sozialsysteme anderer Länder her, ermutigt von ebenso gierigen Zeitgenossen, die sich wie Blutegel an einem völlig überlasteten und instabilen Sozialstaatsgefüge festgesaugt haben – ganz so, wie es Zecken eben tun.

Einen Zeck davon zu überzeugen, sein parasitäres Dasein aufzugeben ist unmöglich. Dazu reicht deren Gehirnkapazität nicht aus. Ein Zeck kann daher nur gewaltsam von seinem Wirt getrennt werden und das sollte im günstigsten Fall geschehen, bevor es zu saugen beginnt. Dieser Punkt ist bereits überschritten und so bleiben lediglich zwei Optionen, die gleichermaßen ein Anfang vom Ende bedeuten. Da die Vernunft zu Gunsten der Unvernunft praktisch abgeschafft wurde und alle Rückzugsmöglichkeiten in Sackgassen führen, ließe sich a) der Weg der Gewalt beschreiten oder b) diesen ganzen Scheiß über sich ergehen zu lassen. Auf die Rückbesinnung zur Vernunft zu hoffen käme einem gelebten Irrsinn gleich und in Passivität zu verfallen würde Kapitulation bedeuten.

Ja liebe Mitwürger, wir stehen vor den Trümmern unseres Gesellschaftssystems und haben keine Ahnung wie es weitergehen könnte. Nicht, weil es an Lösungsansätzen mangelt, sondern weil das System jeden mit dem Virus des Konkurrenzdenkens infiziert und dafür Sorge trägt, dass sich jeder selbst der Nächste ist.

MfG
Wanderer

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