Arbeitslose

Das Sommerloch naht und wenn es nicht gerade gilt die Feinde einer Demokratiefiktion mit Krieg zu bedrohen, die Nazikeule zu schwingen oder über sinnfreie Großereignisse zu lamentieren, wird in den Qualitätslügenmedien über Arbeitslose hergezogen. Auf der einen Seite wird eine Arbeitslosenquote präsentiert, die der Kanzlerin gut zu Gesicht steht. Andererseits werden aber Kosten für Sozialausgaben an den Pranger gestellt, die, würde man sie pro Kopf auf jeden Arbeitslosen umlegen, Hartz 4 zu einem begehrten Einkommen werden lassen. Tun wir mal Butter bei die Fische und experimentieren ein wenig mit Zahlen. Angenommen es gibt tatsächlich 6 Millionen Arbeitslose und Hartz 4 Empfänger und jeder würde im Durchschnitt 1.000 Euro bekommen. Das lässt sich einfach rechnen = 6.000.000.000, in Worten sechs Milliarden Euro pro Monat x 12 = 72 Milliarden pro Jahr. Diese Zahl ist mehr über den Daumen gepeilt aber durchaus realistisch. Betrachtet man sich vergleichsweise die ausgewiesenen Ausgaben aus dem Bundeshaushalt 2015 bekommt man schon das große Staunen. Denn dort werden rund 125,54 Milliarden Euro für Arbeit und Soziales ausgewiesen. Unter diesem Betrag tummelt sich alles, was das Herz eines waschechten Sozialkapitalisten höher schlagen lässt.

Die Verwaltung der Menschenmassen kostet sicherlich eine gute Stange Geld. Leider sind diese Kosten nicht im einzelnen ausgewiesen. Aber auch die sogenannten Vermittlungsprämien, in Fachkreisen auch Kopfgeld genannt fallen in dieses Ressort, ebenso wie die aberwitzigen Förderungen von Gehältern, die bei Einstellung von Langzeitarbeitslosen an die Unternehmen gezahlt werden. Selbstverständlich sind auch diese Unsummen nicht im einzelnen aufgeschlüsselt. Weiterhin dürften auch die unsinnigen Bildungsstrukturen für die Aus- und Weiterbildung von Facharbeitern zu anderen Facharbeitern aus diesem Topf abgegriffen werden. Wenn die hier aufgeführten, einzelnen Positionen vielleicht noch intern verfügbar sind, so wird es ein Posten ganz gewiss nicht sein. Nämlich die Bezüge von den geparkten Hofstaaten jener Ministerien, die nach einer verlorenen Wahl erst mal eine oder zwei Legislaturperioden aussetzen müssen.

Jeder Minister und jede Ministerin unterhält einen eigenen Hofstaat, während nach einem Regierungswechsel, in den Ministerien lediglich eine minimale Stammbesetzung für den laufenden Betrieb dieser Einrichtungen verbleibt. Was aber passiert mit dem Hofstaat eines Ministers, wenn der seinen Posten übergeben muss? Ganz einfach, Herr oder Frau Minister kümmert sich um die wirklich wichtigen Dinge im Leben, also um sich selbst und der Hofstaat wird bei vollen Bezügen geparkt. Bei der Menge an Ministerien die es in Bund und Ländern gibt, kann also von einer nicht unerheblichen Summe für die Bezüge dieser Edel-Arbeitslosen ausgegangen werden. Selbstverständlich fallen die schon mal aus jeder Statistik raus und wer 4 Jahre Urlaub bei vollem Einkommensbezug erhält, wird sich darüber ganz gewiss nicht aufregen.

Der schuftenden Meute erzählt man etwas anderes, denn die gilt es, bei der Stange zu halten damit sie nicht die Lust an ihren unterbezahlten Knochenjobs verlieren. Gleichzeitig lässt sich so wunderbar ein Keil zwischen die Bevölkerung treiben, sodass der Gedanke an eine Solidarisierung von Arbeitslosen und Malochern gar nicht erst zu befürchten ist. Derweil verprassen die Damen und Herren Geld, dass ihnen nicht gehört und werden nicht müde, auf die verzweifelten und vom System ausgekotzen Arbeitslosen einzuhämmern.

MfG
Wanderer

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