Demonstrationen – Brot und Spiele für das Stimmvieh

Demonstrationen haben in etwa die gleiche Wirkung wie Wahlen. Man geht hin und bekundet seinen Willen, aber es ändert sich nichts. Warum ist das wohl so? Da eine Antwort auf diese Frage zu trivial wäre, stricke ich noch ein wenig Text drum herum. Nehmen wir zum Beispiel die jährlichen Kastortransporte. Organisiert wird dieses Volksfest aus zwielichtigen Kreisen teils grüner, teils linker „Atomkraftgegner“. Jahr für Jahr muss der Steuerzahler Millionen von Euro für einen Protest bezahlen der, bis auf die bloße Funktion eines Überdruckventils, überhaupt keine Erfolge vorzuweisen hat. Genau genommen werden seitens des Staates die Investitionen der Atomkraftbetreiber vor dem Willen der Atomkraftgegner beschützt.

Die Kastoren rollen wie eh und je durch die Lande und ein paar Berufsdemonstranten machen sich einen Spaß aus dem Katz- und Maus Spiel zwischen Polizei und den gleichen Kreisen, die auch Demonstrationen gegen politisch unliebsame Proteste organisieren. Es ist also durchaus möglich, dass Atomkraftgegner aus der Bevölkerung von den gleichen Leuten als Nazis beschimpft werden, mit denen sie jährlich gegen die Kastoren zu Felde ziehen – ein Demokratiespiel für minderbemittelte. Das ist kein Protest sondern vornehmlich eine Institution zum Selbstzweck, die nur vordergründig gegen eine aberwitzige Energiepolitik, die in keinem Wahlprogramm zu finden ist, mobilisiert.

Vor diesem Hintergrund das Wort Demokratie auch nur zu erwähnen oder gar die Legitimation einer Regierung durch Bekundung des Volkswillens abzuleiten, verbietet sich praktisch von selbst. Nebenbei bemerkt ist eine demokratische Abstimmung völliger Nonsens denn, es geht dabei immer um die Durchsetzung fragwürdiger Interessen und Entscheidungen einer selbstverliebten Minderheit. Sinnvolle und vernünftige Entscheidungen bedürfen keiner Abstimmung, keiner Wahl und erst recht keiner Proteste die, in dreifacher Ausfertigung beim Ordnungsamt eingereicht und mit Auflagen genehmigt werden müssen – was dem Wort „Protestkultur“ die zutreffende Bedeutung verleiht.

Nein, Demonstrationen ändern nichts! Sobald sie sich als ernstzunehmende Gefahr für das Establishment heraus stellen werden sie diffamiert, behindert und verboten. Ich persönlich finde es höchst bemerkenswert, wenn die Friedensbewegung von einst angesichts der kriegstreibenden Kräfte aus dem Establishment den Schwanz einzieht und stattdessen gegen Kriegsgegner und den Protesten gegen den weiteren Import von Konfliktpotential hetzt. Früher nannte man das einen Interessenkonflikt und das ist, und hier sei aus Wikipedia zitiert:

…eine spezielle Konfliktsituation, in der ein sachlicher Widerspruch nach Vermeidung verlangt. Er kann aus organisatorischen, oder ethischen, meist berufsethischen, Gründen nicht hingenommen werden, da er sich kontraproduktiv im Sinne höher angesehener Werte, Interessen oder Ziele auswirkt.

Quelle: Wikipedia

Es gibt weit effektivere Mittel, gegen einen wild gewordenen Staatsmoloch vorzugehen. Einigkeit vorausgesetzt, kann ziviler Ungehorsam ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. Vor allem kann und muss gegen halbstaatliche Institutionen und Organisationen aber auch gegen NGO vorgegangen werden die, die Moral der Bevölkerung untergraben, Unfrieden stiften und vor Sach- und Personenschäden nicht halt machen. Der Staatsapparat hat nur begrenzte Ressourcen und ich halte jede Wette, dass selbst der linientreueste Staatsanwalt das Handtuch wirft, wenn er täglich tausende Anzeigen gegen jene subversive Elemente auf den Schreibtisch bekommt die, im Einklang mit den Qualitätslügenmedien und dem Establishment, die Stimme der Vernunft zum schweigen bringen wollen.

MfG
Wanderer

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2 Gedanken zu „Demonstrationen – Brot und Spiele für das Stimmvieh

  1. Wenn Demos etwas ändern würden, dann wäre sie verboten. Es gibt nur ganz wenige Beispiele in der Geschichte die zeigen, das Demos etwas verändern können.

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