Der missbrauchte Glauben

Zwei Glaubensrichtungen beeinflussen das tägliche Einerlei im Wesentlichen. Der religiöse Glauben daran, dass die Urheber der heiligen Schriften das Wort Gottes wahrheitsgemäß wieder gaben und darauf bauend, die letzte Gewissheit durch Gebete zu erlangen sowie der profane Glaube an die staatstragende Obrigkeit und ihre Autoritäten. Beide werden gleichermaßen missbraucht! Was in der sogenannten zivilisierten Welt der Atheisten als Betrugsmechanismen und Verschwörungen entlarvt wurde, ist in ähnlicher Weise auch in der religiösen Welt existent. Verschwörungen und Geheimbünde gibt es in jeder Religion und viel mehr als vermutet, leben und wirken deren Mitglieder, abseits des Glaubens ihrer Anhänger auf den unteren Rängen. Tatsächlich gibt es zwischen Religion und Staatswesen viele Gemeinsamkeiten. Beide handeln abseits ihrer Zuständigkeitsbereiche, beide handeln gegen ihre Bestimmung und beide üben ihre Macht zum Selbstzweck aus.

Selbst in den sozialen Bereichen gibt es Ähnlichkeiten, ebenso wie in den Verwaltungsstrukturen und vielem anderen mehr. Es gibt aber auch Berührungspunkte zwischen Staat und Religion. Die christlichen Parteien in der BRD sind nur ein Beispiel von vielen und die Kirchensteuer ein Verweis darauf, auf welchen Pfaden diese unheilige Allianz wandelt. Erstaunlich ist aber, dass auch das Prinzip der Spaltung religionsübergreifend praktiziert wird. Was in der sogenannten Demokratie als politisch motivierte Gegenpole (links und rechts) existiert, sind in der Religion zum Beispiel Islam und Christentum. Es sind jeweils zwei Seiten der gleichen Medaille. Gerade das Christentum sollte mittlerweile bemerkt haben, dass die Interessen des Vatikan von den Lehren Jesus Christus abweichen, sie gar negieren. Innerhalb der Glaubensgemeinschaft wird das aber selten bis gar nicht hinterfragt. Es ist offensichtlich, dass sich deren religiöser Glaube in einen unterwürfigen Glauben an die Obrigkeit transformiert hat. Was würde wohl Jesus dazu sagen, würde er unter uns wandeln?

MfG
Wanderer

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10 Gedanken zu „Der missbrauchte Glauben

  1. „Was würde wohl Jesus dazu sagen, würde er unter uns wandeln?

    Nun, zunächst würde er dir wohl widersprechen. „Der religiöse Glauben daran, dass die Urheber der heiligen Schriften das Wort Gottes wahrheitsgemäß wieder gaben“ […] Und – vermutlich – über die falsche Logik aufklären, die diese Aussagen enthalten, und die Irrtümer nennen, auf die diese falsche Logik beruht.

    Glaube ist grundsätzlich überhaupt gar nichts religiöses. Glaube besagt nur, dass ein Mensch Vertrauen hat. Vertrauen in „Gott“, wie das nun mal in unseren Sprachen genannt wird – also, dass „Gott“ Ist und sich um mich – einen Menschen – kümmert; wie die Christen sagen: „Gott mich liebt wie ein Vater seine Kinder.“

    Fehlt ihm dieses Vertrauen, wird ihm aber gesellschaftlich oder moralisch vorgeschrieben, jedoch einen Glauben haben zu müssen, bedarf es einer Begründung für einen , welcher Glauben das nun auch immer sei; also gewissermaßen einer Rechtfertigung dafür, was und vor allem „ob“ ich vertraue. Dies nun wiederum macht den Glauben selbst zu einer zu erfüllenden Forderung. Damit liegt aber ein Gesetz vor – also nichts weiter als Zwang!

    Nun ist es jedoch so, dass gerade ein Glaube solcher Art, nämlich einer, der Beweise braucht, der begründet werden muss, den ein Mensch vor sich oder anderen zu rechtfertigen oder zu bekennen hat, rundweg in gerade diesen heiligen Schriften nicht nur verboten wird, sondern als Unglauben bezeichnet wird. Es ist somit geradezu das Gegenteil dessen, was mit Glaube gemeint ist, obwohl gerade der Glaube nun wiederum ein zentrales, wenn nicht sogar eines der wichtigsten Themen in den heiligen Schriften ist.

    Mit anderen Worten: Jeder religiöse Glaube ist ein toter Glaube. Ein solcher Glaube ist in sich selbst tot, weil er auf Zwang, auf Gesetz beruht. Dafür ist aber – ich spreche hier von den Gesetzen und Vorschriften der heiligen Schriften – das Gesetz überhaupt nicht gedacht, denn die Bestimmung des Gesetzes ist gerade, den Glauben zu schützen oder im schlimmsten denkbaren Fall überhaupt erst zu ermöglichen.

    „Was in der sogenannten Demokratie als politisch motivierte Gegenpole (links und rechts) existiert, sind in der Religion zum Beispiel Islam und Christentum. Es sind jeweils zwei Seiten der gleichen Medaille.“

    Das ist falsch. Das Christentum ist nämlich ein Kult, der sich eine irreligiöse Scheinwelt zusammengebastelt hat und sich aus allen möglichen Absonderlichkeiten eine „Gottheit“ konstruiert hat, die es nach gerade den heiligen Schriften, von denen der Kult behauptet, dass es heilige Schriften seien, gar nicht gibt, weil es einen solchen phantasierten Gott ja auch tatsächlich nicht geben kann.

    Dieser Kult widerspricht nun aber gerade in allen zentralen und wichtigen Punkten dem, was diese heiligen Schriften selbst lehren, bzw. aussagen. Nach diesen ist der Mensch eine „gemachteErscheinung des Lebens selbst. Die „Bausteine“ dieser Erscheinung des Lebens sind materielle: „von Erde genommen, aus Erde geformt“ und sowohl vom vom Leben selbst, als auch von der Erscheinung des Lebens – „das Werk ‚Gottes‘, nämlich der Mensch – als auch von dem materiellen, wird eine Grundaussage gemacht, die als die Wahrheit selbst gilt, nämlich dass dies ALLES Gut ist, dass es Gutes-Sein IST.

    Schon durch die Behauptung des „Gegenteils“, die der Kult zum höchsten Dogma erhoben hat: nämlich, dass der Mensch böse ist, kann es sich bei diesem Dogma also nur um eine Lüge handeln, denn schlechterdings kann das Gute-Sein, das von einem Guten-Sein „gemacht“ wurde, böse sein.

    1 + 1 = 2 => Aus Gut plus Gut kann nur folgen = Gut; niemals aber „nichts“ oder gar „böse“.

    Ist aber der Baum faul, kann die Frucht eines solchen Baumes nur verdorben sein „Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.“ Jesus in Matthäus 7:15-20 EÜ

    Jeder Mensch ist ein Gutes-Sein – das ist die erste Aussage, die das Evangelium von Jesus, besagt. Das ist das Fundament der Wahrheit und die Basis von der sich der ganze Bau erhebt. Der Todeskult des Christentums mag in vielem äußerlich prachtvoller scheinen. Jesus selbst nannte es „getünchte Gräber voller Totengebein“ – davon findet man sogar praktisch in den Tempeln des Todes eine ganze Menge und durch seine ganze Geschichte zieht sich das Verderben für alle Menschen, die damit in Berührung gekommen sind.

    • „Das Christentum ist nämlich ein Kult, der sich eine irreligiöse Scheinwelt zusammengebastelt hat“

      Genau das hat dieses kapitalistische System mit seinen Doktrien auch gemacht. Das goldene Kalb des Wachstums als Götzenbild einer heidnischen Religion, die selbsterfüllenden Prophezeiungen der „Märkte“, die Gläubigen und der Glaube, dass es nichts besseres geben kann, ist nichts anderes als Religion. Das Christentum hingegen ist erst zu einem, wie du schreibst, Todeskult geworden nachdem(!) er von subversiven Mächten gekapert wurde.

      • Tja, bedauerlich – die meisten Christen haben es aber noch nicht einmal mitbekommen, dass sie nach Strich und Faden verarscht werden. Nun, schlecht, der Kult ist ja mittlerweile auch schon schlechte 1400 Jahre (plus, minus etwa 30 Jahre) alt, bekommt alle paar Jahrzehnte mal etwas frische Farbe und alle 500 Jahre eine „Reformation“ … und dann geht es munter weiter mit der Menschenjagd, dem Sklavenhandel und dem Völkermord.

        • Genau aus diesem Grund lag mir auch daran, auf den Missbrauch von Religionen hinzuweisen. Genau genommen wird jeder Mensch auf der Welt verarscht, der nicht zu den oberen 10k gehört. Ein unhaltbarer Zustand und dennoch wird bis zum Erbrechen und mit allen Mitteln versucht, den Status Quo aufrecht zu erhalten.

          • Kann sein, dass alles auf Gegenseitigkeit beruht. Wer kann das schon nachvollziehen. Irgendwo muss die Quelle der Unvernunft sein. Darum nehme ich an, dass Unvernunft, dem Wasser ähnlich, von oben nach unten fließt. Und was sich „oben“ schon als mangelhaft erweist, kann „unten“ nicht besser werden.

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