Selbstbetrug – Darf es noch ein wenig mehr sein?

Über die gegenwärtige Lage in der Welt wird viel geschrieben und noch sehr viel mehr diskutiert. Man möchte meinen, dass mit der Zeit genügend Informationen zusammengetragen und ausgewertet wurden, um dem unseligen Treiben gewisser Kreise ein Ende zu bereiten. Aber wie und mit welchen Begründungen, trotz dieser gigantischen Wissensdatenbank, eine perfide Form der Selbsttäuschung aufrecht erhalten und mit Hingabe gelebt wird, lässt auf einen kollektiven Irrsinn schließen. Dahinter steckt weit mehr, als man meinen möchte. So modern sich die westliche Zivilisation auch geben mag ist doch unschwer zu erkennen, dass sich deren geistige Entwicklung etwa auf der gleichen Stufe befindet, wie im überwiegenden Rest der Welt.

Diese sogenannte westliche Wertegemeinschaft fußt auf den gleichen, archaischen Strukturen, die uns anderenorts fremd und unterentwickelt erscheinen. Kein technischer Entwicklungsschritt, keine Ideologie und kein, noch so modernes Waffensystem kann darüber hinwegtäuschen. Das tägliche Einerlei, persönliche Dramen, die Probleme in der Welt und auch so manche innenpolitische Auseinandersetzung, lassen diese Strukturen im Dunst der Wahrnehmung verschwinden. Bei Licht betrachtet agiert (fast) jeder Mensch, unabhängig vom Stand und innerhalb dieser gesellschaftlichen Pyramide, nach den Prinzipien einer unterentwickelten Zivilisation. Der technologischen Fortschritt ist der geistigen Evolution um Lichtjahre voraus. Diese These verdient eine genauere Betrachtung.

Vor allem in den Zentren der Macht treffen wir auf Menschen, deren geistige Evolutionsstufe gerade mal das Level von Einfallspinseln oder, im wahrsten Sinne des Wortes, Schwachsinnigen erreicht hat – und je höher in dieser Struktur, um so öfter. Noch weit mehr erstaunt aber, dass sich eine sogenannte Intelligenzschicht diesen geistig zurückgebliebenen „Eliten“ unterwirft, ihnen sogar zuarbeitet und nach dem Mund redet. Das Märchen, des Kaisers neue Kleider, lässt diesbezüglich tief blicken. Aber damit ist noch nicht die Grenze des Selbstbetrugs erreicht. Diese archaisch, pyramidiale Gesellschaftsstruktur fußt außerdem auf einem Wirtschaftssystem, das sich erst im Zuge der Industrialisierung entwickelte – erstaunlicherweise aber de-evolutionär zum technischen Fortschritt. Es passt sich nicht an das Gesamtsystem Erde, sondern dem Entwicklungsstand seiner Konstrukteure und Besitzer an. Aus diesem Grund gibt es zum Beispiel Atombomben oder, wenn wir die Finanzwelt betrachten, Derivate.

Aber ebenso wie die Intelligenzschicht, billigen alle anderen Schichten dieses, eigentlich umweltzerstörende, lebensfeindliche System inklusive seiner Subsysteme und verteidigen es sogar wie ihr eigenes Leben. Die Krone des Selbstbetruges ist erreicht, wenn von vermeintlich intelligenten Menschen der Besitz eines sogenanntes Wertaufbewahrungsmittels angestrebt wird, das so ziemlich jede Illusion konservieren kann, nur keine Werte. Die Werthaltigkeit von Gold ist auch nur eine Illusion, die wir dem vorherrschenden System und somit der geistigen Entwicklungsstufe einer westlichen Wertegemeinschaft zu verdanken haben. Diese Illusion bringt besondere Stilblüten hervor indem der Glaube an dieses System (freiwillig) aufrecht erhalten und somit seine Zukunft gesichert wird.

Zum Beispiel wird dem Fiat-Geldsystem jeglicher Wert abgesprochen, weil dieses Geld nicht durch Werte gedeckt wird – sagt der brave Systemdiener. Gleichzeitig wird mit diesem wertlosen Geld, Gold als Wertaufbewahrungsmittel erworben – also vermeintlich wertvolles, mit wertlosem bezahlt. Genau genommen werden aber die Leistungen anderer, Macht und auch der vorherrschende Zeitgeist in diesem Wertaufbewahrungsmittel gespeichert. Die Illusion, dass Gold etwas anderes sein könnte als ein Machtspeicher, ist der Ideologie des bestehenden und zunehmend instabiler werdenden Systems geschuldet. Bar dieser Tatsachen kann folgende Schlussfolgerung als wahr angesehen werden: Während die technische Entwicklung immer weiter voran schreitet, blieb die geistige Entwicklung auf einem Level aus den finsteren Zeiten des Mittelalters stehen.

MfG
Wanderer

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4 Gedanken zu „Selbstbetrug – Darf es noch ein wenig mehr sein?

  1. Super Artikel!!
    Ich hab da auch schon öfters drüber nachgedacht. Obwohl wir auf technologischen Gebiet den bis jetzt höchste Stand von allen Menschen haben, sind wir auf geistigen Niveau die dümmste aller Menschen. So leicht beeinflussbar, leichtgläubig.
    Leute wie Bernard Bernays haben da „gute Arbeit“ verrichtet um diese Zustände, in denen wir Leben ,zu ermöglichen.

  2. Der Vergleich mit Gold und Fiatgeld ist so nicht ganz richtig, denn Gold kann man nicht beliebig vermehren.Das ganze Geldsystem ist Betrug und schon deshalb ist Gold oder Silber eine sichere Anlageform der ich mehr vertraue als künstlich geschaffenem Geld aus dem Nichts ohne dass eine Arbeitsleistung oder ein Wert dahintersteckt. Gold und Silber wird jede Währung überleben somit ist Gold in meinen Augen schon ein Machtspeicher und eine gute Anlage von dem der Staat nichts weiss und somit keinen Zugriff hat.

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