Rien ne va plus

Das Falschgeldsystem ist futsch, zumindest hängt es am seidenen Faden. Diese Situation wurde vorsätzlich herbeigeführt! Sie ist eine logische Konsequenz aus System, Gesellschaft und deren verdorbene Charaktere. Der Kapitalismus hat schon immer das Leid in die Welt getragen aber mit seiner Endfesselung wurde auch dem Faschismus, der Verschmelzung von Hochfinanz, Wirtschaft und Politik, Tür und Tore geöffnet. Könnte der weltweite Zustand in einem Bild zusammengefasst werden, würde dessen Komplexität jede geistige Aufnahmefähigkeit übersteigen. Die meisten Elemente liegen ohnehin im Verborgenen. Geheimniskrämerei hat noch nie zu einem guten Ende geführt und doch ist diese Vorgehensweise gängige Praxis. Würden die Probleme öffentlich, ohne Lug und Trug kommuniziert, kämen sehr schnell die Ursachen und damit auch die wahren Verantwortlichen zum Vorschein. Aber ein kenterndes, europäisches Schiff ist offenbar noch kein Grund, die Karten auf den Tisch zu legen.

Die Einführung des Euro wurde einst anders geplant. Er sollte ursprünglich, nachdem die politische Union vollzogen und von Planungsfehlern bereinigt, auf ein solides Fundament gestellt werden. Doch es kam durch die Intervention mächtiger Kreise anders und so wurde die Gemeinschaftswährung auf Sand gebaut. Aber bevor das geschah mussten kritische Stimmen von Gegnern unterbunden und Verweigerer aus der politischen Führung geschasst werden. Mit diesen Voraussetzungen nahm das Unheil seinen Lauf. Bekannt ist, dass Fehler gemacht wurden. Weniger bekannt ist, von wem. Würde man Schuldige benennen wollen, müssten erst alle Absprachen, Geheimverträge und der gesamte Schriftverkehr offen gelegt werden. Aber dann würde auch offenbar, dass nicht einzelne sondern ein ganzes Netzwerk, ein riesiger Moloch von Interessengruppen maßgeblich an diesem katastrophalen Ergebnis mitgewirkt haben.

Das gesamte Establishment aus Politik, Finanzwesen und Wirtschaft war daran beteiligt, aktiv, durch dulden oder wegsehen. Auf der einen Seite die Gierigen und auf der anderen Seite, die anderen Gierigen. Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Erst recht, wenn sie gar keine Köche sind. In der Politik sind solche „Köche“ Gang und Gäbe, von Kompetenz fehlt da jede Spur. Dafür ist aber jede Menge Niedertracht und Machtgehabe im Spiel. Wir müssen seit Jahren miterleben wie, durch Politik, Hochfinanz und Turbowirtschaft das System verschlissen wird. Alle wollten verdienen, alle wollten Macht und darum wurden Wege abseits jeglicher Vernunft, und mit zunehmender Perversion auch auf die Opfer des Systems, am Wegesrand, eingeschlagen. Sehr wenige sind sehr reich geworden, sie haben ohne Rücksicht auf Verluste gehandelt und noch einmal nachgetreten, wenn ein selbst konstruierter Feind bereits am Boden lag.

Momentan sehen wir uns einer Situation gegenüber, die einem brodelnden Hexenkessel gleicht. Griechenland steht aus wohl bekannten Gründen am Abgrund – und damit auch der Euro. Aber es waren nicht allein die griechischen Schummeleien mit tatkräftiger Unterstützung durch Goldmann Sachs, die den Haushalt dieses Land erst schön rechneten und dann als Kuckucksei zum ausbrüten ins Euronest legten. Eine weitere, brisante Zutat im Hexenkessel sind die Billionen Dollars an Währungsderivaten die, neben den angehäuften Schulden, in der Eurozone stecken. Aber auch in der Ukraine wurde, mit tatkräftiger Unterstützung des Establishments und unter einem Geflecht von Lügen verborgen, die Axt an eine wichtige Säule des Weltfriedens gelegt. Mit der gleichzeitigen Sanktionspolitik und Kriegstreiberei gegen Russland, hat sich die gesamte Eurozone dem Diktat des US amerikanischen Establishments unterworfen und den einst angestrebten Gegenpol zum Hegemon USA aufgegeben. Die „richtige“ Würze für das giftige Euro-Gebräu kam dann mit der Flutung des Euroraums durch sogenannte Flüchtlinge und in diesem Zuge, ein bewusst herbei geführter Riss in der Gesellschaft.

Der Kurswechsel Griechenlands offenbart, was schon lange vorhergesehen wurde. Es besteht Handlungsbedarf! Die folgenden Tage und Wochen werden heiß diskutiert und es wird viel Aufwand um ein unvermeidbares Ende betrieben. Das wäre vermutlich gar nicht so schlimm, wenn wirkliche Alternativen auf dem Plan stünden – abseits dieses völlig verlotterten Systems. Das wäre zumindest ein Anfang. Wie es aussieht, stehen die aber nicht zu Gebote. Allen Unkenrufen zum Trotz sollte aber einleuchten, das Krieg der falsche Weg ist und stattdessen mit dem gleichen Eifer, der diese Welt erst an den Abgrund brachte und allen verfügbaren Mitteln, ein besseres System geschaffen werden kann. Leider fehlt es, dank unserer Qualitätslügenmedien, in fast allen Köpfen an genügend Vorstellungskraft, so sehr wurde manipuliert und gelogen. Stattdessen kommt es immer häufiger vor, dass sehr gestörte, nützliche Idioten in dieser brisanten Situation einen Krieg gegen Russland befürworten! Da kann es einem wirklich, wirklich gruseln.

MfG
Wanderer

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3 Gedanken zu „Rien ne va plus

  1. das problem ist nicht, dass alle verdienen wollen. ich würde gerne auch viel verdienen. das problem ist, dass die regierung sie auf kosten der allgemeinheit immer wieder rettet. es ist nicht der kapitalismus, der leid in die welt trägt, sondern 1) die schon bestehende knappheit der mittel und 2) der übergroße staat. von ihm geht die gewalt aus, auch wenn die mächtigen selbstverständlich immer auch die reichen sein werden. mit faschismus hat der kapitalismus nichts am hut, denn in einem kapitalistischen system muss das private verfügungsrecht über die produktionsmittel gewahrt bleiben, während im faschismus die wirtschaft vom staat gelenkt wird, auch wenn die produktion formal in privater hand ist. mit eurer argumentation tragt ihr nur zu weiteren eingriffen bei, was den staat noch weiter erstarken lässt. und wenn die produzenten noch so gierig sind, ihr könnt absolut NICHTS tun um die lage zu verbessern. nehmt ihr ihnen das verfügungsrecht, seid ihr im faschismus, nehmt ihr ihnen das eigentumsrecht im kommunismus. was getan werden muss, ist der regierung soviel macht wegzunehmen, dass sie nicht mehr in der lage ist solche leute zu retten, wenn sie sich verzocken.

    • Du liegst komplett falsch. Kapitalismus lebt von Verknappung und von Wachstum. Letzteres ist in einem endlichen System fatal. Habe das alles hier im Blog, in vielen Artikeln erläutert. Suche mal nach Massenvernichtungswaffe Kapitalismus und behalte die TCO eines solchen Systems im Hinterkopf. Es ist eine Zeitbombe.

      Außerdem verwechselst du Faschismus mit Sozialismus. Mich deucht, du hast einige Defizite aufzuarbeiten.

  2. Großes Theater und keine Lösung!Alle sogenannten Lösungen,die ich mir angeguckt habe,landen in Diktaturen,die entweder etwas besser oder meistens schlechter funktionieren.Wir sind eben keine Bienen oder Ameisen!
    Hochtechnologie scheint mit `Demokratie` und `Anarchie` unvereinbar,Gruß von

    Uwe

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