Eine Seifenoper namens Wiedervereinigung

Die Mauer steht noch! Nicht physisch aber dafür doppelt so hoch und mit doppelt breitem Todesstreifen in den Köpfen. Das habt ihr wirklich sehr gefickt eingeschädelt – aber mit einem besinnungslosen Volk ist das keine großartige Leistung. Mit „ihr“ sollen sich all jene angesprochen fühlen, die daran beteiligt waren und noch immer in dieser Wunde bohren. Diese Tat ist zwar allemal besser als ein dämokratisierender Bombenteppich aber die Wirkung ist in etwa die Gleiche. Es gibt jede Menge Opfer zu verzeichnen und die Zahl der System-Zombies wächst beständig. „Lebend tot“ und geschändet, präsentiert sich das Volk der Einheit als Spaltprodukt, das links und rechts sowie nach Osten und Westen Mauern um sich sieht, die höher als der Turm zu Babel sind. Die Lügenmärchen aufzuzählen, die sich um das gesamtdeutsche Drama drehen, dürften mittlerweile einige Bände umfassen und mit genaueren Erläuterungen versehen, müsste google wahrscheinlich, allein für die Suchergebnisse, zusätzliche Festplattenkapazitäten mieten.

Ja, die Wiedervereinigung haben wir uns viel kosten lassen aber sie ist das Papier nicht Wert, auf dem sie geschrieben steht. Schon kurz nach dem Mauerfall wurde die sogenannte Antifa aktiv. Das sind die Genossen, die keine echten, sozialistisch geprägten Genossen an ihrer Seite wollten. Die Antifa weiss auch warum, denn ihre Wurzeln wurzeln in transatlantischen Think Tanks, dubiosen Vereinen, NGO und den Interessen privater Sponsoren und nicht, wie gern vermutet, auf einem Manifest. Wenn aus diesen Reihen z.Bsp. gegen Atomkraft demonstriert wurde dann nicht, weil Atomkraft doof ist, sondern weil der Markt dadurch freie Kapazitäten bekommen könnte. Die Antifa ist ungefähr so antifaschistisch, wie eine Nutte (sorry Mädels, ist nicht persönlich gemeint), die nach Gleichstellung schreit. Sie bedient den Bodensatz der Gesellschaft und scharrt dazu pseudo-intellektuelle Wirrköpfe um sich – Lehrer, Journalisten und Autoren, niedere Politiker aber auch militante Schlägertypen NSU-like.

Nach außen gibt sich dieses Terrornetzwerk als links/grün und zum Teil liberal. Dahinter steht aber weit mehr. False Flag Operations gehören praktisch zur Spezialität des Hauses und wann immer ein Nazihäschen aus dem Hut gezaubert werden muss, ist die Antifa zu stelle und erledigt genau den Job, für den es Medien oder einen unbedarften Mob zu organisieren gilt. Beispiele dafür gibt es reichlich und man muss nur ein wenig suchen, um fündig zu werden – oder sich etwas zutragen lassen. Aber auch die andere Richtung, False Back, wird bedient. Erinnert sich noch jemand an einen Vorfall im sächsischen Kleinstädtchen Mittweida, wo ein durchgeknalltes Mädel Aufmerksamkeit durch Ritzen eines Swastika in die eigene Haut erregt hat? Solche Vorfälle sind für diese Antifa wie Wasser auf den Mühlen. Wochenlang wurde ein brauner Mob stilisiert und als die Lüge drohte aufzufliegen, herrschte auf einmal ohrenbetäubendes Schweigen. Ja, so sind sie, die Söldner der An(tideutschen) ti(mokratischen) fa(natiker) – und täglich neu als BILD-Pendant im politischen Mischpoke-Kabarett, heute mehr, denn je.

Aber ich muss die charakterversauten, infantilen Anti’s jetzt zur Seite legen, sonst passen die großen Brummer nicht mehr in den Rahmen eines Artikels. Kommen wir nun, gleich nach einem weiteren Ausfallschritt zu den Verrätern, den Charakterschweinen, Lügnern, Egoisten und kriminellen Subjekten einer faschistisch dominierten Politkaste. Eines vorweg, so viel Verlogenheit, so viel Korruption, kann kein noch so reiches Land verkraften. Dafür gibt es weder genug Geld, noch genug Ressourcen auf Erden. Da ich mehrfach den Faschismus-Begriff in diesem Blog bemüht habe, sei hier nochmals zur Klärung erwähnt, dass Faschismus IMMER aus der Verschmelzung einer demokratisch gewählten Regierung, vor allem mit der Hochfinanz als treibende Kraft und der Wirtschaft als partizipierende und somit duldende Kraft, hervor geht. Faschismus ist nicht per se ein Konstrukt, wie z.B. der Sozialismus mit seinen zentral-staatlichen Strukturen, sondern eher als „Kind“ einer unheiligen Allianz zu verstehen.

Gleichzeitig verwahre ich mich vor revisionistischen Auswüchsen. Die sind mir, ehrlich gesagt, scheißegal. Ich habe Jahre verbracht, um die Irrläufer von Ideologien auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, sowohl linke, als auch vermeintlich rechte – die aber nur nationalistisch, also auch in sehr engen Grenzen denken. Darin habe ich versagt! Heute wäre das kein Problem mehr aber mir ist einfach keine Lust vergangen, Erwachsenen die Nuckelflasche zu halten! Genauso wenig verspüre ich Lust, einem indoktrinierten Schülermob die Brust zu geben, weil sie nicht gelernt haben eigene Schlüsse zu ziehen. Es ist Endzeitstimmung und jeder kann am eigenen Leib erleben, wer Recht behält – was mir übrigens ebenso scheißegal ist! Wenn jetzt die größten ideologischen Barrieren überwunden sind – oder auch nicht – kann die Aufmerksamkeit wieder auf die deutsche Wiedervereinigung, oder das, was damit gemeint ist, gelenkt werden.

Eigenartigerweise wusste die Qualitätslügenpresse sofort, wie der Hase läuft, denn sie hat schon kurz nach dem Mauerfall, ostdeutsche Ressentiments in die Welt posaunt. Mit den ohnehin seit Jahren gepflegten Ressentiments gegen die damalige UDSSR (heute Putin) war das für den „fleißigen“ Westdeutschen, wie Butter bei die Fische. Die Ossis waren doof, faul, konnten nichts und wollten hundert Taler haben. So, der Grundtenor im westdeutschen Präkariat. Ja, die Mauer fiel. Aber eben nur physisch. Psychisch wurde sie höher denn je gebaut und niemand konnte sie bisher überwinden – es sei denn, man verleugnete sich selbst! Mit einer Terrorbande namens Antifa als Stimmungsmacher an der Seite, wurde im Westen des Landes gegen die eigenen Landsleute gehetzt und ich hege berechtigte Zweifel, dass es heute anders ist. Dieses Ablenkungsmanöver war einst Mittel zum Zweck, doch es wirkt noch heute sehr nachhaltig. Aber warum überhaupt ein so perfides Ablenkungsmanöver?

Um das herauszufinden muss man dem Weg des Geldes folgen. Bei Geld hört bekanntlich jede Freundschaft auf und erst recht, wenn sie ausschließlich auf Geld gegründet wurde. Dieses Geld hat einige wenige in der Politkaste zu einem unverhofften Vorteil verholfen und manchem zu sehr viel Reichtum. Laut Vertrag mit ihren Bürgern stand diesen Korrupten zwar nichts zu aber das hat die Bande schon damals nicht interessiert. Kohl’s Schultern waren breit und er selbst einfältig genug, um jeden Mist zu verbergen oder unter den Teppich zu kehren. Er selbst hat zwar auch davon partizipiert aber wäre er Mann’s genug, hätte er den Laden auffliegen lassen – sorry Helmut, aber es ist so und Hannelore, Gott!, sei ihrer einfachen, lichtkranken Seele gnädig, wusste das auch.

Derweil wälzte sich das Aas im Aas – aber im Hintergrund wurden bereits Fäden gesponnen. Polens Establishment bekam kalte Füße, nicht Walesa, das war der Lutz Bachmann seiner Zeit, sondern die Kaste im Background. Es wurde ernst und eine Hoffnung musste sterben, bevor sie geboren wurde. Ja, liebe Mitbürger und innen, im Wiedervereinigungs-Suff habt ihr, zumindest der größte Teil von euch, einen beachtlichen Teil der Geschichte, eure Familien, buchstäblich vergessen lassen. Seit dem war jedem Blinden klar das, wer sich selbst vergessen hat, auch alles Andere vergaß. Nicht so die Ostdeutschen, denen ein Herr mit buschigen Augenbrauen einst die Heimkehr zusicherte – das war der Standpunkt seiner Partei. Übrigens der Schwesterpartei, die einen späteren Rollstuhlfahrer als Finanzminister engagierte – der aber auch vor dem vergessenen Teil Deutscher stand und das gegebene Versprechen, des Herrn mit den buschigen Augenbrauen brach. Hat irgend jemand auch nur den Hauch einer Ahnung, wie sich ausgestoßene Menschen, noch dazu vom eigenen Volk Ausgestoßene, fühlen? Trinken Sie deswegen, Herr Schäuble? Nichts für ungut aber so viel Alk, um diesen Kummerberg zu ersäufen, gibt es nicht!

Es gab außenpolitische Zugeständnisse die, nur in dieser Zeit, in der Zeit der Volltrunkenheit eines geschundenen Völkchens, machbar waren. Kaum jemand ist sich darüber bewusst, dass mit dem Mauerfall längst vergessene Feindschaften zutage kamen. Üble Verträge wurden geschlossen und viel Geld investiert, um diesen Schandfleck aus dem Gedächtnis zu löschen. Aber danach ging die Party erst richtig los. Es galt eine fette Sau zu schlachten und deren Name war, DDR. Mir ist sehr wohl klar, was das bedeutet aber der Leser muss sich an dieser Stelle der gleichen Suggestion unterwerfen. Stell dir vor du bist pleite und auf einmal bekommst du ein ganzes Land, all inklusive geschenkt… Wenn jetzt kein Milliarden-Taler-Film durch deinen Kopf läuft, hast du einiges in Sachen Kapitalismus nachzuholen. Die Sau war jedenfalls fett – 600 Mrd. fett. Eine gut gerundete, fette Sau also. Aber warum schlachten? Schächten war der langfristig gedachte Ansatz und er gilt bis heute. Die Sau wurde nicht zerlegt, sondern am Haken hängend aufgeteilt und angestochen. Gerade soviel wie es braucht, um langsam auszubluten – und es tropft immernoch. Mein verborgener Vorwurf gilt an dieser Stelle nicht allen Westdeutschen nur denen, die es noch nicht geschnallt haben!

Die Region zwischen Elbe und Harz, bis zur Oder/Neiße, wurde nicht nur vom Westen assimiliert, sondern auch in eine wirtschaftliche Brachlandschaft verwandelt. Den „armen“ Westbürgern wurde diese Party als Totalverlust mit Auflagen verkauft – zum doppelten Preis übrigens was, der Stimmung im Lande genauso zuträglich war wie, eine Nazikeule auf Protestler heute. Die Bürger im östlichen Teil der BRD zahlen noch heute mit Einbußen, die einen Solibeitrag geradezu kümmerlich dagegen erscheinen lassen. Und während im Westen bald jedes Dorf einen eigenen Industriestandort besitzt, der nach Osten liefert, macht der Ossi auch weiterhin den Bezahler – für Produkte aus dem Westen und einem Zuwachs der Einkommenssteuer, am Firmensitz. Im Umkehrschluss bedeutet das, beide Teile eines „wiedervereinigten“ Landes werden verkackeiert, die einen mehr, andere weniger – und niemand scheint das zu bemerken. Das ist… boah!

Die Seifenoper endet erst einmal hier. Es ging ja auch weniger um eine korrekte Ausarbeitung mit Namen und Anschrift der üblichen Verdächtigen, deren Untaten und Schweinereien, dafür mehr um eine zeitgeschichtliche Erzählung. Mich nervt es halt, wenn noch immer Ressentiments gepflegt werden, obwohl die Dinge schon längst klar sein sollten. Der Interessierte kann ein wenig nachbohren. Die Fakten liegen auf der Hand und Internet gibt es auch noch. Um alle Einzelheiten dieses kapitalen Fischzuges näher zu erläutern bräuchte man aber vermutlich ein Internet allein.

MfG
Wanderer

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Ein Gedanke zu „Eine Seifenoper namens Wiedervereinigung

  1. Exzellente Beschreibung. Für diejenigen, welche die einzelnen Steinchen, aber noch nicht das ganze Bild sahen, eine perfekte Zusammenfassung. Diejenigen, die es jetzt nicht kapieren, werden es nie und wollen es nicht.

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