Griechenland/Russland – EU Schattenspiel über doppelte Bande

Es wird mal wieder eine Sau durchs Dorf getrieben. Diesmal heißt sie Syriza. Die Diskussionen um deren Positionierung sind an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Auch die Syriza ist nur Teil eines bereits sterbenden Systems und es ist völlig egal, welche Positionen von ihr oder ihren momentanen „Gegengenspielern“ vertreten werden. Dieser „Kampf“ ist und bleibt ein Schattenspiel innerhalb der Systemgrenzen. Bemerkenswert ist allemal, dass diese Partei linke Standpunkte vertritt und wenn eine Syriza in Griechenland der gleichen Ideologie folgt, wie auch „die Linke“ in der BRD, dann ist es eine Sozialistische – mit dem Schwerpunkt auf Umverteilung.

Deren Politik, eigentlich ein Erpressungsversuch, nervt sogenannte Anleger ebenso wie die EZB, die auch nichts anderes als Erpresser sind. Da aber alle im selben Boot sitzen und ohne dieses System ihre Existenzberechtigung verlieren würden spielt man gemeinsam ein Spiel, dem die Bevölkerung als zahlender Zuschauer beiwohnen darf. Damit wird von den eigentlichen Problemen abgelenkt, nämlich, dass dieses System nicht mehr zu halten ist. Ob Schuldenschnitt hin oder her, wenn das (Bei)Spiel Schule macht, werden wahrscheinlich alle Pleitekandidaten die Hosen runter lassen. Den Letzten beißen dann bekanntlich die Hunde und es ist nicht allzu schwer zu erraten, welcher Hosenanzug das sein wird.

Eine Währungsreform wird daran auch nichts ändern denn, die Verbindlichkeiten bleiben und von einem globalen Schuldenschnitt träumt nur, wer noch tief und traumerfüllt schläft. Bemerkenswert ist allenfalls das allgemeine Unverständnis über die Ursachen einer ganz offensichtliche Situation, die aufgrund eines fehlerhaften Systems ins Unvermeidbare abzugleiten droht. Gewinner und Verlierer dieses Monopoly Spiels stehen bereits fest! Danach wird ein neues Spiel zu den alten Konditionen gestartet, bei dem aber die Zeiger von Anfang an auf fünf vor zwölf stehen.

Ein ähnliches Schattenspiel betreibt die EU ein Stück weiter östlich – mit Merkel (den Deutschen) als Speerspitze. Jeder halbwegs Begabte kann die möglichen Folgen abschätzen. Außer Merkel. Was sagt das über ihre Begabung aus? Momentan wird wieder mal ein Friedensplan „vermittelt“, der aber lediglich die Folge einer Pleite ist – der ukrainischen Pleite. Ohne Moos nix los, also auch kein Stellvertreterkrieg im Namen des Schokoladenwaffen-Königs. Der Friedensplan ist aber auch nur eine Hinhaltetaktik. Von vorn wird Putin das Kinn gekrault und als Ausgleich gibt es kräftig auf den Hintern – mit erneuten Sanktionsdrohungen.

Die europäische Botschaft an Russland ist eindeutig. Im Namen des Imperators, unterwerft euch! Der Imperator denkt zwar anders darüber, hält aber dem Äffchen noch brav das Händchen. Immerhin müssen die „gleichwertigen“ „Partner“ noch mit einem geheimen TTIP beglückt werden, während die geplante Verschärfung der Santionen auch nur europäische Unternehmen betreffen. Beides kann der US Wirtschaft nur recht sein. Und da Putin erfolgreich der schwarzen Peter untergeschmuggelt wurde, steht den Exporten von US Waffen an das Bauernopfer auch nichts mehr im Wege. Die müssten zwar wieder mal von EU Krediten bezahlt werden aber als Ausgleich für die europäischen Verluste, bekommt der Imperator ein einträgliches Geschäft frei Haus geliefert.

UPDATE:
Das Dementi lauert überall.
Die Bundesregierung hat einen Zeitungsbericht über einen Friedensplan von Deutschland und Frankreich für die Ukraine dementiert.

MfG
Wanderer

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4 Gedanken zu „Griechenland/Russland – EU Schattenspiel über doppelte Bande

  1. Oder dachten Sie mit Feld umgraben würde man Geld verdienen.

    ein brillianter Film über die Absurdität
    unseres mit Geld aus dem NICHTS Systems.
    http://www.arte.tv/guide/de/048762-000/staatsschulden-system-ausser-kontrolle
    wird am 19.Feb.8:55 noch mal ausgestrahlt.

    Warum sollte sich dieses absurde System nicht weiter ausdehnen wie das Weltall mit virtuellen Krediten. Wir dulden es oder dulden es nicht.
    100% der Menschheit sind damit versklavt es sei —- denn Waren sind mehr Wert als bunte Zettel.

    Viel Erfolg dem griechischen Finanzminister, wenn das ja nur geschaffen wird!
    Wie bei der Bankenkrise übers WE.

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