Frieden und Kapitalismus – ein paradoxes Paradoxon

Frieden hört sich nett an, klingt auch vernünftig. Aber das war es dann auch schon. Die Friedensbewegung wurde einst von den Alt-Linken ins Leben gerufen und galt somit als linke Domäne schlechthin. Linke, das sind die sozialistischen Genossen, brachten mit dieser Bewegung den durchaus berechtigten Gegenpol zum kapitalistischen Prinzip auf die Welt. Doch wo eine Forderung nach Frieden drauf steht, muss auch Frieden drin sein – was nach den vergangenen Aktionen dieser „Genossen“ wohl auszuschließen ist. Somit bliebe eine rein hypothetische Frage: Wie soll Frieden innerhalb eines kapitalistischen Wirtschaftssystems aufrechterhalten werden, zumal der Hegemon USA den größten Teil seines BIP durch den MIK (Militärisch Industriellen Komplex) generiert? Machen wir uns bewusst, dass jeder Marktteilnehmer Wachstum generieren muss, um Gewinne zu erzielen und der Geldentwertung entgegen zu wirken, dann haben wir bereits eine tickende Zeitbombe. Allein diese Tatsache führt die Vorstellung von einem dauerhaften Frieden ab absurdum.

Aber auch ein genauerer Blick auf den „Markt“ offenbart gegenläufige Prinzipien. Alle Märkte sind unter ein paar wenigen Konglomeraten aufgeteilt und auch die müssen weiter expandieren. Bislang konnten Konzerne und Unternehmensgruppen durch Übernahme vom Markt genommen bzw. in die eigenen Strukturen eingebettet werden. Aber wo nichts mehr zu holen ist, kann auch nichts übernommen werden. Ein logischer Schluss ist daher die Ausdehnung auf fremde Territorien sowie die Einverleibung vorhandener Ressourcen und die Aufteilung der neu gewonnenen Marktanteile. Auf einem begrenzten Raum mit ebenso begrenzten Ressourcen und Märkten ist also ein Ende absehbar. Bar dieser Tatsachen mit Friedensforderungen anfangen zu wollen, ist viel zu kurz gedacht – um nicht zu sagen, überhaupt nicht gedacht.

Frieden ist unbestreitbar das kostbarste Gut zwischen den Völkern aber für eine friedliche Koexistenz braucht es schon ein gänzlich anderes System, als diese ausgetretenen *Ismen. Welcher Wert partnerschaftlichen Verträgen im Kapitalismus beizumessen ist hat uns Merkel gezeigt, als sie die freundschaftlichen Beziehungen mit Russland in ihr Gegenteil verkehrte. Dahinter verbirgt sich das gleiche, kranke, kapitalistische Prinzip eines Wachstumswahns und nicht, wie gern verkündet, eine Gefahr durch Russlands „Expansionsbestrebungen“.

Von den linken Friedensaktivisten stammte einst der Spruch: Bomben für den Frieden ist wie Ficken für die Jungfräulichkeit. Klingt zwar gut, ist aber schon im Ansatz falsch. Wir wissen, dass die Bomben niemals für Frieden oder Demokratie gefallen wurden, sondern weil es stets eine Notwendigkeit für die Globalplayer war. Diese Einsicht sollte eigentlich auch in den linken Kreisen gereift sein – eigentlich. Wir werden zwar (noch) nicht mit Bomben „befriedet“ aber von den gleichen Mächten, mit einer ähnlich verheerenden Heimsuchung beglückt. Mit einer links/grünen Weltanschauung im Kopf, kann das Ausmaß der Zerstörung nicht erfasst werden. Jetzt, aus einer politisch zerpflückten Basis heraus Veränderungen bewirken zu wollen, ist Wunschträumerei. Dafür bedarf es zuerst etwas, das seit Jahren und mit viel Aufwand zerstört wurde. Zu DDR Zeiten kannte man das noch – es nannte sich Einigkeit. Die letzte Chance darauf haben links verortete SA Banden, mit tatkräftiger Unterstützung durch grüne Parasiten zunichte gemacht, als sie im vorauseilenden Gehorsam den Wadenbeißer der Regierung spielen mussten.

MfG
Wanderer

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