Auch wenn’s Ärger gibt, das machen wir

Allem Anschein nach hat die Politkaste noch nicht genug Ärger produziert, jedenfalls noch nicht genug, damit es für einen Kehraus reicht. Aber wenn es etwas wie höhere Gerechtigkeit gibt, dann bekommen Hamburgs niedere Millionäre gerade zu spüren, dass auch sie nur zum prekären Stimmvieh gehören. Stein des Anstoßes ist ein geplantes Flüchtlingsheim in Hamburgs Nobelviertel Harvestehude. Per Gerichtsbeschluss haben die Anwohner zwar ein Baustop erzwingen können aber das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen. In der Klage berief man sich auf einen Bebauungsplan von 1955, der den Bau sozialer Einrichtungen in diesem Viertel ausschließt.

Das sich an solchen Beschlüssen unter anderem die horrenden Grundstückspreise orientieren, ist bei den Hamburger Sozis nebensächlich. Aber auch die Realitätsferne niederer Millionäre hat ihre Grenzen und wenn nicht, werden sie von einer Frau Nargess Eskandari-Grünberg eines Besseren belehrt, denn „Migration […] ist eine Tatsache, wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie woanders hinziehen.“ Ich weiß, man solle sich nicht über das „Leid“ anderer Leute lustig machen. Aber das Mitleid gegenüber einer selbstverliebten Schickeria hält sich bei bei mir in Grenzen.

Die Verweigerungshaltung der Harvestehuder wird im Mainstrem aber ganz anders dargestellt, als es zum Beispiel in Dresden der Fall ist. Was in Dresden als Nazi betitelt wird, nennt sich 500km weiter nördlich und um ein paar Millionen reicher, „besorgte Anwohner“. Druck bekommen diese besorgten Anwohner durch leistungslose Leistungsbezieher aus dem Milieu der Lehrer, Kirchenleute, Journalisten und mit Unterstützung der eigens gegründeten Bürgerinitiative „Flüchtlingshilfe Harvestehude“. Aber auch Nestbeschmutzer aus den eigenen Reihen machen den Bestands-Millionären das Leben schwer. In den kindlich-dümmlichen Vorstellungen einer Frau Hendrikje Blandow-Schlegel, klingt das in etwa so:

Ihre vielen Mitstreiter würden am liebsten sofort loslegen: mit der Übernahme von Patenschaften, mit der Sprachtherapie, mit dem gemeinsamen Malen und Singen, mit dem Basteln in der Fahrradwerkstatt, mit der Hausaufgabenhilfe für die Kinder.

Ich schlage dieser einfältigen Tusse einen Besuch in den Dresdner Flüchtlingsheimen vor. Dort kann sie sich, während sie noch mit Buntstiften und Notenheftchen nach armen, bedürftigen Kindern sucht, von den jungen, kräftigen Männern befummeln lassen – damit sie ein Gefühl für deren Verständnis von Nächstenliebe entwickelt. Danach wird sie den spontanen Auswurf ihres Parteigenossen und SPD-Regierungschef Scholz „Auch wenn’s Ärger gibt, das machen wir“, besser verstehen. Aber vielleicht wird diese Suppe gar nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird. Eine kleine Änderung in der Namensgebung der geplanten und vom Steuerzahler finanzierten Immobilie, könnte die erregten Gemüter besänftigen. Statt Flüchtlingsheim könnte es doch auch „Hotel zum flüchtigen Einwanderer“ heißen.

MfG
Wanderer

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4 Gedanken zu „Auch wenn’s Ärger gibt, das machen wir

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