Zivilisatorische Degeneration

Ein Blick in die ferne Geschichte, vor allem auf äußerst komplexe und immer noch rätselhafte Bauten aus jener Zeit gibt der Wissenschaft mehr Fragen auf, als sie beantworten könnte oder aber, zu beantworten bereit ist. Es existieren viele Theorien über deren Erbauer und die verwendeten Werkzeuge aber alle Erklärungen haben eines gemeinsam – sie sind nicht schlüssig. Ähnlich verhält es sich in den Naturwissenschaften, die mehr Theorien als Antworten vorzuweisen haben und stets auf Modelle angewiesen sind, die in der Regel alle einhundert Jahre als überholt gelten. Aber bis so ein Prozess abgeschlossen ist, fliegen in den Kreisen der Gelehrten auch mal die Fetzen, wenn erhitzte Gemüter über Ansichten streiten. Gerade die Diskussion um intelligentes Design, also die Annahme eines schöpferischen Grundprinzips hinter der Entstehung von Leben, lässt die Wellen der Empörung ganz besonders hoch schlagen.

Auf der einen Seite stehen die Gelehrten Vertreter des Darwinismus und auf der anderen die Gelehrten Vertreter von Intelligent Design (ID). Interessant an dieser Auseinandersetzung ist aber, dass es den Darwinisten gar nicht so sehr um Fakten, als mehr um Anfeindungen gegen die ID Gelehrten geht. In den USA ist für einen Wissenschaftler schon die Erwähnung von ID in der Öffentlichkeit ein Kündigungsgrund. Dahinter stehen Interessengruppen, die dermaßen hart gegen Abweichler vorgehen, dass allein schon deren Vorgehensweise einen Verdacht erregt. Hakt man bei den Darwinisten nach fällt auf, dass es in dieser Debatte eher darum geht ideologisch geprägte Fronten zu halten, als mit darwinistischen Argumenten zu punkten. Verwirrend ist aber auch, dass Darwinisten keinen Unterschied zwischen Kreationismus, also der Annahme eines Schöpfers und Intelligent Design machen. Das ist für sie eine Suppe. Kommt dir diese Haltung irgendwie bekannt vor? Sie folgt einem Muster das, je nach Schwerpunkt, in jeder Gesellschaftsschicht auftaucht, ganz unabhängig von Stand und Titeln. Ich komme noch darauf zurück.

Wir haben also ein Fenster in die ferne Vergangenheit und erblicken Dinge, die wir in letzter Konsequenz weder verstehen, noch zeitlich zuordnen können. Die Ergebnisse der Altertumsforschung muten eher abenteuerlich an und haben einen Hauch von Pipi Langstrumpf Mentalität – ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Das größte Problem dieser Wissenschaft ist das Zeitproblem. Eine genaue Datierung von Fundstücken vornehmen zu wollen, ist schon mit einigen Problemen verbunden und nicht ohne einen Konsens möglich. Von diesen Ergebnissen aber die Entwicklung der menschlichen Zivilisation abzuleiten und diese dann auf einem noch recht jungen Zeitstrahl abbilden zu wollen, hat mit empirischer Forschung sehr wenig bis gar nichts gemeinsam. Die Idee, dass schon mehrere humanoide Zivilisationen in unterschiedlichsten Zeitaltern existierten, scheint auch nicht gerade populär und somit auch keinen Gedanken wert zu sein. Und so passiert es, dass der Bau einer Pyramide einem Pharao zugeschrieben und daraus eine Geschichte gebastelt wird, die mehr Fülltext als Fakten enthält – obwohl schon eine oberflächliche Betrachtung der vorhandenen Fakten berechtigte Zweifel an dieser Darstellung wecken.

Erschwerend kommt hinzu, dass von den ohnehin raren Fakten, viele im Verborgenen gehalten werden und das verursacht wiederum Spannungen zwischen den Verfechtern anerkannter Theorien und den Forschern der nachrückenden Generationen. Der Darwinismus wirft auch in der Archäologie lange Schatten, der jegliche Zweifel an der etablierten Geschichtsschreibung aus der Zeit der ersten Hochkulturen ins Dunkle zu hüllen versucht. Die Ägyptologen tun sich dabei besonders schwer und ich wage zu behaupten, dass auf kaum einem anderen Forschungsgebiet mehr Dogmen und Verschleierungen anzutreffen sind. Forscher mit abweichenden Erkenntnissen und neuen Theorien werden regelrecht von den Platzhirschen „verbissen“. Ein tieferer Blick auf die Art und Weise der geführten Auseinandersetzungen offenbart wieder das bereits bekannte Muster. Zufall? Was ist, wenn eine Absicht dahinter steckt? Was, wenn sich herausstellen sollte, dass es sich dabei um die gleiche Quelle handelt, die schon andere Zivilisationen vor unserer, nach den gleichen Prinzipien hat untergehen lassen? Zweifellos sind die Spuren einstiger Hochkulturen auf der ganzen Welt zu finden aber es ist weder geklärt woher sie kamen, wann und warum sie wirklich verschwanden. Diese Hochkulturen verschwanden, als sie auf einem technisch sehr hohen Niveau waren. Wir wären heute nicht annähernd in der Lage, einen Monumentalbau wie die Gezeh Pyramide zu errichten – wir können es einfach nicht.

Was nicht heißen soll, dass wir keinen hohen Entwicklungsstand erreicht haben. Der Unsere scheint anders geartet, weniger auf Dauer, als mehr auf Geschwindigkeit und Oberflächlichkeit ausgelegt. Es fehlt an Feinheiten, an natürlichen Bezügen und kosmischem Verständnis. Wenn zum Beispiel über die Maya berichtet wird assoziieren wir dieses Volk mit Ureinwohnern im Kanibalen-Look. Und diese sollen in der Lage gewesen sein einen Kalender zu entwickeln, der präziser als ein Schweizer Uhrwerk und noch dazu für Zeiträume ausgelegt ist, die wir bis vor kurzem noch nicht einmal in Zahlen ausdrücken konnten – ohne einen entsprechenden Fortschritt in Technik, Wissenschaften und somit ohne Präzisionswerkzeuge, Materialkunde etc. erreicht zu haben? Ist das noch Wissenschaft oder schon Religion?

Schon bei dieser oberflächlichen Betrachtung bekommt man den Eindruck, dass entweder wesentliche Fakten vorenthalten werden bzw. andere Forschungsansätze zwar bekannt, aber nicht erwünscht sind. Aber wir können stattdessen auf die entdeckten Muster zurück greifen und uns den dahinter vermuteten Prinzipien nähern. Dadurch erhalten wir zwar keine neuen Erkenntnisse über das Altertum aber wir können Vergleiche ziehen und diese, mit unserem Entwicklungsstand abgleichen. Die Entwicklungsgeschichte mit dem Darwinismus erklären zu wollen ist schon sehr gewagt. Wenn es sich um Selektion und Mutation handelt sind auf dieser Betrachtungsebene durchaus Prozesse zu beobachten, die zwar reproduzierbar sind, aber eine allgemeine Übertragung auf die gesamte Entwicklung nicht zulassen. Es gibt einfach zu viele Abweichungen und Einbahnstraßen, um ein in sich geschlossenen Gesamtbild zu erhalten. Schon die Urknalltheorie wirkt abenteuerlich, um nicht zu sagen absurd. Die Entwicklung des Lebens aber auf eine Ursuppentheorie zu reduzieren, in der sich per Zufall das Leben entwickelt haben soll klingt so schräg, dass man sich ernsthaft fragen muss, ob es sich bei dieser Art der Wissenschaft nicht doch schon um eine pervertierte Form von religiösem Fanatismus handelt.

Die letzte Frage hinsichtlich diesen Wissenschaftszweiges wird nicht die Frage nach der Entstehung des Universums und des Leben sein, sondern die Frage nach der Herkunft der nötigen Informationen. Es muss sich dabei um einen gewaltigen Datenstrom handeln, denn immerhin entstand und entsteht Leben nicht kausal/sequenziell sondern stets gleichzeitig und, wenn man einen komplexeren Organismus als Beispiel nimmt, immer in harmonischer Perfektion und Präzision mit allen dafür nötigen Bauteilen und sogar den notwendigen, mikrobiologischen Elementen in ebensolcher Perfektion. Leben beginnt also immer dann, wenn die Voraussetzungen dafür vorhanden sind. Spätestens seit Pasteur ist bekannt, dass Leben nur aus Leben entstehen kann aber statt an diesem Punkt anzusetzen, ergießt sich die Wissenschaft in Spekulationen und noch viel wilderen Theorien, als den Befürwortern von Intelligent Design anhand der Faktenlage zugestanden wird. Um die Problematik in einem Sinnbild zu erfassen sei an einen Computer erinnert, der zwar auch aus sehr vielen, komplexen und hoch integrierten Bauteilen besteht aber ohne ein Betriebssystem als Basis für die Informationsverarbeitung, keinerlei Funktionen als die eines Staubfängers besitzt.

Aber ich schweife schon wieder ab. Wir haben also bestimmte, sich wiederholende Muster, die wiederum auf bestimmten Prinzipien zu ruhen scheinen. Wir haben Unmengen an Informationen, sehen aber weder einen Datenfluss, noch dessen Quelle. Aber fast unbemerkt hat sich auch ein Prinzip eingeschlichen, dass Fortschritt und Entwicklung auf eine höhere Stufe regelrecht zu hemmen scheint. Man ist fast versucht zu meinen, dass wir uns stets vollendeten Tatsachen gegenüber sehen und ihnen hilf- und ratlos ausgeliefert sind. Liegt da nicht der Verdacht auf die Existenz einer destruktiven Entität nahe? Ein reines, selbsttätig aktiv werdendes, destruktives Prinzip kann nicht ganz ausgeschlossen werden, obgleich es überall dann zutage tritt, wo die Grenzen der Polarität überschritten werden können. Aber obwohl in nahezu allen Bereichen des Leben und in jeder Gesellschaftsschicht zu beobachten, sind die Impulsgeber für Auseinandersetzungen, für Streit, Dogmen und Ideologien und dergleichen nicht genau auszumachen – auch wenn es oftmals den Anschein haben mag. Je tiefer die Wissenschaft in die Materie vordringt, je höher der technische Entwicklungsstandard, um so anfälliger für Auseinandersetzungen scheint sowohl die Wissenschaft als auch die Gesellschaft zu werden. Mit jedem Entwicklungsschritt wird offenbar, dass gemäß der Polarität zeitgleich Effekte ausgelöst werden, die ich als geistige Degeneration bezeichnen möchte. Sie scheint sich vertikal durch alle Gesellschaftsschichten zu ziehen. An der Spitze dieser Hierarchie ausgelöst, sind die Effekte ungleich größer, als an der Basis der Gesellschaft.

Ein Blick auf die Apple-Generation und ihrer geistigen Reife verdeutlicht, dass kein Zusammenhang mit der technischen Entwicklung unserer Zeit zu bestehen scheint außer dem, dass diese Generation in der Lage ist, sich diverser technischer Hilfsmittel zu bedienen. Das degenerative Prinzip wirkt aber trotzdem, wenngleich auf einer anderen Ebene. Diese jungen Leute lassen sich bei Bedarf ohne größeren Aufwand und nur aufgrund abweichender Ansichten, gegen die Generation der Erfinder und Hersteller ihrer Lieblingstechnik aufbringen. Das Gleiche Prinzip erleben wir, wie weiter oben beschrieben, in der Wissenschaft, in der Politik, in der Wirtschaft, den Religionen und ganz besonders deutlich, in der Hochfinanz. Erstaunlich aber ist, je höher in der Hierarchie wir kommen, um so verheerender wirken sich deren Auseinandersetzungen auf tiefer liegende Hierarchieebenen aus. Spätestens an diesem Punkt muss eine destruktive Entität (wenigstens) angenommen werden.

Die Kreise in den oberen Hierarchien bilden nach ihrer Selbstsicht, die Krone der Schöpfung. Von ihnen kann, wie in jeder niedrigeren Schicht auch, ein destruktives Prinzip angeregt werden. Ohne von Grund auf böswillige Absichten unterstellen zu wollen wirken sich die Effekte sowohl potenzierend als auch vertikal auf allen Hierarchieebenen aus. Legen wir anhand eines Beispiels einen Faktor von 10 zugrunde und nehmen 10 Hierarchieebenen, so bewirkt der Aufschaukelungseffekt ein Ergebnis von 1010 in der untersten Hierarchieebene. Übertragen wir dieses Modell auf unser Wirtschafts- Gesellschafts- und Finanzsystem löst das Wachstumsprinzip, angeregt in der obersten Hierarchie, einen Krieg auf der untersten Stufe der Hierarchie aus. Das gleiche Wachstumsprinzip auf einer viel tieferen Hierarchieebene wirkt weit weniger destruktiv. Man könnte also die These aufstellen, dass ein Effekt um so größer wirkt, je höher die Quelle in der Hierarchie ist. Mit ein wenig guten Willen könnte diese These sogar falsifiziert werden, indem ein konstruktiver Effekt in der obersten Hierarchie ausgelöst wird. Er müsste sich dann nach den gleichen Prinzipien richten und über alle Hierarchieebenen hinweg spürbar sein.

Das eigentliche Problem in einer polaren Welt ist aber der Grad der zivilisatorischen Degeneration. Er richtet sich nach den Prinzipien des etablierten Gesellschafts- Wirtschafts- und Finanzsystems. So gesehen ist eine friedvolle und dennoch hoch entwickelte Zivilisation nur möglich, wenn ein Gesamtsystem mit konstruktiven Prinzipien die Basis dafür bildet. Anders ist Entstehung und auch Entwicklung nicht möglich. Daraus könnte folgende Schlussfolgerung gezogen werden: Wäre das Universum, wie nach der gängigen Lehrmeinung durch einen Urknall entstanden, gäbe es heute nichts als Trümmer und einen verwüsteten, toten Raum. Es ist also nur eine Frage der Sicht- und Herangehensweise, die sowohl wissenschaftliches als auch gesellschaftliches Vorankommen grundlegend verändern könnte. Aber der Effekt kann und muss von den Stadthaltern auf der obersten Hierarchieebene ausgelöst werden. Jegliche Verweigerungshaltung aber auch Uneinsichtigkeit bzw. Unreife in diesen Kreisen bringt unsere Zivilisation näher an den Abgrund – durch einen hohen Grad an zivilisatorischer Degeneration.

MfG
Wanderer

Das folgende Video ist in der BRD nur über einen Youtube-Proxy zu sehen.

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8 Gedanken zu „Zivilisatorische Degeneration

      • Grüsse von Geistes zurück (mein Herz ist tot, drum geht nicht mehr).

        Übrigens gute Doku-Empfehlung. In der Schweiz läuft der astrein auch ohne Proxy. Hab auch die englische Originalfassung. Findet sich glaub auch auf Zensurtube.

        Und noch ne kleine Anekdote zu den Pyramiden: Kennst Du das vor einigen Jahrzehnten gefunden, ca. 10000-jährige Pyramidenartefakt aus Ecuador schon?

        • Dieses „Artefakt“ sieht eher nach einem Artefake aus. Es ist viel zu grob gearbeitet und macht auf mich den Eindruck einer Schraubendreherkunst. Die Originale sind viel feiner und Detailgetreuer und auch in Hochrelief gearbeitet. Das da ist ja nur reingekratzt. Die „Pyramide“ mit Halb-Stein’scher Überdeckung zu zeichnen erinnert an eine sehr kindliche Vorstellung eines Mauerwerkes aus der Gegenwart. Solche Mauerverbände verwendete man damals gar nicht. Diese Symbole kommen mir auch eher spanisch, als alles Andere vor.

          …und noch einiges Andere mehr.

          MfG

          • Nun, mag sein, dass ich das falsche Bild (das erstbeste bei kurzer Suche) auswählte, doch dieses Artefakt gibt es offenbar tatsächlich; und nicht nur dieses.
            Kam noch nicht dazu, das im Detail zu verifizieren, aber es gibt an den verschiedensten Orten der Erde ganz ungewöhnliche Artefaktfunde, von denen man kaum je hört, und wo dann immer gern sehr vorschnell Fake geschrien wird (teils zurecht, teils zu unrecht, um Geheiminfos weiter unter dem Deckel zu halten), zudem auch einiges an Material, und Dona scheint auf den ersten Blick auch integer zu sein.
            https://www.youtube.com/results?search_query=Klaus+Dona+pyramide
            Hab zur Zeit aber keine Lust mich durch Details zu buddeln.

            LG

          • Schau dir mal bei Gelegenheit das hier an.

            Mit solchen Hinweisen kann man recht schnell zwischen Original und Fälschungen unterscheiden.

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