Auf zu neuen Ufern!

Das unser Finanz- und Wirtschaftssystem immer fragiler wird und gleichzeitig immer zerstörerischer auf Gesellschaft und Umwelt wirkt, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Sowohl Kapitalismus als auch Sozialismus erweisen sich in ihrer Endphase als zersetzende, zentralistische Systeme, deren Fundamente auf lebensfeindlichen Prinzipien bauen. Beide Wirtschaftssysteme kommen weder ohne die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, noch ohne den verantwortungslosen Raubbau an der Natur aus. Sie beruhen auf Ideen aus dem vorletzten Jahrhundert und gehen, wie übrigens auch die Ökonomen heute noch, von unendlichen Ressourcen aus. Von Umweltzerstörung und giftigen, atomaren Abfällen hat anno dazumal noch niemand etwas geahnt und ebenso wenig, von den heute etablierten Finanz-Werkzeugen, die ganze Kontinente in den Ruin treiben und bei Bedarf, auch mal einen Krieg vom Zaun brechen.

Diese Systeme sind schon lange nicht mehr zeitgemäß und wirken destruktiv auf die Gesellschaft. Aber der größte Fehlgriff war die Einführung eines Gesellschaftssystems, das schon im Altertum versagte – die Demokratie. Der Gedanke an solch ein Gesellschaftssystem mag bei einem Wechsel aus der Monarchie vernünftig gewesen sein. Unschwer ist zu erkennen, dass dieses Menschen-Verwaltungs-System seit dem Jahrtausendwechsel komplett umgestaltet wurde und nur noch dem Namen nach etwas benennt, was es nicht (mehr) gibt. Die Demokratie wurde rechtlich abgeschafft, wird aber aus ideologischen Gründen mit rudimentär belassenen, basis-demokratischen Stilmitteln aufrecht erhalten – eine recht erbärmliche Leistung für die zivilisierten Menschheit.

Aber in jeder Zeit gibt es kluge Vordenker die Probleme erkennen und auch nach Lösungen streben. Prof. Franz Hörmann ist einer von ihnen, ein Visionär obendrein – und er besitzt fachliche Kompetenz. Seine Vorstellungen eines funktionierenden und fortschrittlichen Systems fußt auf dem Gedanken der Kooperation und in der Übergangsphase, auf einem virtuellen Leistungsgeld, dass er Infomoney nennt. Überwindet man die innerliche Ablehnung gegen alles Neue und befasst sich eingehender mit dieser Idee, eröffnen sich damit schier ungeahnte Möglichkeiten für die Menschheit. In kleingeistig gehaltenen Denkstrukturen lässt sich aber nicht über den Tellerrand blicken und schwer wiegt auch die Verlustangst bei den Protagonisten des bestehenden Systems.

Als anno 89 die Menschen auf die Straße gingen, dann, weil sie des Systems und seiner selbstgefälligen Politkaste überdrüssig waren. Das sollte eigentlich auch heute so sein. Als ich einst Gründe nannte, warum ich die *GIDA’s unterstütze (nicht die Orga-Teams oder deren Intentionen), dann ist die, im folgenden Vortrag von Prof. Hörmann geschilderte, Vision eines neuen Gesellschaftssystems, der Grund dafür. Mögen viele *GIDAner erkennen aber erst recht die verführte Masse der Gegendemonstranten, dass es keinen anderen Grund für eine Massenbewegung geben kann. Es gilt, den Selbstbetrug über dieses vermeintlich perfekte Wirtschafts- Finanz- und Gesellschaftssystem zu überwinden – jeder kann erkennen, dass dieses Konstrukt lebensfeindlich ist.

MfG
Wanderer

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5 Gedanken zu „Auf zu neuen Ufern!

  1. Welches sind die lebensfeindlichen Prinzipien des Sozialismus?
    Wann hat es denn im Westen jemals „Demokratie“ gegeben – außer in Friesland – dass sie überhaupt kritisiert werden könnte? Wurden damit jemals Erfahrungen gemacht, die sich empirisch belegen lassen?
    Ich habe ja den Familiennamen „Löding“ erhalten und es hat recht lange gebraucht – 30 Jahre, bis ich herausfand, wo dieser Name herkommt und welche Bedeutung er hat. „ding“ kommt von „Thing“, was bei den europäischen Völkern und den später hier eingewanderten Völkern eine „Ratsversammlung“ war; gemeinsam mit diesem wohl „recht bedeutsamen Wort“ und der Germania des Tacitus (selbstverständlich durch die „Brille“ eines Römers geschrieben): lässt dies den Schluss zu, dass Menschen in Demokratien lebten, bevor der Todeskult die hier lebenden Völker vor 1400 Jahren anfing zu überfallen und zu versklaven und sein eigenes System den Völkern Europas mit brutaler Gewalt oktroyierte. …

    • Sozialismus ist zum einen zentralistisch, was Machtmissbrauch schon begünstigt und schließlich in einem diktatorisch regiertem Sozialstaat endet. Aber auch die Verteilungsfrage wird im Sozialismus ähnlich geregelt, wie im Kapitalismus – durch Verknappung. Nicht durch das Geld, sondern die Güter. Ein rein sozialistischer Staat, wie einst die DDR steht und fällt mit der vorherrschenden Ideologie und diese kann niemals Grundlage für einen funktionierenden Staat sein. Das der Demokratiebegriff ein Witz ist, wissen wir beide nur zu gut.

      MfG

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