Jedem Ende folgt ein Anfang

Ohne dieses Prinzip wäre Leben undenkbar. Nur allzu leichtfertig nehmen wir den ewigen Zyklus hin ohne auf die Chancen zu achten, die Bestandteil jedes Anfangs sind und ohne die Erfahrungen aus der Vergangenheit aufgearbeitet zu haben. Bei rechtem Licht betrachtet ist ein Menschenleben viel zu kurz, um das Potential dieser Chancen in seiner Vielfalt und Qualität erfassen zu können und doch lassen wir uns immer wieder zu kleinlichen Betrachtungsweisen und in deren Folge zur Verschwendung von Lebenszeit – und schlimmeren – hinreißen. Das kommt nicht von ungefähr. Leben, wie wir es begreifen, wird stets linear und in kausalen Zusammenhängen gelehrt, betrachtet und begriffen. Das dieser Ansatz völlig falsch sein könnte, kommt kaum jemandem in den Sinn. Wie falsch, kann aber erst verstanden werden, wenn Alternativen erwogen, eingehend betrachtet, ausprobiert und somit auch „erfahren“ werden können. Diese Wahlmöglichkeit kann nicht nur nicht in Anspruch genommen werden, sie existiert für uns schlichtweg nicht, denn schon der Gedanke daran liegt außerhalb unserer Wahrnehmung.

Woran das wohl liegen mag…? Die Gründe dafür sind wohl bekannt. Sie umgeben, formen und halten uns tagaus tagein auf einem geistigen Niveau, das dessen Entwicklung nicht gerade begünstigt. Durch Ablenkung vom Wesentlichen, werden die Möglichkeiten dem Betrachter entzogen und wer doch über den Tellerrand blickt und die Möglichkeiten kommuniziert, wird oft als Ketzer verrufen und von system-treuen Kleingeistern gebrochen. Aber Talente kommen nicht von ungefähr, sie sind Gaben. Wie deprimierend die Erfahrung für einen talentierten Menschen sein muss, an den Dogmen untalentierter „Gelehrter“ zu scheitern und obendrein mit Spott und Hohn überhäuft zu werden, ist für einen assimilierten System-Menschen kaum vorstellbar. Gäbe es diese künstlich geschaffenen, von Ehrgeiz als auch Stolz errichteten und gehaltenen Barrieren nicht, wäre die Entwicklung der Menschheit viel weiter fortgeschritten und auch der technische Entwicklungsstand, um ein vielfaches höher als heute.

Diese Möglichkeiten sind nicht verloren, sie brauchen lediglich ihre Chance. Und diese Chancen finden sich im Anfang, also erst nach einem Ende – dem wir uns bereits gegenüber sehen. Ein Wermutstropfen bleib allerdings. Bevor diese Chancen ergriffen werden können braucht es ein Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, das genügend Raum für diesen Entwicklungsschritt bereit hält, als auch genügend Menschen, denen an einer Weiterentwicklung liegt. Voraussetzung dafür ist der Sieg über das Establishment – die Sklavenhalter der Menschheit. Dieser Schritt erfordert Mut. Mut wird aus Hoffnung geschöpft und die Hoffnung stirbt erst mit dem letzten Menschen. Wir aber sind viele.

Nicht vom (Ehr)Geiz sollten wir erfüllt sein, sondern vom Geiste. Das ist unsere, sträflich vernachlässigte Bestimmung.

MfG
Wanderer

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