Widerstand zwecklos – sie werden assimiliert

Wenn dich ein ungutes Gefühl beschleicht, ist besondere Achtsamkeit an den Tag zu legen. Aus der jüngsten Geschichte wissen wir nur zu gut, wie es um das Paarungsverhalten von Parteien bestimmt ist und wie schnell aus ohnehin schon faulen Kompromissen politisch korrekter Konsens wird. Das ist ähnlich wie bei Zwangshochzeiten, wovon die bucklige Verwandtschaft am meisten partizipiert und die in weiss gehüllte Jungfrau als künftiges Missbrauchsopfer gefeiert wird. Dieses Gefühl überkam mich, als eine Meldung über Dialogbereitschaft/Sondierungsgespräche zwischen PEGIDA und AfD über den Ticker kam. Mir ist nicht bekannt, in wie weit das Orga-Team von PEGIDA das politische Handwerk beherrscht aber man möge es mir nachsehen, wenn ich solch ein Treffen als Anfang vom Ende sehe. Immerhin hat die AfD einige politische Schwergewichte in ihren Reihen und seien wir mal ehrlich zu uns selbst, was hat Politik in den letzten 25 Jahren angerichtet!?

Schon der Ansatz ist m.M.n. falsch. Was soll denn solch eine Sondierung bzw. Annäherung bewirken? Das System ist vollständig entartet und das politische Gehabe ist nichts anderes als ein Gedränge um einen kleiner werdenden Futternapf. Die Zeichen der Zeit weisen eindeutig in eine andere Richtung. Das kann man doch nicht ignorieren! Oder etwa doch? Man stelle sich einmal vor das Merkels unchristliche Union diesen Annäherungsversuch gewagt hätte, was übrigens gar nicht so abwegig ist, wenn man die Wurzeln der AfD genauer betrachtet. Was würde dabei wohl heraus kommen? Mit Parteien anzubändeln ist nicht nur der verkehrte Weg, es ist gar kein Weg. Die Masse der PEGIDAner ist sich in vielen Punkten einig, in manchen herrscht Konsens aber alle zusammen eint, dass sie des bestehenden Systems überdrüssig sind. Bar dieser Tatsache kann die Annäherung an eine Systemschnittstelle nur in Assimilation enden. Wir haben das bei den Grünen beobachtet, die schon frühzeitig einen Sinneswandel vollzogen und zuletzt auch bei der Linken, die bis auf die Stimme Gysi’s keine Lösungen für ein sich verschlimmerndes Problem vorzuweisen hat.

Das System muss weg und diese Chance hat(te?) die Bewegung. Oder herrscht im Orga-Team von PEGIDA der naive Glaube an eine demokratische Lösung? Nun habe ich tatsächlich das Pfui-Wort erwähnt, ohne vorher dessen Begrifflichkeit erläutert zu haben. Also, Demokratie ist die Bezeichnung für eine Lokaldiktatur und nicht, wie fälschlicherweise angenommen, die Herrschaft des Volkes. Demnach kann eine demokratische Lösung nur von oben herab angeboten werden – überlagert von unvertretbaren Ansichten und konkurrierenden Interessen. Was von der „großen“ Politik übrig bleibt bzw. als unattraktiv gilt, bekommen die Hunde. Und das waren schon bei Grünen und Linken nur noch die Brosamen. Die Wenigsten dürften bemerkt haben, welche Rolle Grün und Links zugedacht ist. Während sich CDU und SPD zur Einheitspartei mauserten, mussten sich die Grünen erst eine Rolle angedeihen lassen. Der Umweltschutz, einst das Flaggschiff dieser Partei, taugt nur noch zum Sammeln von Wählerstimmen, wogegen Einwanderungswahn, Gender-Mainstream und Minderheitenschutz zum Hauptanliegen wurden. Spekulativ ist, welche Intentionen dahinter stehen. Aber welche es auch sein mögen, sie sind nicht von dieser Welt.

Mit den Linken ist es ähnlich aber doch völlig anders. Sie ist schon deshalb eine Ausnahmepartei, weil sie auch außerhalb der politischen Bühne eine Struktur besitzt, die, teils reaktionär, schon als fauler Ast erkennbar und lediglich als Speerspitze zu gebrauchen ist. Gerade der autonome, gewaltbereite Teil wird von der Parteispitze offiziell als untragbar angesehen. Verständlich, denn Gewalt ist nicht links, sondern eher rechts bis ultra-rechts. Aber trotz dieser eigenartigen Konstellation erfüllen die Linke ebenso wie die Grünen, einen unheiligen Zweck – und nun rate mal wer davon partizipiert. Selbstverständlich die großen Parteien, die gern mal an deren ausgestreckten Hintern heran treten und wenn es sein muss auch hinein. Sie nutzen die Randgruppenparteien als politisches Herrschafts-Werkzeug und, das muss man ihnen zugestehen, sehr effektiv. Das erklärt vielleicht auch, warum es noch keine Bewegung gegen das Establishment gibt. Also jener Kaste, die das System und mit ihnen Millionen Menschen, an den Abgrund gebracht hat. Und mit solchen Ausgeburten führt PEGIDA Gespräche?

Mir wird übel bei dem Gedanken.

MfG
Wanderer

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8 Gedanken zu „Widerstand zwecklos – sie werden assimiliert

    • Ich wage zu bezweifeln, dass das deutsche Establishment weltweit Herrschaft ausübt und begrenze „die Masse“ vorerst auf Europa. Aber im Ganzen betrachtet ist dieses Establishment Teil einer größeren „Ordnung“, da geb ich dir Recht.

      • @Aber im Ganzen betrachtet ist dieses Establishment Teil einer größeren “Ordnung”,

        die ich die Schuldkultur im Sinne der Definition der Anthropologen nenne, die – einem Spinnennetz gleich – hierarchisch von der sogenannten „christlichen“ „Religion“ [einer Institution, die weder christlich ist noch eine Religion darstellt und alle Merkmale einer kriminellen Vereinigung, einer Mafia-Organisation aufweist] durchwoben ist und das finanzwirtschaftliche System – den Kapitalismus – durch das Private Internationale Bankster Synndikat des PAPSTES (‚Heiliger Stuhl‘, ein originäres nichtstaatliches Völkerrechtssubjekt) durch die Ausgabe von Schein-Geld, der Darreichung von Schulden-Geben (Lehen, Leihgabe, Kredit), Forderungen-Haben und Zinsen-Nehemen (Abgaben, Steuern) bestimmt, lenkt, leitet und kontrolliert.

        PEGIDA ist keine „Bewegung“
        ,
        sondern eine hedonistische Randerscheinung unzufriedener, um nicht zu sagen, nihilistischer, Menschen innerhalb des Systems, die sich von ihm noch die ein oder andere Zusage – „Brosamen, die von der Herren Tische fallen“ – erhofft: „Einen Anstrich im Schweinestall.“ Tschandalas, die „schreien“, dass es sie doch auch noch gibt.
        Sie hat keine Vision, weder eine religiöse, philosophische und schon gar nicht eine politische und daher auch keine Zukunft. Sie strebt keine Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse an, sie wünscht keinen „Regime-Change“, sie erwartet keine Erneuerung dessen, was sie „christliches Abendland“ nennt.
        Das System benutzt sie, wie alle anderen „Bewegungen“ – die „GRÜNEN“, die „LINKE“, die „PIRATEN“, die „AfD“, die NPD oder DKP – denn keine von diesen „Parteien“ will die völkerrechtswidrige und damit illegale Einrichtung der Besatzer Deutschlands, also das territoriale Sonder-REGIME BRD „auflösen“, „vertreiben“ und schon gar nicht „stürzen“ oder verbieten!

        • Ich stimme dir in wesentlichen Punkten zu, denke aber, dass genügend Selbstvertrauen in der Bewegung (weil sie sich bewegt) zu einem Paradigmenwechsel führen könnte. Wir brauchen nicht auf einen Aufstand warten, der unseren Idealen entsprechen könnte und wenn die Orga von PEGIDA sich anmaßen sollte eine Partei zu gründen, ist es mit der Zustimmung vorbei. Diese Bewegung kann nur Mittel zum Zweck sein, um das System zu zerschlagen. Alles andere tragen die Spaziergänger nicht mit.

  1. Zum Kommentar des Vorredner in Bezug auf „Anthropologen“: Bei diesem Begriff kriege ich Hautausschläge und Brechreiz.
    Grund: Ich bin in dem sekten-verseuchtesten Gebiet (aller religiösen Abartigkeiten aufgewachsen: Im Nachbarort ist die Anthroposophen-Universität; daneben ist die von einer Freikirchlichen Gemeinde gegründete größte europäische Sicherheitstechnikfirma ansässig und die Evangelische Kirche hat dort das Werktätigen-Monopol mit vielen Einrichtungen).
    Das schärft echt die Sinne und die Ablehnung jedweder Religionen.
    Ob ich getauft wurde? Ja, sogar zweimal ( 1x katholisch, 1x evangelisch und vor über
    20 Jahren aus der Kirche ausgetreten; Kind ist nicht getauft etc…).

    Beispiel für den Irrsinn mancher Anthroprosophen (oft sind die in pädagogischen/
    heilpädagogischen Bereichen zu finden).
    Diskussion zwischen mir und der Mitarbeiterin einer Frühförderstelle (Anhängerin der Waldorf-Lehren): Ich : „Wir können zum nächsten Termin nicht kommen, da mein Sohn gegen Mumps-Masern-Röteln geimpft wird.“ Entstetzte Antwort der Mitarbeiterin: „Wie können Sie nur das Kind dagegen impfen lassen. Das ist unverantwortlich – kennen Sie nicht die Impfschäden?“
    Antwort von mir: “ Sie wissen genau, weshalb mein Sohn einen Zentralkatheder in seinem Kopf implantiert hat und dass dieses ein erhöhtes Infektionsrisiko bedeutet – in Bezug auf eine Masernerkrankung. Wissen Sie wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Hirnhautentzündung bei einer Masernerkrankung ist?. Mit den Worten: „Ich trage die Verantwortung für meinen Sohn und Sie haben sich da überhaupt nicht einzumischen!“ habe ich diese Diskussion, die ich in ähnlicher Form mit dem niedergelassenen Kinderarzt (auch Waldorf-Jünger, wie ich spätestens da erfahren musste) vorher geführt habe, beendet.
    Die Waldorf-Jünger propagieren allen Ernstes „Masern-Parties“, bei denen Masern-erkrankte Kinder mit noch-gesunden Kindern zusammengebracht werden.
    SO DUCHGEKNALLT SIND DIE.

    Als ich von der Diskussion mit der Frühförderstelle und dem Kinderarzt der Kinderklinik der Universität Düsseldorf berichtete, waren die komplett fassungslos und haben natürlich die MMR-Impfung bei meinem Sohn dringendst angeraten.

    MANCHE LEUTE SOLLTE MAN ECHT AUF IHRE GEISTIGE GESUNDHEIT UNTERSUCHEN LASSEN – und nachfragen, welchen „Lehren“ diese anhängen oder propagieren….

    • Ich kann nun nichts dafür, wenn Sie allergisch auf ein Fremdwort der griechischen Sprache reagieren. Beruhigen Sie sich erst einmal.

      „Anthropologen“ haben nichts mit Anthroposophen zu tun. Das eine sind Anhänger einer esoterische Bewegung – die durchaus Wirklichkeiten und Wahrheiten im eigentlichen Sinne vertreten. Anthropologen sind „Menschen-Kundler“, also Natur-Wissenschaftler:

      „Anthropologie (altgriechisch ánthrōpos „Mensch“, und -logie: Menschenkunde) ist die Wissenschaft vom Menschen. Sie wird im deutschen Sprachraum und in vielen europäischen Ländern vor allem als Naturwissenschaft verstanden. Die naturwissenschaftliche oder physische Anthropologie betrachtet den Menschen im Anschluss an die Evolutionstheorie von Charles Darwin als biologisches Wesen.

      Dieser naturalistischen Betrachtung des Menschen stehen verschiedene andere Ansätze gegenüber, beispielsweise die philosophische Anthropologie. Hier wird der Mensch nicht nur als Objekt, sondern auch als Subjekt wissenschaftlich untersucht. Dabei geht es unter anderem um qualitative Eigenschaften wie die Personalität, die Entscheidungsfreiheit und die Möglichkeit zur Selbstbestimmung. Die Bezeichnung Anthropologie geht zurück auf den deutschen Philosophen, Arzt und Theologen Magnus Hundt (1449–1519).“ wiki-lügt-nicht-immer

  2. Das ist auch meine große Angst, das wir kurz bevor die einmal die chance haben, für Uns Politik zu machen, dann doch umfallen. Das hier und da die Meinung nach dem Fähnchenprinzip läuft, kann ich sogar verstehen, sie wollen vielleicht durch Koallieren an die Macht. Was die SPD übrigens alles mit Merkel verhindern hätte können, mit Rot Rot Grün. Aber selbst da sind sie Umgefallen und mit ihnen diie Arbeitnehmer und Bürgervertretung in der Politik. Wie haben mom keinen Fürsprecher in Berlin, traurig aber wahr.

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