Teile und Herrsche – Verwirrspiel des Establishments

Nero würde vor Neid erblassen, wenn er wüsste welchen Grad der Perfektion seine Idee vom Teilen und Herrschen (divide et impera) mittlerweile erreicht hat. Die demokratische Herrschaftsform mit ihrer Parteienvielfalt (Partei = Part = Teil) hat dazu einen beachtlichen Beitrag geleistet. Parlamentarische Demokratie ist eigentlich ein Betrugssystem, das Augenwischerei und Täuschung als Legitimation für Machtanspruch und Machtmissbrauch geradezu erfordert. Um aber an den fetten Geldbeutel der Steuerzahler zu kommen, muss zuerst eine Wahlshow veranstaltet werden bei der es gilt, die Stimmen einer Mehrheit einzusammeln. Nehmen wir den Begriff Mehrheit genauer unter die Lupe wird relativ schnell klar, dass 40% Wählerstimmen lediglich den Teil der Wahlberechtigten ausmachen, die tatsächlich wählen waren. Bei einer Wahlbeteiligung von zuletzt knapp 50% in Sachsen hatte die CDU also nur 20% der Gesamtstimmen und ist demnach eine Minderheit. Aber damit noch nicht genug, denn aufgrund dieser Minderheit werden Mehrheitsentscheidungen getroffen und niemand fragt, wie das zusammen passt. Diese Grundlagen müssen erst einmal verinnerlicht werden, bevor das Folgende richtig verstanden werden kann.

Wir haben also eine Parteienlandschaft, die ihre Herrschaftsansprüche über Wählerstimmen definiert obwohl ein großer Teil der Wahlberechtigten überhaupt nicht wählt. Gewählt werden Parteien aufgrund ihrer Wahlprogramme oder wie in Bayern, weil das schon immer so gemacht wurde. Das ist der Entscheidungsrahmen, den Otto-Normal theoretisch ein Stück weit beeinflussen kann. Theoretisch – denn, in Koalitionsverhandlungen einigen sich die Koalitionspartner durch Streichungen oder Anpassungen der Wahlprogramme. Das nennt man in der BRD Koalitionsvereinbarungen, wobei mit jeder Streichung oder Anpassung Tritte in das Sitzfleisch der Wähler ausgeteilt werden. Am Ende steht ein Koalitionsvertrag, der die Kreuze auf den Wahlzetteln nicht wert ist. Wählen sie A, bezahlen sie B und sie erhalten C. Tagespolitik dagegen, ist vom Mitbestimmungsrecht ausgenommen. Der ESM, EU Beitritt oder die Target Vereinbarungen waren in keinem Wahlprogramm zu finden. Einzig die AfD war bereit, dem EU-Monster die Stirn zu bieten, was ihr auch gleich einen Nazi-Titel einbrachte. Aber selbst wenn es die AfD bei entsprechendem Wahlergebnis bis zu den Koalitionsverhandlungen geschafft hätte, wären die EU gefährdenden Punkte ganz schnell vom Tisch gewesen. Das ist Politik mit doppeltem Boden.

Wir erkennen an dieser Stelle schon recht deutlich, dass eine breite Mehrheit der Wähler für etwas stimmen kann, was aber im Nachhinein weg-verhandelt wird. Allein diese Tatsache führt jeden Gedanken an eine Mitbestimmung durch Wahlen ad absurdum. Nun steht aber die Frage im Raum, warum die AfD mit einem ideologischen Klammerbeutel gepudert wurde. Nun, dies ist recht einfach zu durchschauen. Das politische Lager ist schon in seiner Grundform farblich und richtungweisend gegliedert. Von Links/rot bei der Linken bis rechts/schwarz bei der CSU sind alle Plätze belegt und da die AfD weder sozialistische Ansichten vertritt, noch den un-christlichen Standpunkten etwas abzuringen vermag, muss ihr ein anderer Platz außerhalb der Berliner Muppet Show eingeräumt werden. Da linke Ideologien schon besetzt sind und die Forderungen der AfD, gerade in kritischen Fragen zum Euro oder EU mit Forderungen aus dem Wahlprogramm der NPD harmonieren, wurde mit Kindergartenlogik ein Bezug zu rechts (Neusprech: latent-rechts) daraus abgeleitet.

Aber man begann schon weit im Voraus den „braunen Mann“ zu konstruieren. Diese Aufgabe hat die linke Bewegung übernommen, indem alle Ziele der Einheitsbreiparteien als demokratisch legitim und/oder links positioniert und was davon abwich, nach rechts verschoben wurde. Aber mit Kleinkram geben sich die schein-linken Wadenbeißer nicht zufrieden und so begannen sie eine Hetzjagd auf Mitglieder der AfD – genau nach dem Muster, wie es auch in der DDR üblich war. Als Stilmittel greift man da auf Diffamierungen, Verleumdungen und Polemik zurück, was auch gern allen Gegnern vorgeworfen wird. Für das zu erwartende Ergebnis wurden sie dann fürstlich mit Zugeständnissen belohnt. Treibende Kraft war aber nicht die Partei Gysi’s sondern die linke Gesinnungspolizei (vornehmlich Antifa), die, von Charakterschweinen durchsetzt, ihre Einnahmen aus einem selbst erfundenen Kampf gegen ideologisch anders verortete generiert. Wohin man auch schaut, überall greift das gleiche Prinzip von teile und herrsche. Dahinter steht das Ziel, Uneinigkeit zu erzeugen – jeder gegen jeden, der anders denkt. Wer nicht mit den vorgegebenen Ansichten eines politisch-korrektem Weltbildes konform geht, hat verschissen bis in die nächste Steinzeit und das bekommt der brave Michel jeden Tag zur besten Sendezeit serviert.

Ganz besonders perfide wird es aber erst, wenn es darum geht, die Bevölkerung in eine bestimmte Richtung zu drängen – daher auch der Begriff Schlafschafe. Wie eine Herde, von ein paar Hunden bewacht, wird die Masse mal hierhin mal dorthin gescheucht, damit bis auf ein lautes Blöken alles so bleibt wie man es sich eingerichtet hat. Diese bestehende Ordnung gilt es aufrecht zu erhalten. Die Einheitspartei aus CDU/CSU/SPD gibt den Ton an und greift gern auf die vorbereitete Polemik links-grüner Kreise zurück, die Grünen spalten die Gesellschaft immer mehr durch sinnbefreite oder menschenfeindliche Eingriffe in die Gesellschaft und wenn sie Gegenwehr erhalten, springt die Linke, besser gesagt die links-faschistische Armee ein und sorgt mit Ablenkungsmanövern oder roher Gewalt für eine schnelle Glättung der hoch schlagenden Wogen. Wäre sich eine Mehrheit der Bevölkerung darüber im Klaren, hätten wir über Nacht einen Aufstand mit Lynchjustiz. Man kann zu diesem Thema viel berichten. Ein Buch würde, bei flüchtiger Sichtung des verwertbaren Materials, gar nicht ausreichen. Dieses Land wird von einem unsäglichen Regime geknechtet und als Dank für Fleiß und Opferbereitschaft, Spendenfreudigkeit, Unterwürfigkeit und Toleranz gibt es beständig auf die Fresse. Sowas geht nur mit den Deutschen.

MfG
Wanderer

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5 Gedanken zu „Teile und Herrsche – Verwirrspiel des Establishments

  1. Wanderer, ich möchte das wir Freunde bleiben. Auf meine Fresse keinesfalls, ich bin imprägniert
    mit z. B. Grunzgesetz Art.20 Abs. 4 in Verbindung mit Prof. Dr. Isensee „das legalisierte Widerstandsrecht“. Will es mir mal in irgend einer Landesbibliothek ausleihen. Leider nie zu Haben? Das Leben geht trotzdem weiter.

  2. Dem Beitrag stimme ich voll zu. Als Verwaltungsfachangestellte (derzeit abeitslos u.a. auch wegen kritischer Nachfragen bei Vorgesetzten etc.) gilt das alles auch schon für die Politikerkaste auf Lokalebene (Stadtrat, Ausschüsse sowie deren Beteiligungen in Aufsichtsräten bzw. bei regionalen Energieversorgen, Sparkassen etc.). Alle predigen, wir müssen sparen in unserer Stadt – aber anstatt die vorhandenen Mittel für eine halbwegs funktionierende Infrastruktur (Baumängel in Schulen, Straßen etc.) einzusetzen, werden sinnlos Steuergelder für Prestigeobjekte (wie z.B. in der Pleitestadt Hagen, NRW, in der ich wohne wurde für mehrere Millionen Euro ein neues Museum gebaut – die Baukosten schossen in ungeahnte Höhen; die Schätzung der jährlichen Betriebskosten war falsche etc.). Grund in Hagen: PPP (Public Private Partnership). Mein Fazit nach mehr als 30 Jahren in diversen Verwaltungen (Stadt, Bund, Land):
    Alle Behörden sind Handlanger der Wirtschaft; Korruption ist an der Tagesordnung, leider.

  3. Wie wahr, wie wahr, nur, wie kommen wir aus der Malesche wieder raus. Ich hasse die alle von brüssel bis zu meinem Landrat oder Bürgermeister, es sind alles dieselben Charakterschweine.

    • Wir brauchen dazu ein anderes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem. In der Schweiz tut sich diesbezüglich einiges. Prof. Hörmann hat das Ganze sehr gut auf den Punkt gebracht. Es fehlen eigentlich nur noch Wunsch und Wille einer breiten Masse.

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