Politisch korrekte Kritik ist keine Kritik

Eigentlich wollte ich erst wieder im neuen Jahr einen Artikel veröffentlichen aber die Ereignisse und erst recht das weihnachtliche Statement von Ken Jebsen lassen keinen Aufschub zu. Es besteht Handlungsbedarf. Seit PEGIDA hat politisch korrektes Geschwurbel Hochkonjunktur. Die meisten Kritiker dieser Bewegung eint eine ganz besondere Eigenschaft. Nämlich die Ahnungslosigkeit. Diese Ahnungslosigkeit hat auch die Montagsmahnwachen zu einem schlechten Witz verkommen lassen. Dort herrscht spätestens seit Pedram Shahyar Konsenspflicht und politisch korrektes Denken – oft begleitet von einem Beteuerungs-Singsang, der schon religiöse Züge in sich birgt. Diese Bewegung wurde von innen zersetzt und ist daher als gescheitert zu betrachten. Ich halte jede Wette, dass die Montagsmahnwachen nicht mehr das sind, was sich deren Initiator Lars Mährholz darunter vorgestellt hat. Und das wird auch der Grund für deren Besucherschwund sein. Fast alle Kritikpunkte dieser Bewegung wurden gestrichen und durch Beteuerungen und Distanzierungen ersetzt. Nun stehen die Montagsmahnwachen weitab des politischen Gefahrenbereichs. Das hat viele Menschen enttäuscht und verärgert. Statt Standhaftigkeit zu beweisen haben sich die Montagsdemonstranten einlullen und an den Rand des Systems verklappen lassen.

Die Montagsdemos und auch PEGIDA und ihre Derivate sind aber auch Ausdruck einer weiteren Kinderwelt – nach den Spielregeln des Systems. Der Start war gut aber für den Durchbruch reicht es noch nicht. Die neuen Protestbewegungen fallen nämlich noch immer auf die Mogelpackungen des Systems herein. Eine Protestbewegung wird keinen Erfolg haben, wenn sie sich in ein politisch korrektes Korsett zwängen lässt, denn das wurde nach den Regeln des bestehenden System gefertigt. Seitdem PEGIDA ihr Positionspapier veröffentlicht hat ist diese Bewegung angreifbar geworden. Statt mit Systemscheiß aufzuwarten hätte man den Kampf – wie anfangs bei den Montagsmahnwachen – gegen das Establishment richten sollen, denn dort sitzen die Verantwortlichen! Dieses Systemzeug ist lediglich Fassade für das Nutzvieh und eine Schlechte obendrein. Um das zu verstehen muss aber schon mehr als nur eine Ahnung davon vorhanden sein und genau das ist bei den PEGIDAnern der Fall. Die meisten ahnen, was viele innerhalb dieser Bewegung bereits wissen und das passt dem Establishment gar nicht – zu erkennen am wachsenden Widerstand gegen den wachsenden Widerstand. Ein besseres Beispiel für einen circulus vitiosus gibt es wohl kaum.

Innerhalb dieses Systems und seiner immer enger gezogenen Grenzen gibt es daraus kein Entrinnen. Es gäbe zwar einen Weg aber der Wegzoll wäre für die meisten zu hoch und darum stützen sie lieber eine Ordnung, in die sie durch Prägungen assimiliert wurden – obwohl deutlich sichtbare Zerfallserscheinungen dieser Ordnung bereits seit Jahren erkennbar sind. Wie oft der Ruf nach Zusammenhalt laut wurde, lässt sich schon gar nicht mehr ermitteln. Nun besteht die reelle Chance eine atomisierte Gesellschaft zu einen, doch das wird sehr effizient durch politisch korrektes Beteuerungsgelaber unterbunden – NLP lässt grüßen.

Die folgende Weihnachstansprache als Grundlage für weitere Protestbewegungen, ist mein Wunsch für dieses Land.

MfG
Wanderer

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11 Gedanken zu „Politisch korrekte Kritik ist keine Kritik

  1. Ja, die Mahnwachen haben sich durch Distanzierungen von selbst erledigt.
    Sie haben sich , soweit ich das mitbekommen habe, von allem distanziert was
    im Kern die ursächliche Kritik war.
    Zum Beispiel „Antisemitismus“: wer keine Juden kritisieren darf, der darf auch nicht die FED kritisieren.
    Ganz im Sinne der Jutta (von) Ditfurth.

    Bin ich jetzt ein Nazi weil ich das geschrieben habe ?

  2. Neee, mit dem Video hast du mir nun gar keinen Gefallen getan:

    „Wir importieren auch noch ihre Konflikte“ da habe ich das Video dann nicht weiter anschauen wollen, denn
    „WIR“ – also genauer das territoriale Sonder-REGIME BRD – exportieren Waffen in alle Konfliktgebiete auf der Erde, deren Konflikte entstehen, weil sich die USA anmaßt, ein Land nach dem anderen in Chaos und Krieg zu stürzen, um billig an die Rohstoffe kommen zu können.

    „WIR“ kaufen die Waren und Produkte die von Vietnamesen (IKEA), Frauen in Bangladesch, Indien und Pakistan zu Hungerlöhnen hergestellt werden (OTTO, KICK, Peek & Cloppenburg, H & M Hennes & Mauritz AB usw.).

    „WIR“ kaufen weiter Schokolade von NESTLÉ, MARS usw. OBWOHL „wir“ wissen, dass der Kakao dafür von kleinen afrikanischen Kindern und Jugendlichen geerntet wird.

    „WIR“ haben uns der BIZ in Basel
    – dem Privaten Internationalen Bankster Syndikat des Papstes –
    unterworfen, dass uns mit einem Scheingeld-System gängelt und an der Nase herumführt, deren Fiat-Geld nur zu bekommen ist, wenn sich der Mensch gegen „Kredit“ verschuldet.

    • Schau es dir ruhig komplett an. Nur weil eine Bemerkung diffus erscheint, muss die Botschaft nicht gleich abgewertet werden. Ganz Unrecht hat er aber nicht, auch wenn besagter „Import“ lediglich eine Folge zu sein scheint. Die islamische Welt ist ziemlich stark von inneren Konflikten geprägt und ich nehme mal an, dass genau dies gemeint war.

      MfG

      • „Die islamische Welt“ gibt es genauso wenig, wie die „christliche“. Im Übrigen ist „die islamische Welt“ weitaus gesünder als die „christliche“, denn die ist ja vom Wesen her schon eine Krankheit. Ein WAHN.

        „60.
        Das Christenthum hat uns um die Ernte der antiken Cultur gebracht, es hat uns später wieder um die Ernte der Islam-Cultur gebracht. Die wunderbare maurische Cultur-Welt Spaniens, uns im Grunde verwandter, zu Sinn und Geschmack redender als Rom und Griechenland, wurde niedergetreten — ich sage nicht von was für Füssen — warum? weil sie vornehmen, weil sie Männer-Instinkten ihre Entstehung verdankte, weil sie zum Leben Ja sagte auch noch mit den seltnen und raffinirten Kostbarkeiten des maurischen Lebens!…

        Die Kreuzritter bekämpften später Etwas, vor dem sich in den Staub zu legen ihnen besser angestanden hätte
        , — eine Cultur, gegen die sich selbst unser neunzehntes Jahrhundert sehr arm, sehr „spät“ vorkommen dürfte. — Freilich, sie wollten Beute machen: der Orient war reich… Man sei doch unbefangen! Kreuzzüge — die höhere Seeräuberei, weiter nichts! —

        Der deutsche Adel, Wikinger-Adel im Grunde, war damit in seinem Elemente: die Kirche wusste nur zu gut, womit man deutschen Adel hat…

        Der deutsche Adel, immer die „Schweizer“ der Kirche, immer im Dienste aller schlechten Instinkte der Kirche, — aber gut bezahlt…

        Dass die Kirche gerade mit Hülfe deutscher Schwerter, deutschen Blutes und Muthes ihren Todfeindschafts-Krieg gegen alles Vornehme auf Erden durchgeführt hat!

        Es giebt an dieser Stelle eine Menge schmerzlicher Fragen. Der deutsche Adel fehlt beinahe in der Geschichte der höheren Cultur: man erräth den Grund… Christenthum, Alkohol — die beiden grossen Mittel der Corruption…

        An sich sollte es ja keine Wahl geben, Angesichts von Islam und Christenthum, so wenig als Angesichts eines Arabers und eines Juden. Die Entscheidung ist gegeben, es steht Niemandem frei, hier noch zu wählen. Entweder ist man ein Tschandala oder man ist es nicht…

        „Krieg mit Rom auf’s Messer! Friede, Freundschaft mit dem Islam“: so empfand, so that jener grosse Freigeist, das Genie unter den deutschen Kaisern, Friedrich der Zweite.

        Wie? muss ein Deutscher erst Genie, erst Freigeist sein, um anständig zu empfinden? —

        Ich begreife nicht, wie ein Deutscher je christlich empfinden konnte…“

        Nietzsche, 1888 in Der Antichrist

        • Jetzt stell dir mal vor, dass der Sprecher noch 5 Minuten Erklärbärung in die Ansprache einbauen müsste… Ich halte insofern Oberbegriffe wie „islamische Welt“ für legitim. Das über allem, was Machtstrukturen je hervorgebracht haben eine dicke Schlammschicht liegt, sickert zum Glück langsam ins Bewusstsein der Massen.

          „Ich begreife nicht, wie ein Deutscher je christlich empfinden konnte…”

          Darüber liessen sich dicke Bücher schreiben. Aber die selben Methode, die dies ermöglichten, funktionieren offenbar noch immer.

  3. Alle aktuellen Demonstrationen halte ich für zumindest fragwürdig, da nicht ganz klar ist, wer oder was die Organisatoren sind. Ist es tatsächlich auszuschliessen, dass da irgendein Geheimdienst nicht die Finger im Spiel hat? Ich schliesse in dieser Bananenrepublik überhaupt nix mehr aus, leider….. Religion ist Opium fürs Volk (platt gesagt: Märchenstunden).

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