Pegida erreicht die kritische Masse

Die kritische Masse wurde erreicht – PEGIDA sei Dank. Kritisch vor allem, weil trotz Dauerberieselung und Diffamierung durch den Medienmoloch, die Proteste gegen das Establishment massiven Zulauf bekommen. Im Dresden waren das am letzten Montag mehr als 15.000 – also 50% Zuwachs in einer Woche. Aber was nun? Langsam formulieren sich politische Forderungen aus den Kreisen der Protestierenden. Gerade so, als tanze man um den heißen Brei. Wie es jetzt weiter geht hängt am Durchhaltevermögen der Protestbewegung und den, von ihr ausgehenden Forderungen. Man kann gegen vieles sein. Aber festzulegen wofür man ist, kommt heute fast einem Offenbarungseid gleich. Dennoch ist jedem Demonstranten klar, dass es nicht mehr nur um Eingeständnisse seitens der Politik geht. Die Meisten unter ihnen haben erkannt, dass sie systematisch von Politik, Wirtschaft, Medien und vor allem von Rattenfängern missbraucht wurden die immer zur Stelle sind, wenn es darum geht, politisch unkorrekten Äußerungen einen ideologischen Mantel umzuhängen.

Was dieser Tage von Politikern im Hinblick auf die zahlenmäßig immer stärker werdenden Proteste gegen das System abgesondert wird, kann bestenfalls als bodenlose Frechheit, genauer jedoch als Panikanfälle, bezeichnet werden. Den gut gespielten Anstand vergessend, sehen sich die aufbegehrenden Massen Beschimpfungen, Verleumdungen und Hetzkampagnen ausgesetzt, die wir eigentlich nur aus Geschichtsbüchern – speziell aus der Zeit 33-45 – kennen. Ist es nicht bemerkenswert, wenn sich vermeintlich intelligente erwachsene Menschen gegen andere Erwachsene, von ihren „gewählten“ politischen Vertretern aufhetzen lassen? Dieses Prinzip ist ein alter Hut und selbst Nero kannte es schon.

Teile die Massen in unterschiedliche Lager und herrsche

Ich will nicht abstreiten, dass Anti-PEGIDAnten nicht mit diesem Prinzip vertraut wären aber ich werfe ihnen vor, dass sie es überhaupt nicht verstanden haben. Sie mausern sich stattdessen zu Anti-Bürgern, die sich vom Establishment aufgrund irgendwelcher obskuren Behauptungen instrumentalisieren lassen. Das gelingt vorzugsweise mit der Verbreitung politisch-korrekter Vorurteile und Ressentiments, indem geschickt die Tatsachen verdreht werden. Gleichwohl sieht sich die Protestbewegung PEGIDA in der Verpflichtung, Anschuldigungen und Vorwürfe, sowohl zu dementieren und sich von Protestlern mit politisch-unkorrekten Meinungen zu distanzieren. Genau genommen handelt es sich dabei um einen Spaltungsprozess, der politisch inszeniert und medienwirksam aufgebauscht dazu dient, den Grad der Dressur einer unliebsam gewordenen Bevölkerung festzustellen. Die Verhöhnung seitens der Politik wird aber erst deutlich, wenn man sich das Verhalten ihrer Vertreter und Wadenbeisser genauer betrachtet. Statt zu deeskalieren, wie es üblich ist, wird ständig Öl ins Feuer gegossen und die Auseinandersetzung gefördert. Kompromisse, Einsicht, Selbstkritik bei Politikern? Fehlanzeige! Die leben in aller Öffentlichkeit und begleitet von geifernden Medienberichterstattern, ihren ganz persönlichen Narzissmus aus – und finden diese Haltung auch noch richtig.

Die Bewegung selbst kommt vor lauter Distanziererei eigentlich zu gar nichts, außer, die Bereitschaft für eine tiefgreifende Veränderung, zu demonstrieren. Es ginge viel einfacher, wenn zum Beispiel auf einer PEGIDA Demonstration unumwunden klar gemacht wird, dass man sich vom Establishment und erst recht von der politischen Kaste distanziert. Diese Haltung birgt noch mehr Potential. Wenn erst einmal durchsickert, dass das weltweite Wirtschafts- Finanz- und Gesellschaftssystem auf Sand gebaut wurde wird auch offensichtlich, dass die Zeit für eine grundlegende Veränderung angebrochen ist. Und dafür braucht es alle Menschen dieses Landes – auch die Anti-PEGIDAner. Der öffentliche Dienst ist mit ca. 14.5 Mio Beschäftigten der größte Arbeitgeber. Zählt man noch die Pensionäre hinzu kommen wir auf einen Bevölkerungsanteil von rund 20%. Das ist jeder fünfte Einwohner (ggf. zzgl. Ehepartner) und die werden, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alles daran setzen, das sterbende System zu retten bzw. zu reanimieren. PEGIDA kann und muss diesen 20% anbieten, gemeinsam gegen die bestehende (Un)Ordnung aufzubegehren.

MfG
Wanderer

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8 Gedanken zu „Pegida erreicht die kritische Masse

  1. Ich bin im öffentlichen Dienst, auch hier sind viele kurz vorm kotzen angesichts der alternativlosen schwarz-links-rot-grünen Schwuchtelei.

  2. oh, was habe ich mich gestern gefreut, Menschen auf die Vertreter der Öff-Rechtl zugehen zu sehen, sich dann aber gleich wieder abwendend mit dem Kommentar: „LÜgenpresse“
    Warum will den keiner der Organisatoren mit den Medien reden? es wird eh verdreht. Und man ist nicht nur gegen Islamisierung. Hier läßt sich das Problem für viele aufhängen.
    Pegida braucht keine Forderungen noch Rechtfertigungen, die werden eh verdreht.
    Die schweigende Menge will nicht mehr mitmachen und drückt damit das Gefühl von mehr als der Hälfte der Deutschen aus.

  3. Also wenn ich im Büro den Euro und die illegalen Eurorettungen anprangere, kommen von den deutschen Kollegen nur Kommentare wie:“Nazi“ und dir fehlt das Hintergrundwissen usw.
    Von den Ausländer kommen eher Bestätigungen, wer zahlt schon freiwillig für irgendwelche Bankster….naja merkwürdige Zeiten.

  4. Pingback: + Pegida erreicht die kritische Masse + | WISSEN IST MACHT

  5. osimandia

    Deine Weiterführung unsres Gedankens ist sehr erhellend und wertvoll. Insbesondere daran…

    Dieser Gedanke ist ein Teil des übergeordneten Gebietes: “Geben sie Gedankenfreiheit, Sire!” (Schiller in Don Carlos). Wir brauchen Redefreiheit und Gedankenfreiheit. Wenn wir das nicht haben, dann wandern wir in Richtung Untergang.

    … bin ich jetzt wiederum hängengeblieben.

    Redefreiheit UND Gedankenfreiheit. Das ist wichtig. Viele mögen denken: Redefreiheit ja. Das brauchen wir!” Aber Gedankenfreiheit? Das haben wir doch! Die können doch keine Gedanken lesen!

    Ich habe das auch lange gedacht, aber das stimmt nicht. Wir haben längst auch keine Gedankenfreiheit mehr. Die kann zwar nicht mit Gesetzen, Polizei und Justiz beschränkt werden, das ist schon richtig. Aber unser Feind geht keineswegs nur mit diesen Mitteln vor, sondern kriecht direkt in die Gehirne und installiert dort einen “hauseigenen” Zensor.

    Dass es ihm auf Gedankenkontrolle und nicht nur Redekontrolle ankommt, erkennt man sehr schön an der PEGIDA-Diskussion. Diese Leute sagen und fordern nichts aber auch gar nichts,, was auch nur im entferntesten rechtsradikal wäre. Tatsächlich deckt sich ihr Positionspapier fast vollkommen mit der Regierungspolitik. Wenn die Regierung sagen würde: “Ok, liebe Pegidisten, wir machen alles, was Ihr wollt!” würde sich nichts ändern.

    Das merken die Gegner auch. Ich habe öfter sinngemäß gelesen oder gehört:

    Ja, die sagen das alles nur so. Aber die denken was ganz anderes!

    Das ist kein Angriff auf die Redefreiheit mehr, das ist ein Angriff auf die Gedankenfreiheit. Und ich überlege mir gerade, ob die Inszenierung nicht u.a. auch dazu dient: Klarzustellen, dass es längst nicht mehr ausreicht, (aus Angst vor Strafverfolgung) systemkonform daherzureden, sondern dass man auch systemkonform denken muss.

    Das wird übrigens im Roman 1984 auch beschrieben:

    Zwiedenken (in neueren deutschen Ausgaben: Doppeldenk, engl. doublethink) ist eine zentrale These des Buches. Wenn die Partei sagt, 2 + 2 = 5, dann ist es so. Es genügt auch nicht, es nur zu sagen und dabei zu lügen, sondern man muss es wirklich glauben. Die Partei kontrolliert die Gedanken, wenn die Partei sagt 2 + 2 = 5, dann glauben es die Menschen, und wenn die Menschen es glauben, dann ist es so.

    Ohne Gedankenfreiheit ist Redefreiheit wertlos. Und es genügt tatsächlich, sich als ersten Schritt die Gedankenfreiheit wieder zu holen, bzw. den Landsleuten dabei zu helfen, das zu tun, ohne gleich von ihnen zu fordern, dass sie ihre neuen freien Gedanken gleich “mutig” hinausposaunen müssen. Das ist zu viel auf einmal verlangt!

  6. „Den gut gespielten Anstand vergessend, sehen sich die aufbegehrenden Massen Beschimpfungen, Verleumdungen und Hetzkampagnen ausgesetzt, die wir eigentlich nur aus Geschichtsbüchern – speziell aus der Zeit 33-45 – kennen.“

    Meine kleine Zitatesammlung:

    eine Schande für Deutschland
    eine Mischpoke
    unverschämter
    Transformationsverlierer
    fremdenfeindlicher Chaoten
    Idioten
    Ratten
    Nazis in Nadelstreifen
    potenzieller Breiviks
    Nationalisten und Rassisten

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