Der Kampf gegen rechts – Versuch einer Herleitung

Nachfolgender Artikel ist noch nicht ausreichend recherchiert. Ich bitte daher um Mithilfe für den Aufbau einer Faktensammlung.

Als Grund für den ersten Weltkrieg gilt heute gemeinhin das Attentat auf den Erzherzog Ferdinand und seiner Gemahlin. Dies als Auslöser für einen Krieg dieses Ausmaßes daher zu nehmen, wäre jedoch zu kurz gegriffen. Es müssen also im Vorfeld schon Szenarien stattgefunden haben, die erst mit dem Attentat das Faß zum überlaufen brachten. Genau genommen war das Attentat selbst ein Angriff auf die Krone, wobei die Attentäter Freimaurer gewesen sein sollen. Aber es ist nahezu als ausgeschlossen anzusehen, dass ein Freimaurerbund Krieg gegen eine Nation führt. Als Handlanger kommen sie schon eher infrage aber dann muss die Schlussfolgerung, Freimaurer hätten den Krieg inszeniert, verworfen werden. Um Krieg anzufangen bedarf es einiger Voraussetzungen die sich über ein breites Spektrum, von politischen, wirtschaftlichen sowie finanziellen Interessen und bis hin zu technischen, logistischen und Produktionskapazitäten erstrecken. Es müssten also jede Menge Personen darin involviert gewesen sein.

Betrachten wir nur die ideologische Seite dieses Krieges fällt zuerst auf, dass „die Deutschen“ als Feindbild generiert wurden. Nun verhält es sich aber so, dass, wenn wir zum Beispiel „die Amerikaner“ erwähnen, eigentlich das amerikanische Establishment meinen. Umgekehrt ist das dann genau der selbe Fall. Mit „den Deutschen“ waren nicht etwa Arbeiter und Bauern gemeint, sondern das deutsche Establishment im noch jungen Staatenbund, das sich aus Mitgliedern des Adels zusammen setzte. Somit könnte geschlussfolgert werden, dass der erste Weltkrieg vornehmlich ein Angriff auf den deutschen Adel, seine Vormachtstellung in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht und somit auch auf dessen Vermögen war. Wenn ich an dieser Stelle explizit auf einen jungen Staatenbund hinweise hat das Gründe, die näher beleuchtet werden müssten. Denn ein junger Staat braucht vor allen Dingen Untergebene in Positionen, die es vorher nicht gab. Angefangen in der Verwaltungsebene bis hinauf zur Legislative waren also Posten zu besetzen, von denen nicht gerade wenig Einfluss ausgeübt werden konnte. Wer diese Posten innehatte und welche Folgen und Zusammenhänge sich daraus ergaben, gilt es herauszufinden.

Aber warum überhaupt einen Krieg anfangen? Einem Krieg gehen gemeinhin erst Forderungen oder Ansprüche voraus. Aber welche Ansprüche waren das und von wem wurden sie gestellt? An dieser Stelle lediglich eine unglückliche Verkettung von Zufällen zu vermuten wäre zu oberflächlich betrachtet und hätte auch nicht diese Folgen nach sich gezogen. Zumal nach Ende des Krieges Ansprüche gestellt wurden, die den deutschen Staatenbund quasi überlebens- und handlungsunfähig gemacht haben und daher keinesfalls mit den offiziellen Gründen übereinstimmen können. Den Adel an dieser Stelle in Schutz zu nehmen wäre verkehrt. In diesen Kreisen nimmt die Bevölkerung, eigentlich deren Untertanen, einen gänzlich anderen Stellenwert ein und genau das könnte ein entscheidender Grund für den Verfall des deutschen Establishments sein. Die Bevölkerung hat ihren Gebietern stets ein vielfaches mehr an Loyalität entgegengebracht als umgekehrt. Diese Loyalität, so scheint es zumindest, ist zwar immernoch vorhanden, wird aber mangels Identität nicht einem Fürsten oder Herzog entgegen gebracht, sondern auf die nächste Ebene, der Nation verlagert. Was gemeinhin also als Nationalismus bezeichnent wird ist lediglich der ausgeprägter Gemeinschaftssinn innerhalb einer Gesellschaft, mit der man sich identifiziert – wie überall auf der Welt.

Jedenfalls sieht es ganz danach aus, dass ein gewisser Hitler als Marionette des deutschen Adels an die Macht kam, dann aber eigene Ziele verfolgte. Die ständigen Ränkespiele innerhalb des Establishments gingen auch an der Bevölkerung nicht spurlos vorüber und daher konnte man ihr zu diesem Zeitpunkt schlecht verübeln, dass sie die Möglichkeiten die eine Demokratie bot nutzten, um mit der Wahl Hitlers die Vormachtstellung des Adels zu zerbrechen. Möglich geworden war dieser Weg nach dem Bruch innerhalb der politischen Rechten 1914. Daraus ließe sich schlussfolgern, dass der Kampf gegen rechts vom deutschen Hochadel mindestens unterstützt wurde. Dieser Kampf vollzog jedoch einen bemerkenswerten Wandel. Er verlagerte sich nach dem zweiten Weltkrieg zusehens auf Teile der Bevölkerung mit abweichenden politischen Ansichten. So wird heute keinen Hehl daraus gemacht, dass Monarchisten und ihre rechts verorteten Sympathisanten eben jene Flagge verwenden, wie auch schon das Kaiserreich.

Noch bemerkenswerter ist die Pervertierung des Kampfes gegen rechts in der Gegenwart. Nahezu alles Deutsche scheint von grundauf rechts zu sein, ebenso wie jegliche Opposition gegen das demokratische Establishment. Es geht in diesem Kampf nicht mehr um die nahe liegenden Ursachen an sich sondern gegen Teile der Bevölkerung, die gegen das Regime der BRD und die transatlantischen Einflüsse aufbegehren. Der Kampf gegen rechts wird aber auch vom jüdischen Establishment instrumentalisiert. Ein Kardinalfehler, den Trittbrettfahrer immer machen ist, sich in die Belange anderer einzumischen und daraus auch noch einen Nutzen ziehen zu wollen. Denn genau das führt zu Verwerfungen in der politischen und gesellschaftlichen Landschaft. Diese Einflüsse zu leugnen dürfte schwer fallen, zumal immer wieder politische Forderungen und Stellungnahmen aus diesen Kreisen kommen, die weniger zur Aussöhnung, dafür aber um so mehr zur Spaltung der heute existierenden Gesellschaft beitragen. Genau genommen werden von dieser Seite Ressentiments bedient die zur Folge haben, was heute als rechts gilt. Bemerkenswert an dieser Stelle ist aber auch, dass kritische Stimmen zur Ausländerpolitik, zum Gernderismus sowie zur übertriebenen Gleichstellung von Minderheiten, als Rechte bezeichnet werden. Alles in allem scheint der Kampf gegen Rechts einem Kampf gegen die angestammte Bevölkerung gewichen zu sein – nur das Label existiert noch.

Siehe auch: Des Kaisers neue Krone | Direktlink

MfG
Wanderer

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8 Gedanken zu „Der Kampf gegen rechts – Versuch einer Herleitung

  1. Hier finden sich schon einige der Szenarien
    http://www.vorkriegsgeschichte.de/content/view/35/52/

    https://archive.org/details/EreignisseUndGestaltenAusDenJahren1878-1918

    Bei allem sollte jedoch eins nicht übersehen werden, der 1.Weltkrieg ist nicht beendet.

    Der Erste Weltkrieg ist noch gar nicht wirklich beendet. Was wir derzeit beobachten können, ist das Wiederaufbrechen von Konflikten, die in der damaligen Nachkriegsordnung gebannt werden sollten.

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article132197257/Die-Weltordnung-der-vergangenen-100-Jahre-zerbricht.html

    Am besten man schaut sich dazu alte Landkarten an, es wurden Grenzen gezogen die es vorher nie gab und auch neue „Staaten“ gegründet.
    All das hat Konfliktpotenzial bis zum heutigen Tag.
    Denke es wird eine Korrektur in der Einen oder Anderen Art geben.

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