Politisch oder gesellschaftlich motivierte Aufklärung?

Wer sich die Mühe macht und im Netz den Begriff Humanismus recherchiert, wird auf alles Mögliche stoßen, nur nicht auf das Wesentliche. Das ist übrigens bei allen Konzepten der Fall, die zum Schutz des bestehenden Systems als schädlich klassifiziert werden. Da ist man sich auch nicht zu fein, ideologische Aspekte in die Erklärbärungen mit einfließen zu lassen. Wie zum Beispiel bei Wikipedia. Dort wird auf sachlich-ideologischer Weise erklärbärt, was man vom Humanismus zu halten hat. Zur Veranschaulichung wird dabei auf Vordenker mit fragwürdiger Kompetenz verwiesen, aber nicht, ohne ihnen auch etwas zwielichtiges anzuhaften. Sucht man in der selben Begriffserkläbärsammlung nach dem Begriff Kapitalismus, erkennt der geübte Leser sehr schnell den qualitativen Unterschied in der Beschreibung.

Es gibt sogar eine Humanistische Partei. Eigentlich absurd, ist eine Partei doch nichts anderes als Teil des bestehenden Systems, denn Part bedeutet Teil. Angenommen diese Kleinstpartei erhielte mit der nächsten Wahl eine absolute Mehrheit. Nach welchen Prinzipien würde sie regieren? Humanistisch wohl nicht, denn innerhalb eines kapitalistischen Systems gelten ganz andere Voraussetzungen und Regeln. Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Eine humanistische Partei dürfte weder links, rechts noch liberal oder anders, als nur und ausschließlich humanistisch wirken. Und das passt widerum nicht mit dem durchaus fragwürdigen Konzept der Demokratie zusammen, denn das hieße, ebenso wie im Wirtschaftssystem Kapitalismus, Herrschaft von Menschen über Menschen.

Wir sehen an dieser Stelle recht gut, nach welchen zu Grunde liegenden Prinzipien, Kapitalismus und Demokratie adaptiert wurden. Wir wissen ebenfalls über die Verbindungen zwischen Regierung und dem Wirtschafts- und Bankwesen, weigern uns aber dennoch einzugestehen, dass Regierungen schon auf eine ganz spezielle Art und Weise privatisiert wurden. Wie kann, bar dieser Kenntnisse, dann noch öffentlich über demokratische Grundprinzipen oder Demokratie im Allgemeinen lamentiert werden? Das ist schon sehr starker Tobak.

Überall um uns herum stoßen wir auf Widersprüche. Die Einen mehr, andere weniger. Aber selbst die, die sich bemühen alles zu ignorieren, werden täglich in irgend einer Weise mit der Wirklichkeit und ihren Widersprüchen konfrontiert. Es bleibt daher abzuwarten, ob und wann sich der kollektive Wunsch nach einem neuen Gesellschafts- und Wirtschaftssystems in der Bevölkerung manifestiert. Bislang beeinflussen unter anderem Crashpropheten den Grad des Bewusstseins so sehr, dass andere mögliche Auswege im Dunst der, durch sie geschürten, Angst verschwinden. Wir sehen aber auch, dass systemtreue Medien durch selektive Berichterstattung Zweifel zwischen Bevölkerung und der daraus entstandenen Friedensbewegung säen. Werden wir uns dann noch der Reibereien innerhalb der s.g. aufgeklärten Kreise gewahr, haben wir ein nahezu perfektes und hochgradig explosives Gemisch. Es fehlt nur noch das Zünglein.

Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass solch eine Konstellation von unterschiedlichen Interessen auch in einem, auf Kooperation fußendem System möglich wäre. Der Wunsch nach Zusammenhalt wird zwar schon jetzt laut, aber die angewandten Methoden auf der einen, als auch handfeste Interessen auf der anderen Seite, lassen dies nicht zu. Gerade Gruppen die auf die Zeitspanne 33-45 referieren, sind nicht zukunftsorientiert, denn schon zu jener Zeit hatten wir ein kapitalistisches Wirtschaftssystem – also genau das was uns jetzt droht, den Garaus zu machen. Überhaupt ist ein politisch motivierter Umsturz, ganz im Gegensatz zu einem gesellschaftlich motiviertem, nichts anderes als ein Rückfall in andere Herrschaftsformen. Wir können das überall auf der Welt beobachten. Die Farbenrevolutionen sind nur das beste Beispiel dafür. Und dennoch scheint es in den Köpfen einiger Kreise nicht „klick“ zu machen – damit sind auch die vermehrt auftauchenden Träger von Alu-Hüten gemeint.

Wir alle befinden uns auf dem gleichen Weg und es ist eine erwiesene Tatsache, dass es leichter ist eine geeignete Abzweigung (einen Ausweg) zu suchen, als gegen den Strom zu schwimmen oder am Rande dieses Weges zu verharren und jene, die es doch tun, mit Dreck zu bewerfen. Ein bekanntes Sprichwort bessagt: wenn zwei sich streiten, freut sich ein dritter. Die Streitereien sind aber stets politisch motiviert und somit fester Bestandteil des Systems. Gegen eine gesellschaftlich ausgerichtete Revolution hat das System keinen Selbstschutz, da ein neues Gesellschaftssystem nicht nur dessen Mechanismen außer Kraft setzt, sondern das Alte sogar verdrängt – wenn es denn mehr Masse besitzt. Wir kennen dieses Prinzip aus der Physik. Es gilt also, die alten Ansichten, die lieb gewonnenen Erkenntnisse und zweifelhaften Wahrheiten über Bord zu werfen. Aber in diesem Punkt sind sich Politiker, Wirtschaftsbosse, Bankster, Schattenregierungen und Aktivisten offenbar einig…

MfG
Wanderer

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