Kapitalismus vs. Humanismus

Ironischerweise lässt sich ein humanistisches Konzept leicht in Worten beschreiben, aber otfmals reicht die Vorstellungskraft nicht aus, um die Mechanismen innerhalb dieser erstrebenswerten Gesellschaftsform zu verstehen. Zu sehr identifiziert sich der Einzelne mit der Konzeption des bestehenden Systems. Für einen Durchschnittsbürger muss sich die Konversation über ein humanistisches System wie chinesisch-rückwärts anhören, da seine gedanklichen Strukturen zu 100% auf die Existenz innerhalb eines kapitalistischen Systems kalibriert wurden. Ich schreibe ganz bewusst „wurden“, da es sich nicht um eine persönliche Entscheidung handelt, dazu werden nämlich mindestens zwei Optionen benötigt, sondern vielmehr um eine zwangweise Akzeptanz. Wie sehr so mancher mit dem System in Konflikt gerät sehen wir an der Vielzahl gescheiterter Existenzen. Ganz besonders auffällig ist die Ablehnung des bestehenden Systems bei Jugendlichen. Sie spüren noch eher als Erwachsene, dass ihnen eine Zwangsjacke statt die Möglichkeit der freien Entfaltung geboten wird.

Folglich sind Jugendliche auch offener für das Konzept des Humanismus, sofern ihre Gedanken noch nicht von Ideologien vergiftet wurden. Ein gestandener Ingenieur oder Anwalt kann damit weniger anfangen bzw. würde allein bei der Erwähnung des Begriffs Humanismus alle Überlebensmechanismen aktivieren. Immherhin stellt der Humanismus für solch „gestandene“ Persönlichkeiten einen lebensbedrohenden Umstand dar – was sie aber nicht zwangsläufig zu schlechten Menschen macht. Der Durchschnittsbürger ist daher mehr Opfer als Täter und die Summe seiner Erfahrungen sind das Ergebnis einer dauerhaften Konditionierung, die am Ende durch die Aufgabe von Opposition und Idealismus den Grad der Anpassung erkennen lässt.

Diesen Menschen sei gesagt, dass Humanismus lediglich ein fortschrittlicheres Gesellschaftssystem ist und dem Kapitalismus schon aus rein logischen Gesichtspunkten vorzuziehen wäre. Wie dieses Gesellschaftssystem funktioniert verrät ein Blick in die Natur. Fülle ist nur dort anzutreffen, wo der Mensch noch nicht Hand angelegt hat. Aber selbst nach einem Kahlschlag wirkt die Natur beständig nach dem Prinzip der Fülle. Jedes Lebewesen, jede Pflanze leistet seinen Beitrag zum Gesamtsystem Natur – ohne Ländergrenzen, ohne Geldsystem, ohne Ideologien, ohne Neid und Religionen. Und genau das ist der springende Punkt. Der wesentlichste Unterschied zwischen dem Homo Ökonomicus und der Natur liegt darin, dass die Natur aus sich selbst heraus eine grandiose Leistung vollbringt und dafür weder Lohn, noch Stand, noch Anerkennung oder gar eine vielversprechende Karriere erwartet. Solch zweifelhafte „Verlockungen“ unterliegen aber Menschen, nicht begreifend dass ihnen nur vorgegaukelt wird, dass sie besser bzw. schlechter als andere seien.

Hätte sich in den vergangenen 2000 Jahren ein humanistisches Gesellschafts- und Wirtschaftssystem etabliert, sähe sie Welt heute ganz anders aus. Man bedenke dabei nur der unzähligen Opfer von Kriegen und stelle sich vor, welch gewaltiges Potential mit ihrem sinnlosen Tod, für die Menscheit für immer verloren gegangen ist. Oder aber die schon lange andauernde und weiter zunehmende Zahl der „Arbeitslosen“ weltweit – welch eine Verschwendung… Solche „Abschreibungsraten“ gibt es nur in Ausbeutersystemen. Mittlerweile stehen wir an der Schwelle zu einem Monstersystem, das alles unter sich begräbt, was sich nicht nach dessen Bedingungen ausrichtet – Kapitalismus als Massenvernichtungswaffe.

MfG
Wanderer

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3 Gedanken zu „Kapitalismus vs. Humanismus

  1. !!! Jedes Lebewesen, jede Pflanze leistet seinen Beitrag zum Gesamtsystem Natur – ohne Ländergrenzen, ohne Geldsystem, ohne Ideologien, ohne Neid und Religionen. Und genau das ist der springende Punkt. !!!

    Aber durch den Todeskult mit seiner „Ideologie“, dieser Vergiftung einer sich als Religion tarnenden kriminellen Organisation mit hundert tausenden von Niederlassungen, wurde der Mensch in Europa seit über 1400 Jahren vergiftet, nachdem die Völker und Stämme von ihr überfallen, ihre Menschen gefangen genommen und zu den Sklavenmärkten der Welt transportiert wurden, um Sie als Arbeitsvieh für Felder und Bergwerke an die Meistbietenden zu verschachern, dass er sich nicht mehr als dass bewusst wird, was er innerhalb der Natur ist, nämlich ein lebendiges biologisches Lebewesen der ART Mensch, das andere Menschen konditionieren, trainieren und dressieren können, wie jeden Hund oder Affen oder Schwein.

    • Wenn wir die Prinzipien hinter Ideologien und Religionen genauer betrachten stellen wir fest, dass sie stets einen anlastenden Charakter haben – mit dem vornehmlichen Ziel, deren Widersacher zu belasten.
      Es ist eine unsichtbare aber latent vorhandene Last, die noch dazu freiwillig in den „Lebensrucksack“ gepackt wird. Je mehr man sich also „anlasten“ lässt, um mehr hat man zu schleppen. Das kann praktisch bis zum Stillstand oder im extremen Fall bis zum Zusammenbruch durch Überlastung führen. Eine sehr einfache aber effektive Methode, Gegner auszuschalten.

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