Der Weg aus dem Dilemma Teil V – Das neue Zeitalter

Unser hoch geschätztes Wirtschaftssystem funktioniert aufgrund völlig inakzeptabler Voraussetzungen, was in deren Folge zu verheerenden Ergebnissen führt. Es steht als ein, in Gänze unnatürliches System, einem natürlichen Gesamtsystem gegenüber, welches von den treibenden Kräften lediglich als Wirt missbraucht wird. Dieses Gesamtsystem beinhaltet Menschen, Tiere, Pflanzen und überhaupt das gesamte, ursprünglich bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmte, funktionierende, Ökosystem Erde. Einige Menschen innerhalb dieses Systems haben es sich zur Aufgabe gemacht, über andere Herrschen zu wollen. Dazu bedienen sich sich unterschiedlicher und zum Teil auch auf menschliche Schwächen abzielender Mechanismen. Große Besitztümer und Vermögen bilden dabei etwas, das als Fundament angesehen werden kann. Darauf gründet sich in aller Regel Einfluss. Wie und mit welchen Folgen dieser Einfluss genutzt wird sollte offensichtlich sein, wenn man einen offen Blick auf die globale Entwicklung wirft.

Aber ganz gleich wer im Hintergrund die Fäden zieht und wer die Vorgehensweisen vordergründig rechtfertigt ist es doch bemerkenswert, wie die Bevölkerungen reihenweise auf die ihnen präsentierenen Lügenmärchen hereinfallen. Ob nun hier in der BRD, in den USA, Arfika oder andererorts – die Muster sind stets die selben, ebenso wie die Täter. Das Ganze hat System und dient lediglich dazu, ein Aufbegehren der Massen durch austauschbare Begründungen und wenn nötig, mit politisch-korrektem Nachdruck und rechtsstaatlichen Mitteln zu verhindern. Dieses Konzept funktioniert offensichtlich über alle Gesellschaftsschichten und Intelligenzquotienten hinweg. Ein Arfikaner kann unverholen mit angeblichen Reichtümern ferner Länder belogen und aus seiner Heimat gelockt werden. Einem Deutschen wird etwas von Verantwortung vorgefaselt und einem Amerikaner wird erzählt, er habe sich patriotisch zu verhalten.

Würde dem Arfikaner stattdessen erzählt, wer für die Zustände in seinem Land wirklich verantwortlich ist, würde ein Deutscher erkennen welchen Preis seine Unaufrichtigkeit hat, würde ein Amerikaner erkennen, dass sein Patriotismus eine Farce ist und würden sich dann noch alle über ihre Erfahrungen austauschen, sähe die Entwicklung ganz bestimmt etwas anders aus. Aber das System hat tiefe Eindrücke bei jedem Einzelnen von ihnen hinterlassen und den Geist auf Überlebensmodus geschaltet. Dieser wird bekanntlich nicht von Vernunft geleitet sondern vom manipulierbarem Verstand. Als Folge davon sehen wir das Voranschreiten eines unbeschreiblich feindseeligen und menschenverachtenden Sozialverhaltens. Wie es überhaupt zu dieser Gesamtsituation kommen konnte verdient eigentlich einer peinlichst genauen Untersuchung, angestoßen durch und mit Hilfe der Öffentlichkeit.

1989 war die Bevölkerung der DDR der unhaltbaren Zustände im Land überdrüssig. Die immer wieder angeführte Reise- und Konsumfreiheit wird dabei gern als Grund für diese Massenbewegung genannt. Die Wahrheit sieht jedoch etwas anders aus. An erster Stelle stand der Wunsch, einem repressivem System zu entkommen und in eine fortschrittliche Gesellschaftsstruktur zu wechseln. Man hielt Karl-Eduard für einen Schwarzmaler und Propagandisten der herrschenden Kaste und schenkte den Nebenprodukten des kapitalistischen Systems kaum Beachtung – weil man sie nicht kannte. Die Ernüchterung stellte sich jedoch bald ein und man stellte fest, dass nicht gefüllte Regale und Reisefreiheit das erstrebenswerte Ziel dieser Bewegung gewesen ist, sondern der kollektive Wunsch nach Freiheit. Das spielt bei den Gewinnern des Umsturzes heute keine Rolle mehr, da sie ihre persönliche Freiheit mit Geld erkaufen, dass sie zuvor den Verlierern abgeknöpft haben. Letztere mussten sich allerdings recht bald der Realität stellen und wurden als Kollateralschäden der Wiedervereinigung billigend inkauf genommen – und mit Sozialhilfe und Hartz IV an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Diese Bevölkerungsschicht resignierte schließlich vor der Übermacht des Staates und der medial provozierten Hetze gegen Ossis und Arbeitslose.

Was gern unerwähnt bleibt ist die Tatsache, dass es tatsächlich einen Ausweg gibt. Nun ist es aber so, dass von der herrschenden Kaste nicht kampflos aufgeben wird, was einst durch Betrug und Lügen aufgebaut wurde. Mit s.g. rechststaatlichen Mitteln ist dem nicht beizukommen, denn die Damen und Herren Vertreter schreiben ihre Gesetze selbst. Der Weg in die Freiheit führt somit zwangsläufig über den Wunsch, wie einst 1989, nach einem fortschrittlichen und menschenfreundlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Wie sehr man sich Mühe gibt diesen Wunsch zu unterdrücken, erkennen wir an der täglich zunehmenden medialen Hetze gegen Systemgegner, bei gleichzeitig pompös aufgemachter Selbstbeweihräucherung der herrschenden Kaste die sich nicht scheut, sich gegenseitig Orden und Preise für ihre Untaten an die Brust zu heften.

Damit der Wunsch nach einem neuen Gesellschafts- und Wirtschaftssystem auch in Erfüllung gehen kann sind ein paar einfach zu bewerkstelligende Grundregeln zu beachten. Lasse ab von Ideologien und wende dich mit der gleichen Intesität Idealen zu. Verweigere dich der Manipulation durch die Medien indem TV und Radio ausgeschaltet bleiben. Lasse dich nicht zu Meinungen hinreißen, beobachte stattdessen Ursachen und Wirkung. Gibt Egoismus und Selbsterhöhung keine Chance und werde wieder Mensch. Stelle dir vor wie ein nachhaltiges Wirtschaftssystem ohne Geld funktionieren könnte. Wenn du, gerade mit dem letzten Punkt an die Grenzen deiner Toleranz stößt, dann deswegen, weil du noch in Kategorien denkst, die dir dieses System eingepflanzt hat. Es gibt keine faulen Menschen. Es gibt nur die, die systembedingt ausgeschlossen wurden. Generell gilt der Grundsatz, dass ein neues Zeitalter auch mit neuen Ideen, Möglichkeiten und dem Ablassen von alten Denkmustern eingeläutet werden kann. Auch wenn sich meine Ausführungen für den Einzelnen als zu banal darstellen sollten ist es eine unumstößliche Tatsache, dass der Wunsch nach gesellschaftlichem Fortschritt der Auslöser für einen Umsturz im Jahr 1989 gewesen ist.

MfG
Wanderer

Advertisements

15 Gedanken zu „Der Weg aus dem Dilemma Teil V – Das neue Zeitalter

  1. Nicht nur die Sicht und analytische Darstellung sowie die Argumentation sind Klasse , Das sollte wirklich ins Bewusstsein der Menschen eindringen um es nach und nach real im Leben Praktizieren zu können. Daher ist diese sehr wichtige Information unbedingt weiter zu empfehlen! .

  2. „Stelle dir vor wie ein nachhaltiges Wirtschaftssystem ohne Geld funktionieren könnte.“

    Das sollte unbedingt konkretisiert werden.

    Der Mensch des „Christlichen Abendlandes“ ist in seiner Gedankenwelt so konditioniert worden, dass er in einem Aberglauben lebt, den er für die Wirklichkeit, ja für die Wahrheit selbst hält. Damit meine ich nicht den offensichtlichen Humbug, Irrsinn und Wahn, den der Schuldkult ganz offen praktiziert oder die Überflutung mit den lächerlichen esoterischen Vorstellungen, die das Denken vergiften, sondern die „eigentliche“ Matrix mit ihrem Prim- oder Kardinal-Paradigma, die ich den Todeskult nenne, der aus einem „Nicht-Sein“ ein „Sein“ fabriziert, konstruiert, macht., was es nicht gibt, weil es dies nicht geben kann, aber so hingenommen wird, als ob es sich eben doch um eine Wirklichkeit, gar „die“ Realität handeln würde, die in den „Religionen“ als „Gott“ oder „die Gottheit“ umschrieben wird.

    Unter dieser „Glocke“ gefangen ist der so dressierte Mensch kaum in der Lage, sich ein funktionierendes und nachhaltiges Wirtschaftssystem ohne Geld überhaupt vorzustellen, er muss es per gedanklichen Zirkelschluss, der auch noch in sich logisch und schlüssig erscheint, als „unhaltbar“, „absurd“, „albern“ oder euphemistisch als „Utopie“ abtun.

    Es gleicht geradezu der Aufforderung an einen Christen, Hindu, Juden, Muslim, sich den „Glauben“, die „Religion“ ohne Jesus, Krishna, JHVH, Allah oder an einen Buddhisten, sich die „Religion“ mit einer Gottheit vorzustellen oder einem Geometriker, Mathematiker und Physiker die Welt ohne die Zahl Eins zu denken, die auch noch ohne die Dualität funktionieren sollte. Erzähle mal einem gewöhnlichen „Anwalt“, dass es das Recht gar nicht gibt; ich denke schon hier laufe ich Gefahr, nicht mehr als ganz normal bezeichnet zu werden.

    Also, Wanderer, ich denke da gibt es noch viel zu tun. 🙂 Ich bin dabei. 🙂 denn schließlich bin ich eine linke rote Socke und durch und durch mit Begeisterung und gerne ein Anti-Kapitalist.

    • Bist du ein Schachtelsatzfetischist? 🙂 Lassen wir religiöse Aspekte und Ideologie-PlatschQuatsch kategorisch heraus, sollte ein Problem einfacher zu beschreiben und viel pragmatischer zu lösen sein. Das liegt m.M.n. in der Natur der Sache.

      Aber sag das mal einem Homo Manipulensis. 😉

      MfG

      • Yo^^ und das bin ich gerne. Wie Mark Twain richtig feststellte, kommt, nach dem der deutsche Satz den Ozean durchgeschwommen hat, am Schluß das Verb. Außerdem ist meine Sprache durch die „Lateinische“ Rhetorik geprägt. Schärft die Logik und das Denken. Gute Übung.

        Jetzt muss natürlich meine Frage kommen, was du mit “ religiöse Aspekte und Ideologie-PlatschQuatsch“ meinst. Ich kann die Religion nicht außen vor lassen. Das wäre eben so, als ob ich das Atmen außen vor lassen würde oder die Philosophie des nicht-ideellen Materialismus.

        Und meine „Sozialisation“ ist ganz anders verlaufen, als dass ich jemals „Gott“ oder die „Religion“ abstreiten oder gar leugnen könnte, wodurch ich weder Atheist noch ein Agnostiker werden kann, weil ich das nicht will und deshalb nicht im Nihilismus oder irgendeinem Nirwana ende.
        http://seidenmacher.wordpress.com/2014/10/05/dafur-schame-ich-mich-nicht/

        • Ideologie-PlatschQuatsch:
          Nehmen wir das kleinste, anzunehmende Problem als Beispiel und nähern uns einer Lösung für das Problem 1 und 1. Auf der mathematischen Ebene liegt die Lösung auf der Hand. Der ideologische Aspekt liegt darin, dass es eine „linke“ und eine „rechte“ 1 gibt. Pauschal werden der linken 1 alle guten Vorzeichen zugebilligt und der rechten 1 alle schlechten.

          In etwa so: ++++++++1 und (+) – – – – – – – -1 = ?

          Mathematisch ist das natürlich Unsinn aber unter Menschen funktioniert das – nur dass aus Vorzeichen Attribute werden. Aber dieses Sinnbild sollte verdeutlichen, dass bei solch einem „Problem“ keine vernüftige Lösung zu erwarten ist. Ohne diesen ganzen Vorzeichen-Attributs-IdeologiePlatschQuatsch könnte man doch glatt auf die Idee kommen, dass aus der Vereinigung von 1 und 1 zwei werden. Mit den religiösen Aspekten verhält es sich genauso, nur das statt der Vorzeichen (buchstäblich) die jeweils heilige Schrift in Klammern steht.

          So gesehen sind religiöse Aspekte und IdeologiePlatschQuatsch bei der Lösung eines Problems nur hinderlich.

          MfG

          • „Wie wir wissen“

            Ja, aber die „anderen“ wissen es eben immer noch nicht … und deshalb können sie auch gar nicht begreifen, wovon du sprichst oder ich zu sprechen versuche.

            Ich bediene mich mal eines Spachbildes.

            Da ist also eine Kannibalen-Gesellschaft. Den Menschen kann dort noch so mit den schönsten Worten und besten Aussichten propagiert werden, welcher Unsinn es doch ist, andere Menschen aus einer anderen Gruppe von Kannibalen zu jagen, zu schlachten und zu essen. Du kannst ihnen die tödlichen Folgen vor Augen führen, sie aufklären, die Alternativen vor Augen malen:
            solange die Vorstellungswelt, die kulturell archaisch konditioniert und empirisch vorbelastet ist, nicht durchbrochen wird, werden auch unsere Gesellschaften weiterhin das biologische Lebewesen Schwein, das durchaus als intelligent zu bezeichnen ist, weiter halten, schlachten und essen.

          • Auch dieses Problem lässt sich auf eine Ursache zurück führen. Stichwort Konditionierung.
            Fleischkonsum, machen wir uns nichts vor, gab es schon immer. Moderne Tierhaltung und Schlachtmethoden sind jedoch ein erbärmliches Zeugnis unserer Zeit.

          • Vielleicht, dass es darüber geteilte Meinungen gibt? In unserer „Wertegemeinschaft“ scheint es sich dabei um ein Sammelsurium aus Profitgier, Konditionierung und Manipulation zu handeln. Ein nüchterner Blick von oben offenbahrt viele Unzulänglichkeiten. Es ist nur die Frage, wie man damit umzugehen gedenkt. Immer nur die Schweinereien aufzudecken führt nicht zu einer Lösung. Zu viel Konsum von diesen Schweinereien sind sogar kontraproduktiv, da Lösungsansätze unbeachtet bleiben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s