Das biegsamste Ding auf Erden ist das Recht

Schüler: Zur Rechtsgelehrsamkeit kann ich mich nicht bequemen
Mephisthopheles: Ich kann es euch so sehr nicht übel nehmen, ich weiß, wie es um diese Lehre steht. Es erben sich Gesetz‘ und Rechte wie eine ewige Krankheit fort; Sie schleppen sich von Geschlecht zum Geschlechte und rücken sacht von Ort zu Ort. Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage; Weh dir, dass du ein Enkel bist. Vom Rechte, das mit uns geboren ist, von dem ist, leider ! nie die Frage.

Goethe, Faust 1

Die ewige Beschwörung des Rechtsgeistes ist eine Folge gelebter und gut gepflegter Disharmonie. Um den Zustand auf unserer Erde vollständig zu begreifen ist es daher notwendig, das schon öfter erwähnte Gesamtbild zu betrachten. Selbstverständlich kommt man damit allein nicht zur gewünschten Erkenntnis, denn es fehlt noch eine Zutat ohne die, jegliche Betrachtungsweise nur ein Abklatsch der Wirklichkeit sein kann – die Objektivität. Aber wer kann schon von sich behaupten, wirklich objektiv zu sein? Ist es nicht eher so, dass Objektivität zu Gunsten des unbedingten Glaubens, des Übereifers und nicht zuletzt des Gruppenzwangs abgeschafft und gegen eine gleichgeschaltete Meinung ausgetauscht wurde? Wenn heute vom Recht gesprochen wird, ist dieses Recht nichts anderes als eine Interpretation der jeweils herrschenden Kaste.

Betrachten wir an dieser Stelle das Staatswesen und den Staat etwas genauer. An der Führungsspitze tummeln sich Rechtsanwälte, Lehrer und Emporkömmlinge wohlhabender Familien die nie im Leben etwas geleistet oder rechtschaffen gearbeitet haben geschweige denn, einer nutzbringenden Tätigkeit für die Allgemeinheit nachgegangen sind. Diese Kaste lebt mit ihren selbst geschaffenen Rechten und Immunitäten weitab vom Willen der Bevölkerung. Vergleichbar ist dieses Gebilde mit dem Hofstaat eines Königs, nur mit dem Unterschied, dass der König seit längerer Zeit aushäusig ist und die Staatsgeschäfte an inkompetente und zugleich selbst- und geltungssüchtige Sabbeltaschen übertragen hat. Der Staat ist also nichts anderes als eine Kolonie der Globalisten, eine Verwaltungseinheit mit eingeschränkten hoheitlichen Rechten.

Zu dieser Ansicht kann man allerdings nur gelangen, wenn man auch gewillt ist das vorhin erwähnte Gesamtbild zu erkennen. Jegliche Interpretation stört dieses Bild empfindlich und führt letztendlich wieder zu Meinungsverschiedenheiten statt zur dringend benötigten Einigkeit innerhalb der Bevölkerung. Ein passender Rahmen hebt dieses Gesamtbild deutlicher hervor. Aber es ist gerade dieser Rahmen, genauer, die Rahmenbedingungen, welche oft und ohne zu hinterfragen als Gegebenheiten hingenommen werden. Die Rede ist vom Gesellschaftssystem, dem Kapitalismus.

Kapitalismus ist, genau genommen, nichts anderes als ein profit- und wachstumsorientiertes Wirtschaftssystem, dass mehrere Komponenten zwingend benötigt. Wachstum, Ressourcen, Konsumenten. Diese drei Komponenten sind jedoch begrenzt und somit kommt es ab einem gewissen Punkt zuerst zu Fusionen oder Übernahmen von Unternehmen und letztendlich zum Ausverkauf ganzer Gesellschaften. Da stetig wachsende Konzerne immer mehr Wachstum aufweisen müssen, ist eine Expansion auf fremde Wirtschaftsgebiete unvermeidbar. Dies gilt im gleichen Maße für den Abbau von Rohstoffen. Mittlerweile hat sich jedoch der mächtigste aller Märkte an die Spitze der Wirtschaft hoch gearbeitet. Es ist der militärisch- industrielle Komplex als unausweichliche Folge eines auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystems und zugleich der am stärksten frequentierte Makt überhaupt.

Mit Recht, Rechtsstaatlichkeit, Souveränität, Demokratie und dergleichen hat das Ganze überhaupt nichts zu tun. Dies sind nur Worthülsen für die Bevölkerung, verpackt in Fremdwörtern, deren Bedeutung niemand versteht. Jeder Staat ist nur eine Kolonie der Globalisten und was denen genehm ist, wird dem Volk als Politik verkauft. Genau so kann die Hetze gegen Putin und Russland, aber auch gegen ehemalige Stadthalter des Irak, Libyen, des ehemaligen Jugoslawien und vielen anderen Kolonien eben jener Globalisten gesehen werden. Der Kapitalismus ist das Grundübel unserer Zeit. Ähnlich einem wuchernden Organismus, der als Krebs bekannt, jegliche Funktionen des menschlichen Körpers in Mittleidenschaft zieht, ist der Kapitalismus ein Krebsgeschwür für die gesamte Menschheit. Wer von Nachhaltigkeit redet und gleichzeitig diesem System huldigt hat entweder rein gar nichts verstanden und plappert ledigleich nach, was PR Agenturen der Mächtigen bereits vorgekaut haben oder ist Teil und somit Nutznießer des Systems.

Es ginge aber auch anders – würde man es nur wollen und die Weichen dafür stellen. Aber allein der Gedanke daran ist in einer von Selbstsucht geprägten Gesellschaft mehr als nur abwegig. Schließlich ist man gewohnt in genau jenem Rahmen zu denken, der einem von Kindesbeinen an vorgegeben wurde und sich wie ein Parasit im Kopf eines jeden Individuums festgesetzt hat – dank Mindcontrol. Um aus diesem geistigen Gefängnis, diesem Zoo aus politisch korrektem Gedankengut ausbrechen zu können, braucht es zuerst die Bereitschaft und diese stellt sich meistens erst dann ein, wenn man selbst ein Opfer des Systems geworden ist. Schlussendlich werden jedoch alle verlieren. Ganz gleich ob einfacher Angestellter, Börsenmakler, Politiker, Anleger usw. Die Menschlichkeit steht kurz davor, sich selbst abzuschaffen – zugunsten eines immer hungriger und mörderischer werdenden Systems, das Recht und Rechsstaatlichkeit nur als Mittel zur Unterdrückung nutzt.

Dieses Gesamtbild ist aber noch weit größer und zeigt nicht nur die Fratze des Kapitalismus. Auch Religionen und religiöse Gruppen gehören in diesen Rahmen. Sie agieren nach dem gleichen Prinzip wie der Kapitalismus. Wachstum um jeden Preis und ohne Rücksicht auf Verluste. Religiöse Gruppen zählen zu den besten Kunden des globalen militärisch- industriellen Komplexes und sind somit Teil des Systems mit Zutritt zu allen Herrschaftshäusern der Welt. Religiöse Führer schicken ihre Gefolgsleute wissentlich und mit falschen Versprechen in den Tod, ebenso wie es Politiker auch zu tun pflegen. Es macht also keinen Unterschied ob ein Staatswesen auf *Ismen oder Religion aufgebaut ist.

Aus dieser Wirklichkeit führt nur der Weg über die Selbsterkenntnis und der Eigenverantwortung hinaus. Aufklärung muss genau an dieser Stelle beginnen, will die Menschheit eine Chance haben.

MfG
Wanderer

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