Der Weg

Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen? Die wenigen, die was davon erkannt, die töricht genug ihr volles Herz nicht wahrten, dem Pöpel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten, hat man von je gekreuzigt und verbrannt.

Goethe Faust 1

Auf unserer Welt geschehen unfassbare Dinge. Mord und Totschlag im Namen der Demokratie oder Gottes sind an der Tagesordnung und wir, hier im „reichen Westen“, laufen brav im eigens für uns konzipierten Hamsterrad. Ein wenig Aufbegehren hie und da, ein wenig Desinformation durch unsere Medienlandschaft, und schon haben wir wieder ein ausgewogenes Verhältnis zwischen gut und böse – je nach Standpunkt. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Eine übergroße Masse manipulierter und williger Arbeitssklaven verrichtet ohne etwas zu hinterfragen ihr Tagwerk. Selbst die Angestellten der Rüstungsindustrie fühlen sich gut dabei, wenn durch ihren Fleiß wieder ein paar tausend Menschen zu Tode kommen. Selbstverständlich wird das niemand zugeben, schließlich ist die Arbeit knapp im Land und man braucht das Geld… Da stellt man doch lieber ein paar Bomben her, um nicht bei den Hartz IV Beziehern zu landen. Ein fauler Kompromiss, aber immerhin überhaupt einer…

Selbst der Staatsdienst ist zu einem Repressionsdienst verkommen. Der Bürger steht zwar immer noch im Mittelpunkt, nun jedoch im Fadenkreuz der Ämter und Aufsichtsbehörden. Du bist Terrorist – dank unserer allseits akzeptierten Vorratsdatenspeicherung! Derweil lassen sich die Verbrecher durch Gesetze schützen und die Polizei sieht tatenlos ihrem Wirken zu. Nicht fruchtbares Land umgibt uns, sondern der Nährboden für eine ganz besondere Spezies – dem Homo impius. Kaum jemand hinterfragt das Ganze, kaum jemand verschafft sich einen Überblick oder zieht die richtigen Schlüsse. Genau diese Tatsache macht es den Schattenregierungen und ihren Vertretern recht einfach.

Die Angst vor dem Arbeitsplatzverlust, Angst davor, als Außenseiter oder Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt zu werden oder gar als rechts bzw. neu-rechts in irgend einer Schublade zu landen, können wohl als Basisängste bezeichnet werden. Aber warum werden diese Ängste und ihre Auslöser nicht hinterfragt? Ist dieser Zustand etwa angenehm? Ich persönlich vergleiche diesen Zustand mit Scheiße und mit Scheiße kann man sich nicht arrangieren. Scheiße ist mehrfach und eventuell sogar schwer verdautes und wird bestenfalls als Dünger verwendet aber doch nicht als Basis für eine Gesellschaft! Doch genau das machen unsere Mitbürger in einer übergroßen Mehrheit. Sie arrangieren sich mit allem was scheiße ist – man kann ja doch nichts daran ändern.

Wer sich damit nicht abfinden will begibt sich auf die Suche. Entweder nach der Wahrheit oder nach Gleichgesinnten. Das ist auch ein möglicher Weg aber er endet für gewöhnlich in einer Sackgasse. Wäre es eine Suche nach den Ursachen, erhielten wir eine immer gleichlautende und eindeutige Antwort. Es wird jedoch nach der Wahrheit gesucht, einem Abstraktum. Der tägliche Informationsfluss ist dermaßen gigantisch, dass für jedes Interessengebiet ein adäquates Angebot vorgehalten wird. Seien es geschichtliche Ereignisse, weltpolitische oder wirtschaftliche. Für alle Wahrheitssuchenden gibt es täglich frisches aus der Informationswelt. Aber das Wesentliche wird nicht beachtet, sogar gänzlich geleugnet, bestenfalls jedoch als unwichtig abgetan.

Eine Antwort liefert uns die Evolution. Der umstrittene Darwinismus, der, genau genommen nicht die Entstehung sondern vielmehr die Entwicklung oder auch Spezialisierung der Arten beschreibt, ist der ungesehene Ansatz auf der Suche nach den Ursachen. Unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem ist einem evolutionären Prozess unterworfen, wie übrigens alles was sich den Gegebenheiten anpassen muss. Jedoch haben wir mit einem erheblichen Nachteil zu kämpfen den es in der Natur in dieser Form nicht gibt. Die Entwicklung auf Kosten der Umwelt und nicht zuletzt sogar der eigenen Art. Die Menschheit hat sich zu einer Seuche evolutioniert. Von falschen Führern und falschen Idealen geleitet, tut ein jeder sein bestes, um diese Welt ein wenig schlechter zu machen. Hauptsache das eigene Konto stimmt! Wer abweicht ist nach gängiger Meinung kein Mensch mehr und gehört gnadenlos bestraft.

So weit wir denken können ist das so und niemand – wirklich niemand – fragt nach den Ursachen. Wäre es so, würden alle Fragen der jüngeren und jüngsten Zeitgeschichte innerhalb kürzester Zeit beantwortet und die Suche nach den Ursachen schritte weiter voran. Aber es ist nicht an dem. Fakt ist, dass alle Gesellschaftsformen der Vergangenheit stets nach dem gleichen Muster funktionierten. Fakt ist auch, dass der Kapitalismus das Ergebnis eben jenes Evolutionsprozesses ist, der in den frühesten Gesellschaftsformen seinen Ursprung hat. Kapitalismus ist die derzeit höchste Form der Spezialisierung unseres Systems. Ursache und Wirkung geben sich ein ewiges Stelldichein und sorgen so für eine geschickte Ablenkung vom Wesentlichen.

Auch unser Geldsystem ist „nur“ ein Subsystem des Kapitalismus. Ohne dieses etablierte Geldsystem wären wir in einer reinen Sklavenhaltergesellschaft. Das bedeutet, dass sich seit damals nichts geändert hat. Es ist immer noch so wie anno domini – nur sehr viel fortschrittlicher, effizienter. Und es wird auch so bleiben, wenn, ja wenn nicht ein grundlegendes Umdenken einsetzt. Und das sollte gerade an den verantwortlichen Stellen passieren. Dieses Gesellschaftssystem hat ein Verfallsdatum und es rückt immer näher. Das Problem was sich dahinter verbirgt ist, dass niemand so genau weiß was dann kommen soll. Etwas anderes als Kapitalismus kennen die wenigsten unter uns und selbst die Ökonomen und Sozialwissenschaftler scheuen die Diskussion um das Thema Nachfolge des Kapitalismus wie der Teufel das Weihwasser.

Die elitären Führungspersönlichkeiten haben, ebenso wie die breite Masse, ein Problem mit der Selbstwahrnehmung. Interessant an diesem Phänomen ist, dass es sich quer durch alle Gesellschaftsschichten zieht und selbst vor ach so kritischen Zeitgenossen wie unseren Wahrheitssuchern nicht halt macht. Ich nehme mich da nicht heraus, doch sehe ich mein Wirken eher in der Ursachenforschung als in der Suche nach Wahrheiten. Ob Wahrheit oder Lüge ist letztendlich ohne belang. Beides hat Existenzberechtigung – jedoch nur unter allgemein akzeptierten Gegebenheiten. Wären diese anders, gäbe es keinen Disput über Wahrheit und Lüge sondern einen gänzlich anderen.

Welche Ausmaße dieses „Spiel“ mittlerweile angenommen hat ist für jeden klar zu erkennen – so denn der Wille dazu vorhanden ist. Doch es werden nach wie vor die falschen Schlüsse gezogen, die falschen Wege gegangen und selbst vor Anfeindungen in jeglicher Richtung wird nicht zurück geschreckt. Es geht Mann gegen Mann um der geliebten Wahrheit Willen. Jedem das Seine aber mir das Meiste! Auch wenn dieser Prozess im Unbewussten abläuft, ist er doch die treibende Kraft eines Jeden in diesem, unseren System. Am Ende führt dieser Weg in das totale Chaos und weiter in das Ende dessen, was wir als Menschheit bezeichnen.

Gab es in früheren Zeiten noch so etwas wie Fortschritt oder bahnbrechende Entwicklungen, sind wir nun in einer Zeit der Optimierung angelangt. Es wird nichts zum Wohle der Menschheit entwickelt sondern zu seiner Zerstörung. Die gigantische, weltweite Rüstungsindustrie ist der beste Beweis hierzu. Ein Gesellschafts- und Wirtschaftssystem mit anderen Werten und Zielen braucht keine Waffen mit dem x-fachen Zerstörungspotential seiner erklärten Gegner. Wir gehen also den Weg der Zerstörung, gerade weil wird dieses System weiter nähren. Aus Angst vor den eigenen wirtschaftlichen Verlusten, handeln einige Zeitgenossen gegen das Leben selbst. Entweder indem sie Rüstungsgüter entwickeln und produzieren oder um ganz schnell, ganz oben anzukommen – aus welchen Gründen auch immer. Dieser Wettbewerb führt in jedem Fall in den Untergang. Es gibt kein endloses Wachstum – Punkt! Genauso wenig gibt es eine Ordnung aus dem Chaos! Es gibt nur Ordnung oder Chaos. Der natürliche Zustand ist bereits ordnend strukturiert. Darin geschehen die Dinge quasi von selbst. Nehmen wir den zyklischen Pflanzenwuchs als Beispiel, ist das Ordnungsprinzip selbsterklärend. Jeglicher Eingriff darin verursacht Chaos. Am Beispiel Monsanto ist sehr deutlich zu erkennen, welche Folgen daraus erwachsen.

Es geht nicht um einzelne, obwohl sehr mächtige, „Mitspieler“ auf dieser Erde, sondern um das Ganze. Innerhalb dieses Ganzen hat sich etwas entwickelt, das einem Tumor gleicht. Exponentiell wachsend und sich immer mehr verbreitend, entzieht es der Menschheit die Lebensgrundlage. Begreifen die maßgeblichen Persönlichkeiten an den Schaltzentralen der Welt diese Tatsache nicht, wird es für ausnahmslos alle ein ziemlich böses Erwachen geben.

https://selbstbetrug.wordpress.com/2014/01/29/massenvernichtungswaffe-kapitalismus/

https://selbstbetrug.wordpress.com/2014/01/31/hohle-erde-massenvernichtungswaffe-kapitalismus-teil-2/

MfG
Wanderer

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Ein Gedanke zu „Der Weg

  1. Das Erwachen ist zwangsläufig, nicht zu vermeiden. In uns selbst allein liegt die Zukunft. Jeder ist selbst eine maßgebliche Persönlichkeit. Wem man die Schuld gibt, dem gibt man die Macht zur Veränderung. Es gibt nichts wichtigeres als unsere materielle Lebensgrundlage. LG

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