Geschichte – oder das Märchen von dem was war

In diesem Artikel werde ich den Mythos um die Geschichte behandeln und versuchen, eine allgemeine Definition für jene Handlungen zu erarbeiten, die sich auf die Geschichte berufen.

Betrachten wir zuerst das Wort an sich. Es bezeichnet das Schichtweise, das (Auf)Geschichtete. Im Englischen tritt die Bedeutung des Wortes sogar noch exakter hervor – History – das Hoch-Geschichtete. Es ist demnach die, in Schichten übereinander gestapelte Information über die Vergangenheit. Lässt man diese Sichtweise ein wenig auf sich wirken, bekommt die Aussage „tief in der Geschichte vergraben“ eine völlig neue Bedeutung. Aber nichts anderes passiert mit dem (Auf)Geschichten. Man begräbt etwas unter vielen Schichten. Das macht man eigentlich nur, um etwas zu verbergen.

Die Sieger schreiben die Geschichte. Das war schon immer so. Es ist daher selbstverständlich, dass sich diese Sieger nur im besten Licht sehen wollen. Darauf bauen alle Heldenlieder, Epen und Sagen. Nicht das Gemetzel, das Leid, Tod, Misshandlungen und Vergewaltigungen werden geschildert. Vielmehr wird eine Ideologie des Ruhmes, des Reinen und Verantwortungsvollen gepredigt. Das durch Kriege erzeugte Leid wird zum Teil der Geschichte, den es zu verbergen gilt.

Gerade die Deutschen haben dies am eigenen Leib miterlebt und es ist in Teilen sogar bei Strafe verboten, bestimmte Teile der Geschichte wieder aufzuarbeiten. Das Volk soll sich befreit fühlen und um diese Illusion aufrecht zu erhalten, werden erhebliche Mittel aus Steuergeldern freigesetzt. Eine ganze Armee von Geschichtspflegern wird dafür abgestellt und (frei)Willige aus dem Volk rekrutiert, damit Geschichte bleibt, was mühsam aufgeschichtet wurde.

Somit bliebe also festzustellen, dass jene die sich auf die Geschichte berufen, sowohl die (Auf)Schichtspfleger als auch die Revisionisten einem Endlosspiel gegeneinander aufgesessen sind. Was auf der einen Seite aufgedeckt wird, muss von der anderen Seite schnellstens wieder verdeckt werden. Das geschieht im Allgemeinen mit Hilfe der Presse- und Medienberichterstattung als auch mit der stärksten Waffe, die die Menschheit jemals gesehen hat – die Ideologie.

Um diese Situation aufzulösen bedarf eines Sinneswandels und die Konzentration auf das Wesentliche, das Dringlichste. Dazu müssen wir uns bewusst machen, dass das kapitalistische System im Sterben liegt. Die Zunahme von Kriegen und kriegerischen Handlungen sind ein deutliches Zeichen dafür. Es ist der Todeskampf eines sich selbst verdauenden Systems. Je mehr Energie in diese sterbende Struktur investiert wird, um so qualvoller wird es für alle Beteiligte – also die gesamte Menschheit. Wenn wir eine Erkenntnis aus dem Wesen des Kapitalismus ziehen können, dann die, dass aus dem vermeintlichen Wettbewerb sehr schnell tödlicher Ernst werden kann.

MfG
Wanderer

Aufklärungshooligans

Dem folgenden Artikel gehen Überlegungen voraus, die einer möglichst objektiven Betrachtungsweise dienlich sind. Diese Bemerkung ist wichtig weil mir immer wieder auffällt, wie meinungsbeladen und polarisierend – nicht nur seitens der Mainstream Medien – berichtet wird. In diesem Blog habe ich mögliche Wege und Sichtweisen dargelegt. Nicht um noch mehr zu polarisieren, sondern der ohnehin schon sehr ausgeprägten Polarisierung zumindest in Teilen entgegen zu wirken.

Seit einiger Zeit bin ich mir nicht mehr sicher, ob eins und eins zwei ergibt. Dazu muss man sich vergegenwärtigen, dass dieses – zugegeben – sehr einfache Rechenmodell bestenfalls der Ansatz für ein Ergebnis oder besser noch, eine Näherung sein kann. Schließlich wird nur summiert. Diese Summe beschreibt jedoch weder Qualität noch irgend ein Attribut, das mit diesem Ergebnis einher geht. Ein fauler Apfel und ein unversehrter Apfel ergeben immerhin auch zwei Äpfel. Nur mit dem Unterschied hinsichtlich der Qualität. Was entnehmen wir daraus? Das reine Aufsummieren von Gegebenheiten ist nur ein Teil der Wahrheit. Andere Faktoren werden dadurch überhaupt nicht berücksichtigt. Das bedeutet im Klartext, dass selbst eine so einfache Rechenoperation „nur“ ein Konstrukt ist um etwas in seiner Menge, jedoch nicht in seiner Vollkommenheit zu beschreiben.

Fakten, Fakten, Fakten

Ja die Fakten haben es uns angetan. Je mehr, um so besser – meinen wir. Beziehen wir nun die eben gewonnene Erkenntnis in unsere Faktenlage mit ein ist zu sehen, dass nicht die Masse der Fakten, sondern deren Attribute, auf einer ganz anderen Ebene zu suchen sind.

Die Aufklärungshooligans

In einem Punkt ist sich die Internet-Kommune weitestgehend einig. Die aktuelle Berichterstattung spottet jeder Beschreibung. Was jedoch auffällt ist die Zunahme von unqualifizierten Bemerkungen, bis hin zu Beleidigungen in den Kommentarbereichen der Blogs und Online-Gazetten. Stünden sich Redaktionen und Kommentarschreiber Auge in Auge gegenüber, würden die Wortgefechte in Mord und Totschlag enden. SO schafft man keine Basis für den Frieden! Dieser Shitstorm von möchtegern Aufgewachten und s.g. Aufklärern ist eine Beleidigung für jeden Friedensaktivisten. Die Aufklärungshooligans begreifen das Weltgeschehen nicht einmal ansatzweise, fühlen sich aber dazu berufen ihren Kommentar ins Netz zu blasen, nur weil sie mal einen einzigen Aspekt von UNENDLICH vielen etwas genauer betrachtet haben. Diese Herangehensweise gleicht einem Trottel der mal gehört hat, dass man Steinpilze essen kann und während der Suche nach eben dieser einen Pilzsorte alle anderen kaputt trampelt.

Weist man solche Kommentarschreiber darauf hin, dass sie sich in einem Wald befinden und sich dem entsprechend genauer umschauen sollten wird man erstaunt feststellen, mit welcher Kaltschnäuzigkeit einem vorgeworfen wird, dass man von Steinpilzen überhaupt keine Ahnung hat. Liebe Freunde der Wahrheit, so funktioniert es definitiv nicht! Nicht umsonst habe ich in mehreren Artikeln darauf hingewiesen, dass eine ständige Selbstüberprüfung wichtig ist. Jeder Maschine werden solche Prüfroutinen eingebaut damit im Fehlerfall schnell und präzise gearbeitet werden kann. Ein übergroßes Ego kennt solche Prüfroutinen selbstverständlich nicht. Warum auch? Die anderen sind eh alle doof und können einem nicht das Wasser reichen. Jedem wachen Geist sollte klar sein, dass mit solch einer Einstellung die Gesellschaft gespalten und das Prinzip von teile und herrsche exzessiv unterstützt wird. Das solche Kretins, selbst bei strafrechtlich relevanten Aussagen in Ruhe gelassen werden, ist nur allzu logisch. Sie dienen in ungewollter Weise dem System!

Was mich jedoch immer wieder in Erstauen versetzt ist die Tatsache, dass man diese Aufklärungshooligans gewähren lässt. Ein Indiz dafür, dass gesellschaftliche Werte längst auf dem Müllhaufen gelandet sind und so etwas wie eine Gemeinschaft nur noch rudimentär und je nach Interessenlage vorhanden ist. Ganz nach dem Vorbild der oft erwähnten Schattenregierungen.

Einen durchaus positiven Ansatz verfolgen dagegen die Montagsmahnwachen. Aber auch dort fällt auf, wie zerrüttet die Gesellschaft in Wahrheit ist. Das ständige Distanzieren von diesen und jenen Ansichten ist ein deutliches Indiz für eine vollständig indoktrinierte Gesellschaft. Warum beschränkt man sich nicht auf einen gemeinsamen Nenner? Soll doch jeder seine Ansichten haben. Aber bitte nicht andere beschimpfen, wenn sie diese nicht teilen. Die Polarisierung ist das Grundübel unserer Zeit. Es gibt durchaus starke Interessengruppen, die genau dies voran treiben. Es sind aber auch genau jene Interessengruppen die ihren Status verlieren, wenn sich aus zerstreuten Grüppchen und Einzelkämpfern eine Gemeinschaft bildet. Selbstverständlich müssen die Verursacher dieses gesellschaftlichen Chaos benannt werden. Wie will man denn sonst etwas an der prekären Lange in der Welt ändern?

Es müssen Prioritäten gesetzt werden. Wir müssen begreifen, dass unser „Haus“ bereits lichterloh brennt und folgerichtig sofort mit den Löscharbeiten beginnen. Die Aufklärungsarbeit erfolgt dann DANACH! Also erst wenn sich die Gemüter wieder beruhigt haben. Umgekehrt wird aus Aufklärung Hetze! Und dies beobachte ich mit zunehmender Besorgnis.