Die Scheinwelt

Da haben es diese Politganoven doch wirklich gewagt ihre Diäten – ein Unwort als Unding – kräftig zu erhöhen. Fast 9100 Euro pro Monat sind es nun. Ein ziemlich kräftiger Schluck aus der Pulle in Anbetracht der desaströsen Lange im Land. Die Vertreter auf den politischen Haupt- und Nebenbühnen werden immer zahlreicher und aufgrund der knapper werdenden Plätze an den Futtertrögen der Gesellschaft, auch zunehmend immer dreister. Fern ab der Wirklichkeit regieren sie einen Scheiß zusammen und bemerken es in ihrer Selbstherrlichkeit nicht einmal.

Der neueste Clou ist ein Regierungswechsel in der Ukraine. Wahrscheinlich hat nicht einmal ein Bruchteil der Bevölkerung realisiert, was da überhaupt geschehen ist. Hier in D kommt man ja auch vor lauter Kaufzwängen und Arbeit gar nicht mehr zum Nachdenken. Der Kapitalismus wird als das finale Gesellschaftssystem betrachtet und das täglich Fernsehen liefert das Mantra dazu. Die Abwärtsspirale ist schon deutlich sichtbar und hin und wieder getraut sich auch jemand darüber zu reden. Aber die Angst der Bevölkerung vor der eigenen Regierung sitzt so tief im Nacken, dass ein Aufbegehren undenkbar scheint. Doch Angst fördert Frust und aus Frust erwächst Zorn.

Selbstverständlich taucht angesichts dieser Tatsachen die Frage nach einer Veränderung auf. Selbstverständlich ist das Volk unzufrieden und ebenso selbstverständlich wird mangels einer besseren Idee dem vermeintlich kleineren Übel der Vorzug gewährt. Erst gestern hatte ich wieder ein paar schöne Gesprächsstunden. Dabei fiel das Wort „Kommunismus“. Hat sich beim Lesen dieses Wortes gerade etwas in dir geregt? Wenn ja, bist du leider, leider manipuliert. Kommunismus hat rein gar nichts mit dem Sozialismus zu tun. Der Sozialismus wurde gern als Vorstufe zum Kommunismus angepriesen, aber das eigentliche Wesen dieser Gemeinschaftsform wurde von den Sozialisten nicht verstanden.

Also was ist nun Kommunismus? Das Wort stammt von Kommune (der Gemeinschaft) ab und beschreibt ein Gemeinschaftswesen. Eine Gemeinschaftsordnung, in der jeder alles hat und alles bekommt was gerade gebraucht wird. In den Medien wird dieses Bild ganz bewusst verzerrt und auf das Unwesen des sozialistischen Zentralstaates herunter gebrochen. Die Wahrheit aber ist, dass Kommunismus noch nie auf der Welt existiert hat. Ein Geldsystem wie wir es kennen, hätte im Kommunismus gar keine Existenzberechtigung. Schließlich lebt eine Kommune gemeinschaftlich von den Dingen, die sie erwirtschaftet. Das Spiel „wer hat am meisten“ zählt dort überhaupt nicht. Vielmehr stehen Qualitäten und Weiterentwicklung ganz hoch im Kurs.

Der wahre Kommunismus ist nicht Marxismus oder Leninismus, ist nicht links, nicht rot und nicht Sozialismus. Kommunismus ist ein Menschheitstraum nach Freiheit, nach Entwicklung und nach Wertschätzung. Der Mensch steht im Vordergrund und nicht die Industrie oder die Interessen einzelner. Ist es nicht das, was jeder will? Ist es nicht dieses Ziel, das wir anstreben? Um dieses Idee in die Köpfe der Menschen zu pflanzen bedarf es aber erst einer Klarstellung der Begrifflichkeit des Wortes Kommunismus. Sowohl die Massenmedien als auch die Linken rennen mit einer Vorstellung vom Kommunismus durch die Welt, die dieses einzigartige, auf Gemeinschaftlichkeit aufbauende Lebensprinzip zu Gunsten des schnöden Mammons und für die Durchsetzung eigener Interessen ad absurdum führen.

Wer sich mal einen Spaß leisten möchte, der gebe bitte in die Bildersuche von gooogle zuerst das Wort Kommunismus ein. Seitenlang wird man dann förmlich erschlagen von linksgerichteter Symbolik. Gibt man das Wort Kommune ein erscheint, welch Überraschung, eine Flut von Hippie-Bildern. Das sind die Bilder, die Politik und Medien in die Köpfe der Menschen gepflanzt haben. Nicht das Schöne, Vollendete, Erstrebenswerte wird als Suchergebnis geliefert, sondern Abstraktionen, Phantastereien und Ideologien. Wer da Augen hat, der sehe…

Wer das Wort Kommunismus nicht ertragen will, kann es gern gegen ein anderes austauschen. Das Prinzip ist es, worum es hier geht. Die Verballhornung von Begriffen trägt im Wesentlichen dazu bei, dass zwei zwar das gleiche meinen, aber aufgrund abweichendem Verständnis über Begrifflichkeiten keinen gemeinsamen Nenner finden. Nicht ein ‚ismus sollte Gegenstand einer Debatte sein, sondern die gemeinsamen Ziele. Aber wer denkt schon über den Tellerrand hinaus? Veränderungen wollen alle und je eher um so besser. Aber wer sitzt danach wieder an der Machtspitze? Wer hat sich Gedanken darum gemacht, wie es nach einer Veränderung weiter gehen soll? Es geht in den vielen Diskussionen immer nur bis zu diesem einen Punkt. Alles ist Scheiße also muss alles weg.

Meine Frage lautet: Und was dann?

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Firewall mal etwas anders

Update 25.02.2014 am Ende des Artikels!

In den vergangenen zwei Wochen waren mal wieder die Themen Firewall und Antivirus interessant. Und so folgte ich dem Ruf der Werbung… Das vernichtende Urteil gleich vorweg, die NSA ist überflüssig. Gerade die Personal-Firewalls für PC, eigentlich zur Absicherung gedacht, sind nichts anderes als legalisierte Rootkits mit Spionagefunktion! Die Geschwätzigkeit dieser Software – und da langen alle Anbieter kräftig zu – ist eine Frechheit sondergleichen. Der User erfährt davon nichts. Jeder Klick, jede aufgerufene Seite, IP Adressen, Datenverbrauch etc. wird protokolliert und weiter gereicht. Die Firewall schweigt sich über diese Hintergrundaktivitäten aus und wiegt den Unbedarften in vermeintlicher Sicherheit. Gegen weitere und kostenpflichtige Upgrades bekommt man selbstverständlich noch mehr vermeintliche Sicherheit – aber auch noch mehr NSA-light frei Haus. Auch Hersteller von Antivirensoftware sind um keinen Deut besser. Doch hat sich ein Kandidat als akzeptabel erwiesen. Darauf gehe ich am Schluss nochmal ein.

Jedenfalls ist es eine wahre Zerreißprobe, und eine ausweglose noch dazu, mit diesen stummen „one-klick“ Hintergrundwächtern. Aus diesem Grund habe ich mir die Mühe gemacht und eine eigene Firewall entworfen, ganz ohne schwerwiegende Eingriffe ins Betriebssystem. Das Prinzip möchte ich hier kurz vorstellen.

Der eigentliche Witz an der Sache ist aber noch viel subtiler. Server haben die Angewohnheit, wirklich alles zu logen. Dafür sind sie schließlich da. Wenn man sich dieser einfachen Tatsache bewusst ist weiß man auch, dass jegliches Geschwätz über Datenschutz die Zeit nicht Wert ist. Server logen alles, was man ihnen erlaubt oder nicht explizit verbietet.

Das Ganze basiert auf einer Virtualisierungssoftware (VM Ware 6.0) und einem darauf aufgesetzten Debian Server mit zwei virtuellen Netzwerk-Interfaces. Nun ist diese virtuelle Maschine selbst ein Server und somit hat man auch Einfluss auf den Datenverkehr. Praktisch gesehen leite ich die gesamte Kommunikation ins und aus dem Internet durch die virtuelle Maschine auf das eigentliche Windows des Hostrechners. Dazu werden zwei unterschiedliche Netze benötigt (es geht auch anders). Das eine Interface des Servers zeigt in das Netz des Routers (z.B. 192.168.1.0/24) und das andere zeigt in ein privates Netz der Wahl (z.B. 192.168.222.0/24). Danach wird Routing aktiviert und mit einer entsprechend konfigurierten stateful-packet-inspection Firewall der Datenfluss gefiltert und gesteuert.

Schema
In diesem Schema sind die Kommunikationswege zu sehen. Der Hostrechner ist zwar noch physisch mit der Netzwerk-Hardware verbunden aber es findet keine direkte Kommunikation zwischen Host und Hardware statt. Statt dessen wird der Weg über die Netzwerkbrücke von VM-Ware geleitet.

Ein paar Handgriffe waren dafür aber schon notwendig. Und außerdem, wenn man schon einen Server aufsetzt, sollten auch noch gleich ein paar Zusatzdienste, wie DNS, Proxy, NTP, SSH und VPN- um nur einige nützliche zu nennen, dabei sein. Das eigentliche Heimatnetz in dem sich der Router zum Internet befindet, bleibt von all dem unberührt. Der PC wird aber, und das ist ja Sinn der Aktion, von Geräten aus dem Heimatnetz nicht mehr gesehen. Mit VPN Tunnel ist aber auch das möglich. Und damit ist der heimische Datenverkehr auf einem wesentlich höherem Sicherheits-Niveau, als vorher.

Mit genug Power lässt sich so eine kleine Serverfarm mit Webserver, eMailserver und sogar Load-Balancer oder Dateiserver auf dem PC virtualisieren. Mit mehreren PC im Haus und reichlich Paranoia sind auch, durch VPN verbundene, autarke Netze mit Backup-Lösungen möglich. Man könnte theoretisch auch alle Daten auf den virtuellen Laufwerken belassen. Ein erster Test war zufriedenstellend. Weder das private Netz, noch der Hostrechner sind im LAN sichtbar. Lediglich der Datenfluss des virtuellen Gateway ist zu sehen. NMAP und Wireshark, aber auch professionelle Tools kamen nicht in das private Netz oder an Daten bzw. Informationen zum Hostrechner. Sicherlich gibt es weitaus professionellere Möglichkeiten. Aber die kosten auch dem entsprechend.

Was nun die Antivirensoftware betrifft, konnte nur ein Hersteller überzeugen. Abgesehen von der Leistungsfähigkeit und der Aktualität der Signaturen, die bei allen Herstellern etwa gleich ist, ist aber Avast nicht so geschwätzig wie seine Kollegen – vorausgesetzt, man deaktiviert überall die Kommunikation zu Avast. Das diese Möglichkeit überhaupt besteht, ist sehr löblich. Andere Hersteller bieten diese Funktionen gar nicht erst an. Eine Deaktivierung mag zwar nicht im Sinne des Herstellers sein, dafür aber es ist gut für die Privatsphäre.

Update 25.02.2014:
Mit Avast scheint es auch nicht so das Wahre zu sein. Nachdem ich ein paar Prüfroutinen in die Firewall implementiert habe, ist folgendes im Log zu sehen, wenn ich eine eMail versenden will:

Feb 25 10:04:22 rot kernel: [35849.834495] prüfe…IN=eth1 OUT=eth0 MAC=00:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx SRC=192.168.xxx.xxx DST=46.4.28.85 LEN=52 TOS=0x00 PREC=0x00 TTL=127 ID=3717 DF PROTO=TCP SPT=49468 DPT=443 WINDOW=8192 RES=0x00 SYN URGP=0

Wir sehen hier einen Verbindungsaufbau zu einer mit SSL verschlüsselten Seite (DPT 443). Unter SRC steht die Quelladdresse meines PC und DST ist die angerufene Zieladdresse. Macht man jetzt ein lookup auf diese Adresse erscheint als Antwort:

Server: rot.xxx.intern
Address: 192.168.xxx.xxx

Name: a350vg.avast.com
Address: 46.165.210.6

Kann diese Seite nicht erreicht werden, wird auf eine andere Ziel-Adresse (195.39.12.53), ebenfalls mit SSL verschlüsselt umgeleitet. Aber auch GMX geht eigene Wege, was den Mailversand betrifft. Das Mailprogramm versucht eine Verbindung über Port 465 herzustellen. Das Problem daran, auf Port 465 läuft normalerweise gar nichts.

Feb 25 09:57:28 rot kernel: [35436.740006] prüfe…IN=eth1 OUT=eth0 MAC=00:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx:xx SRC=192.168.xxx.xxx DST=212.227.17.190 LEN=52 TOS=0x00 PREC=0x00 TTL=127 ID=3491 DF PROTO=TCP SPT=49434 DPT=465 WINDOW=8192 RES=0x00 SYN URGP=0

Guckst du hier in die Services.

MfG
Wanderer

Veränderungen

rechter-weg
Bild: fotocommunity.de

Es ist an der Zeit etwas anders, etwas anderes zu machen. Etwas zu versuchen und daran zu scheitern wird gemeinhin als das Sammeln von Erfahrungen bezeichnet. Aber 100 mal erfolglos das Gleiche zu versuchen ist Dummheit. Diese 100 mal sind fast erreicht und bis auf ein wenig Staub, hat sich nicht großartig etwas bewegt. Seit vielen Jahren sind hunderte Blogger und Kommentarschreiber darum bemüht, den Geist der Freiheit aus seinem Tiefschlaf zu wecken. Mitunter betreten sie dabei auch den einen oder anderen Irrgarten oder verlieren sich in unwichtigen Details. Meine Aufgabe war darauf hinzuweisen, dass der einstige Antrieb einer ganzen Bewegung schon sichtlich an Verschleißerscheinungen leidet. Darum auch immer wieder und Gebetsmühlenartig der Hinweis, dass es einen Unterschied macht ob man zu den Aufgewachten oder Aufgeklärten gehört. Da sich jedem Leser meine Intentionen aus Artikeln und Kommentaren von ganz allein erschließen ist es selbstredend, dass die kleinen Seitenhiebe in Richtung der „nach Wahrheit Suchenden“, stets als ernst zu nehmenden, wenn auch gut gemeinte Aufforderungen zum Handeln verstanden werden sollten – ähnlich wie man einem Kind sagt, spiele nicht an den Bahngleisen.

Das mag manchen etwas überheblich erscheinen aber ich bin nicht der Einzige dem der circulus vitiosus aufgefallen ist, in den sich die Wahrheitsbewegung begeben hat – freiwillig, wohl gemerkt. Aber wer bin ich schon, dass ich mir anmaßen könnte, Ratschläge zu erteilen? Aus eigenen Erfahrungen weiß ich, dass es nicht einfach ist, ein lieb gewonnenes und sorgsam gepflegtes Weltbild zu Gunsten von etwas aufzugeben, dass man (noch) nicht versteht. Das Aberwitzige daran ist, dass die Gemeinde der Wahrheitssuchenden aber genau das von ihren Schlafschafen verlangt. Wie kann man von anderen erwarten etwas tun, wozu man selbst nicht bereit ist? Diese Bereitschaft kann erst dadurch erzeugt werden, indem die eigenen Standpunkte und Überzeugungen auf den Prüfstand gestellt werden. Sehr oft stellt sich am Ende einer solchen Prüfung heraus, dass die lieb gewonnenen Überzeugungen getrost über Bord geworfen werden können, da sie nichts als Ballast sind. Es sollte nur allzu verständlich sein, dass Ballast herunter zieht und am Fortkommen hindert. Aber war der Wille, „sich in Bewegung zu setzen“, dem „Ruf der Freiheit zu folgen“, der „Aufbruch zu neuen Ufern“, nicht genau das, was einst mit einem Weckruf begann?

Wir erleben, dass mit der (Un)Bewegung genau das passiert, was mit allen politischen Organisationen früher oder später geschieht. Man arrangiert sich, teilt Meinungen und Weltbilder, sieht sich als Opposition und verfällt in ein monotones Palavern über Veränderungen. So mancher Artikel im großen, weiten Internet liest sich wie ein Deja vu, etwas verändert im Wortlaut aber stets mit dem selben Kontext. Viel schlimmer als das sind jedoch die offensichtlichen Bemühungen einiger Kreise, die Bewegung nicht nur in der Bewegungslosigkeit zu halten, sondern auch noch zu spalten. Das der gern benutzte Begriff „Verschwörungstheorie“ den Keil repräsentiert wird zwar wahrgenommen, aber wenn es um konkrete Beispiele geht, verliert man sich wieder in Detailfragen (siehe HAARP, BRiD, UFOs etc.) Dabei geht und ging es nicht um Aufklärung, sondern lediglich um eine Beschäftigungstherapie. Nicht eine dieser dubiosen Quellen ist auf Detailfragen eingegangen oder hat meinen Vorwürfen widersprochen, NICHT EINE! Das sollte zu denken geben. Es sind immer nur die Leichtgläubigen nach vorn geprescht, um mit haltlosen „Beweisen“ und auch verbalen Attacken ihre Quellen in Schutz zu nehmen. Selbstreflektion? Keine!

Daher behaupte ich, die Wahrheitsbewegung ist komplett unterwandert. Die unterschiedlichen Interessen werden gezielt gefördert. Ein Indiz dafür sind ewig gleiche oder leicht veränderte Textbausteine, ein weiteres, die ständige Wiederholung von unhaltbaren, obwohl leicht zu überprüfenden, Behauptungen. Eigentlich sollte jede Suche einem vorher definierten Ziel folgen, dass im Optimalfall am Ende das gewünschte Ergebnis liefert. Dieses Ergebnis wird dann in der Regel zur Handlungsgrundlage. Statt dessen ist es üblich geworden, nur die Suchbegriffe auszutauschen. Und so beginnt für nicht wenige ein nicht enden wollender Weg auf der Suche nach der Wahrheit. Wow, wenn das nicht kontraproduktiv ist, was dann? Aus der Sicht von Geheimdiensten könnte man dieses Ergebnis – eine immer währende Stillbeschäftigung der Protagonisten – als vollen Erfolg bezeichnen.

Was ist denn Sinn und Zweck einer Handlung? Nicht der Selbstzweck, sondern das Erreichen eines definierten Ziels allein. Eine Handlung muss also zielgerichtet sein. Ist sie das nicht, ist sie ihres Sinnes befreit – sinnfrei! Die Suche nach der Wahrheit oder Aufklärung können also niemals Ziele sein, nur notwendige Schritte. Vergisst man auf diesem Weg den Kopf zu heben, läuft man ständig in Sackgassen oder aber im Kreis. Eine ständige Prüfung ob man sich überhaupt noch auf dem rechten Weg befindet, ist also unabdingbar. Jedes Navi macht das, jeder Jäger, eigentlich jeder, der ein bestimmtes Ziel verfolgt. Ich lade jeden dazu ein, die gesteckten Ziele der letzten 15 Jahre zu analysieren und mit den vorliegenden Ergebnissen abzugleichen. So ein „Kassensturz“ hat schon manchem die Augen geöffnet.

Man kann Wegweiser ignorieren oder beschimpfen, mit Graffiti besprühen und mit Dreck bewerfen. Dreht man sie nicht um, zeigen sie beharrlich den rechten Weg.

Wanderer

Geld

Geld
Bild: wiemandasmacht.de

Zu den Themen Geld, Zinsgeldsystem, und den Auswirkungen auf die Gesellschaft wurde schon sehr viel geschrieben. Geld ist wohl das am meisten diskutierte Thema überhaupt. Die einen haben davon reichlich, andere hätten es gern. Und somit ist Geld nicht nur ein Tauschmittel sondern vor allen Dingen ein Machtinstrument. Kaum jemand in der „zivilisierten“ Welt kann sich dem Einfluss des Geldes entziehen oder ist gar unbeeindruckt davon. Obwohl Geld einen unbestreitbaren Fortschritt darstellt, hält es die Menschheit doch gleichzeitig in Strukturen, die wir schon längst verlassen hätten sollen. So wird aus Fortschritt, Rückschritt.

In den Artikeln Massenvernichtungswaffe Kapitalismus Teil 1 und Teil 2 habe ich dargelegt, was mit der Welt und den Lebewesen darauf geschieht, wenn es nur um Geld bzw. den damit einhergehenden Machtansprüchen geht. Aus dieser Sicht kann von Vernunft gar keine Rede sein. Die Menschheit hat Geld zu ihrem höchsten Gut erhoben, noch schützenswerter als das Leben selbst. Schlimmer noch, für Geld wird getötet, werden ganze Landstriche vernichtet und große Teile der Erde verseucht. Es müsste doch mittlerweile für jeden offensichtlich sein, dass Geld nicht die Lösung für gesellschaftliche Probleme sein kann. Ganz im Gegenteil, die Probleme unserer Zeit sind erst durch das Streben nach Geld und die Macht, die man damit ausüben kann, entstanden. Jedes Kind weiß, dass man ein Problem nicht mit der Ursache, der es entsprungen ist, aus der Welt schafft.

Liegt es an der Ignoranz, am gesamtgesellschaftlichen Wahnsinn, der Gier oder allem gleichzeitig, dass nicht vom vermeintlich heiligen Gral, dem Geld, abgelassen wird? Wäre es nicht langsam an der Zeit, Geld einen anderen Stellenwert zuzuweisen? Ist noch niemandem aufgefallen, dass immer mehr Geld dafür aufgebracht werden muss, um Geldquellen zu erobern? Was ist denn Erdöl? Ein Rohstoff, ja, aber was noch? Eine Handelsware, nein, die Handelsware schlechthin. Genauso verhält es sich mit Energie. Nun stelle man sich mal vor was passieren würde, wenn diese Geldflüsse durch Alternativen (Wassermotor, Magnetmotoren etc.) bedroht würden. Das wäre ein Casus Belli für die Machthaber. Ihnen geht es nicht um Fortschritt, nicht um das, was das Wort Wissenschaft ursprünglich aussagt.

Der Zinseszins ist mit Sicherheit das Krebsgeschwür im Geldsystem. Aber selbst wenn er abgeschafft würde hätten wir immer noch das Verteilungsproblem. Es sind unsere Maßstäbe, die eine gerechte Verteilung verhindern. Nicht der Mensch steht im Mittelpunkt der Einschätzung seines „Marktwertes“, sondern seine Fähigkeiten, Seilschaften und selbstverständlich auch die Machtpositionen. Wir wissen, dass Menschen ein begrenztes Haltbarkeitsdatum haben und wir wissen auch, das nur innerhalb dieser Zeitspanne Arbeit verrichtet werden kann. Wenn überhaupt, liegt an diesem Punkt der Ansatz für die Bestimmung des „Marktwertes“ eines Menschen. Die, teilweise extremen, Unterschiede in den „Verdiensten“ sind Menschenverachtend. Wie kann es als gerecht angesehen werden, dass ein Minister mal eben 7000 oder 10000 Euro für eine Rede einsteckt, während einfache Arbeiter und Angestellte zwei Jahre brauchen, um überhaupt solch eine Summe anzusparen?

Diese Unterschiede sollen uns zeigen, dass Menschen ohne die „richtigen“ Verbindungen, ohne den „richtigen“ Posten MINDERWERTIG sind! Unter diesen Gesichtspunkten muss das Thema Geld in die Öffentlichkeit getragen und debattiert werden. Selbstverständlich muss in diesem Zusammenhang auch der Kapitalismus auf den Prüfstand. Die Machthaber werden dies unter allen Umständen verhindern. Aber auch sie sollten einsehen, dass es so nicht weitergehen kann und sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Es geht nicht mehr um Posten, Macht oder darum, wer das meiste Geld hat. Es geht um den Fortbestand unserer Art.

Mindcontrol? HAARP?

HAARP
Bild: telegraph.co.uk

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Um diese schlichte Aussage in ihrer Bedeutung zu verstehen ist ein Grad an Erkenntnisfähigkeit notwendig, den nur wenige Menschen erreichen. Die gleiche Aussage ist für seichtere Gemüter der Beginn einer neuen Märchenstunde – sie glauben. Eine andere Möglichkeit haben sie auch nicht, denn es fehlt das nötige Verständnis – die Klarheit, sprich Aufgeklärt zu sein.

H.A.A.R.P steht für High Frequency Active Auroral Research Program
Der Name beinhaltet wesentliche Hinweise darauf, was HAARP ist und was es nicht ist. Es handelt sich um ein Forschungsprogramm, bei dem hochfrequente Wellenlängen zur Erforschung der Ionosphäre genutzt werden. Eine für Hochfrequenzen ausgelegte Antennenanlage schließt die Nutzung niederer (LF) oder extrem niederer Frequenzen (ELF) aus. Wer nur ein wenig von Funktechnik versteht, sollte das auch nachvollziehen können. Breitbandantennen die diese Bereiche abdecken könnten gibt es nicht. Es gibt zwar noch Nebenwellen und Oberwellen, aber warum sollte eine HF Quelle primär zur Erzeugung von ELF Wellen benutzt werden, wenn es doch viel einfacher mit anderen Sendetechniken geht? Was in der Wahrheitsbewegung teilweise mit HAARP in Verbindung gebracht wird ist blanker Unsinn. Gleichzeitig aber ist es auch ein Paradebeispiel, wie Mindcontrol in Wirklichkeit funktioniert. Jemand behauptet etwas und will mit dieser Behauptung in Resonanz mit dem Empfänger dieser Nachricht gehen. Trifft diese Behauptung auf einen geeigneten Empfänger, wird daraus eine Nachricht oder Botschaft – der Empfänger GLAUBT an die Richtigkeit dieser BEHAUPTUNGEN und nimmt sie in sein Weltbild auf.

Ein wahrhaft Suchender würde diese Behauptungen hinterfragen oder sich zumindest an jemanden wenden, der mehr Fachverstand besitzt. Das aber solcher Unsinn unreflektiert übernommen wird, zeugt von der Leichtgläubigkeit einiger Zeitgenossen. Nichts anderes ist Mindcontrol – die Beeinflussung von Menschen durch Gedankenkontrolle. Einfach ausgedrückt, du denkst, was ich dir sage. Mindcontrol wird aus verschiedenen Gründen benutzt. Ein Grund wäre, um Menschen von der Wahrheit fern zu halten. Dazu werden massiv Falschmeldungen verbreitet. Zu den abenteuerlichsten gehören u.a. die Geschichten zu HAARP. Dabei ist zu beachten, dass es Quellen solcher Falschmeldungen und Unterstützer der gleichen gibt. Eine Quelle wird sich niemals, im Gegensatz zu den Unterstützern, auf eine fachliche Diskussion einlassen. Die Gründe dafür sind naheliegend. Die Unterstützer hingegen kämpfen um ihren Glauben – mehr ist es nicht – und einer Verbissenheit, die mit religiösem Fanatismus gleichzusetzen ist. Harte aber wahre Worte.

Ob nun HAARP als gut oder schlecht bewertet wird, liegt am persönlichen Standpunkt. Ich sehe keinen effektive Sinn darin, exorbitante Mengen Energie in die Atmosphäre zu blasen, gerade in Anbetracht der s.g. Energieknappheit. HAARP erzeugt keine Stimmen in den Köpfen von Menschen! Wer dennoch welche hört, sollte einen Arzt seines Vertrauens aufsuchen. Ebenso wenig können durch HAARP komplexe Strukturen (Bilder oder gar Animationen) in der Atmosphäre erzeugt werden. Das funktioniert maximal mit Lasertechnik und nur unter bestimmten Bedingungen.

Abschließend ist zu sagen, dass Mindcontrol durch HAARP gar nicht notwendig ist da es viele seichte Gemüter gibt, die eh jeden Scheiß glauben. Sie merken nicht einmal, dass sie schon manipuliert (mit einem Gedankenkonstrukt infiziert sind) und das einmal Geglaubte bis zur Erschöpfung verteidigen. Mindcontrol ist Gedankenkontrolle aber es bedarf dazu keines technischen Hokuspokus. Worte, Bilder und Klänge, Gerüche etc. können als Trigger benutzt werden, um bestimmte Funktionen oder Handlungsweisen zu aktivieren. Mindcontrol nutzt die Kraft der Suggestion. Dazu bedarf es keiner sündhaft teuren Ionosphärenerhitzer. Ein TV, ein Radio oder ein Werbeplakat reichen aus, um Menschen zu manipulieren.

Weitaus gefährlicher sind NLP (Neuro Linguistische Programmierung) Techniken. Mit Hilfe dieser Techniken können ganze Bevölkerungen beeinflusst werden. Gang und Gäbe ist das z.Bsp. In der Werbung. Die stets wiederholten Bilder, Klänge oder Slogans dienen der Implementierung von Triggern. Solch ein Trigger wird dann beispielsweise in einem Supermarkt ausgelöst und führt zum Kaufzwang. Ein Produkt wird heute nicht mehr beworben, es wird aufgedrängt. Noch gefährlicher sind NLP Techniken bei der politischen Meinungsbildung. Es wird das gleiche Verfahren wie bei den Werbetechniken angewendet. Zusätzlich kommen aber noch unterschwellige Verhaltensmuster hinzu. Das können Angst, Schuldgefühle oder Zwänge sein. Die gleichen Muster werden übrigens auch bei der privatautonomen Willensbildung, z.Bsp. bei Vertragsabschlüssen (Kredite, Versicherungen etc.), angewendet. Man wird überzeugt das Richtige zu tun. Weil sonst….

Die Möglichkeiten von Mindcontrol sind vielfältig, zudem sehr kostensparend und effektiv in ihrer Wirkung. Es ist ein Instrument der Macht und es wird benutzt, um Menschen in ihrer Meinungsbildung zu beeinflussen. Große Teile der Wahrheitsbewegung sind ebenso Opfer dieser Techniken geworden, wie das gemeine Volk. Sobald irgendwo Gefahr in Verzug auftaucht, werden die Trigger aktiviert und schon blökt die Schafherde unisono ihr gemeinsam Lied. Kurz vor anstehenden Wahlen oder bei den allseits beliebten Links-Rechts-Spielen ist die Anwendung dieser Techniken am auffälligsten. Mit Hilfe von NLP wird die Bevölkerung zur Befürwortung von Kriegen oder dem Sturz böser Diktatoren in ihrer Meinung gleichgeschaltet. Auch die Berichterstattung um den 11. September war nichts anderes als Mindcontrol. In einem Schockzustand lassen sich Trigger sehr viel leichter implementieren. Die ständige Wiederholung sorgt dann für eine feste Installation im Unterbewusstsein.

Man kann sich dieser Art Mindcontrol nur schlecht entziehen. Zumindest bedarf es dazu einen sehr hohen Grad an Disziplin und außerdem ein gehöriges Maß an Selbstkritik. Ein s.g. gesunder Menschenverstand ist, nach meinem Verständnis, nicht ausreichend und sogar hinderlich. Schließlich übt der Verstand eine Art Filterfunktion aus die uns davor schützen soll, verrückt zu werden. Der Verstand filtert Eindrücke, die nicht zum Weltbild passen heraus und sorgt für eine gewisse geistige Strukturierung, einer persönlichen oder auch Geistes- Haltung. Die Redewendungen – dafür habe ich kein Verständnis, schau nicht so verständnislos, bist du noch bei Verstand etc. sind genau in diesem Zusammenhang zu sehen. Wer sich zu neuen Ufern aufmacht, muss also in gewisser Weise seinen Verstand abschalten können. Anders können neue Weltbilder und Ansichten nicht verarbeitet werden. Und genau an diesem Punkt spielt die Disziplin eine wesentliche Rolle. Ohne sie lässt man sich leicht zu anderen Ansichten hinreißen. Selbstredend, dass Hingerissene nicht kritisch Hinterfragen können und vom Auswerten der neu gewonnenen Eindrücke kann dann schon gar keine Rede mehr sein.

Wenn du die Wahrheit erkennen willst, musst du zuerst Klarheit erlangen. Diese Klarheit zeigt aber sehr oft ein hässliches Selbstbild. Schätzungsweise nur eine handvoll Menschen auf dieser Murmel sind aber in der Lage, ihr Selbstbild zu ertragen. Das ist traurig, aber wahr.

Von Prioritäten und Konsequenzen

Titanic
Bild: slate.com

Schlägt ein Schiff Leck und droht zu sinken, ist jedem an Bord klar was zu tun ist. 1. Alarm geben, 2. Notsignal senden, 3. Rettungsweste anlegen und 4. Beiboot zu Wasser lassen oder aber die Rettungsinsel aktivieren und dann die Weste anlegen. Wer diese Verfahrensweise nicht befolgt, läuft Gefahr zu ertrinken.

In unserem Gesellschaftssystem funktioniert alles ein wenig anders. 1. Alarm schlagen, 2. Gefahr leugnen, 3. Experten bestechen und dann öffentlich zum Thema befragen, 4. die Alarmierer verunglimpfen. Diese Vorgehensweise ist zwar idiotisch, aber üblich. Nun kann man diese Vorgehensweise noch weiter analysieren. Also bleiben wir beim Gleichnis mit dem Schiff.

Auf der einen Seite haben wir die Alarmierer, auf der anderen Seite die zu Alarmierenden und zwischen beiden steht ein dubioser Interessenvertreter mit einer, allen Passagieren unklaren Interessenlage . Die Alarmierer erkennen eine Gefahr und erfüllen ihre Pflicht, die Passagiere vor einem Schaden an Leib und Leben zu warnen. Der Interessenvertreter übernimmt die Schadensmeldung und arbeitet sie so um, dass die zu Alarmierenden allenfalls eine Kuriosität darin erkennen können. Besatzung und Passagiere, um die Unsinkbarkeit des Schiffes „wissend“, sehen sich in ihrer Annahme bestätigt, dass alles in bester Ordnung sei und wenden sich wieder dem täglichen Einerlei zu. Allenfalls bei Tisch wird noch darüber gewitzelt, was diese „Verschwörungstheoretiker“ denn nun schon wieder von sich gegeben haben. Der Interessenvertreter, die Lage im Blick, begibt sich indes zum Kapitän und bietet ihm einen Posten auf einem anderen, größeren Schiff an. Als Gegenleistung aber, soll er eine Erklärung abgeben in der er jegliche Gefahr leugnet. Selbstverständlich wird noch schnell ein Platz im nächsten Rettungsboot gesichert.

Derweil läuft aber seitens der Alarmierer ein ganz anderer Film. Während die einen der Auffassung sind, genauere Untersuchungen über die Schadensursache vornehmen zu müssen, sind andere damit beschäftigt, den Schadensumfang zu bestimmen. Die nächste Gruppe sucht in den Konstruktionsunterlagen und Schiffbaugesetzen nach Fehlern und Fakten während wieder andere die Schuldfrage untersuchen.

Zur gleichen Zeit spielt sich am Heck des Schiffes etwas merkwürdiges ab. Still und heimlich wird ein Beiboot mit Proviant beladen und zu Wasser gelassen. Nur unklar ist zu erkennen, dass einige diffuse Gestalten das Rettungsboot besteigen, ablegen und nach wenigen Augenblicken hinter einem Nebelschleier verschwunden sind.

Kurz darauf ertönt ein Signal von der Brücke und der Kapitän erklärt über die Beschallungsanlage, dass alles in bester Ordnung sei. Das Schiff sei zwar Leck aber indem man immer mehr Wasser aus einem immer größer werdenden Leck wieder in den Ozean pumpe, wird man es schon zum nächsten Ufer schaffen – halleluja.

Während selbst schon die Ratten den Braten gerochen haben und das sinkende Schiff verlassen, diskutieren die Alarmierer immer noch mit den Passagieren, rechtfertigen sich und geraten schließlich in Streit. Statt jetzt die Passagiere in ihrem Glauben zu lassen und ihre eigene Haut zu retten, passiert nun etwas sehr seltsames. Die Alarmierer beginnen mit Überzeugungsarbeit. In dutzenden Redegruppen werden Tatsachen auf den Tisch gelegt und über Vor- und Nachteile einer Rettungsaktion diskutiert. Die Passagiere, von den Argumenten des Kapitäns und des Interessenvertreters zutiefst beeindruckt, erklären sich zu einem Kompromiss bereit. Wenn das Schiff wirklich sinken sollte, will man sich vorbereiten. Zu diesem Zweck werden alle an Bord befindlichen Gummistiefel zusammengetragen und verteilt. Dies schafft für alle ein gewisses Sicherheitsgefühl und man könne sich nicht vorwerfen lassen, nichts getan zu haben.

Das wohl Erstaunlichste aber ist, dass noch nicht ein einziges, weiteres Rettungsboot seit dem Verschwinden der diffusen Gestalten zu Wasser gelassen wurde. Statt dessen verkündet der Kapitän, den Schuldigen gefunden zu haben und Gegenmaßnahmen zu veranlassen. Eine weitere Pumpe soll unter Deck geschafft werden. Damit diese auch ordnungsgemäß ihre Arbeit verrichten kann, werden alle Passagiere gebeten – ausgenommen erster Klasse – ihre elektrischen Geräte auszuschalten, die Nahrungsaufnahme auf das Nötigste zu beschränken und im Interesse der Sicherheit aller, ihre Kabinen nicht zu verlassen. Zuwiderhandlungen werden strafrechtlich mit sofortiger Erschießung geahndet. Gleichzeitig wird dazu aufgefordert, jegliche Spekulation über Schadenshöhe, und Chancen zu unterlassen. Die Passagiere sind angewiesen, diese Störer sofort beim nächsten Besatzungsmitglied anzuzeigen. Im Übrigen sollen die Passagiere der oberen Decks froh sein, dass sie nicht zu den Passagieren der unteren Decks gehören. Die sind nämlich viel schlimmer dran und müssen ununterbrochen vor den eindringenden Wassermassen gerettet werden.

Derweil ist noch immer kein weiteres Rettungsboot im Wasser, schließlich wurde jegliche Aktion untersagt und selbst die Alarmierer halten sich an dieses Gebot. Allerdings sind sie, anders als die Passagiere, sich darüber im Klaren, dass das Schiff auf offener See sinken wird. Doch statt aktiv zu werden, die Besatzung in Schach zu halten und die Rettungsboote klar zu machen wird beschlossen, dass so eine Aktion der Rückendeckung durch die potentiellen Opfer bedarf – die übrigens immer noch glauben, dass alles in bester Ordnung sei.

Derweil hat der Kapitän die Marine informiert und um humanitäre Hilfe gebeten. Schließlich ist ertrinken ein ziemlich qualvoller Tod und man sollte die armen Schweine nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. Statt dessen könnten doch Zielübungen auf bewegliche Ziele abgehalten werden, damit die Flotte im Falle weiterer Fälle auch wirklich gut trainiert ist.

Unterdessen dringt, aufgrund eines Wistleblowers aus der Besatzung, eine Nachricht bis zu den Passagieren vor in der es heißt, dass der Kapitän eines anderes Schiffes Hilfe angeboten hat und sich auf dem Weg befindet. Entrüstet wird dieses Angebot mit der Begründung abgelehnt, dass dieses Schiff unter einer anderen Flagge fahre. Die Kapitäne befreundeter Schiffe drücken derweil ihr Bedauern darüber aus, dass sie aufgrund von sehr eng gelegten Terminen, leider nicht zu Hilfe eilen können.

Aber es kommt noch verrückter. Ein paar Seemeilen weiter ist noch ein Schiff in Seenot geraten. Statt nun wenigstens den Kurs beizubehalten befiehlt der Kapitän, gutmenschlich wie er nun mal ist, Kurs auf das havarierte Schiff zu nehmen, um Schiffbrüchige aufzunehmen. Besatzung und Passagieren wird erklärt, dass es ihre verdammte Pflicht sei anderen zu helfen, auch wenn ihnen das Wasser selbst bis zum Halse steht. Für die Verbreitung dieser Ideologie winken schnuckelige Sachpreise, wie Einkaufsgutscheine, Rabatte für die nächste Fahrt auf diesem Schiff, eine Schale Obst mit viel weniger Schimmel, als die Anderen haben. Zusatzpreise gibt es außerdem für die besten Durchhalteparolen. Der erste Preis ist ein Platz ganz vorn am Bug – wegen der Aussicht.

Aber es kommt auch zu Protesten der Passagiere. Diese zweifeln die Kompetenz von Kapitän und Besatzung an. Daraufhin werden Wahlen beschlossen. Jeder Passagier darf nun abstimmen, wer der Kapitän sein soll. Zur Wahl stehen der Kapitän und die Putzfrau. Man wählt das vermeintlich kleinere Übel. Der Kapitän sieht sich bestätigt, muss aber, auf Druck der Allgemeinheit, die Posten der Besatzungsmitglieder neu verteilen. Der Steuermann wird nun Heizer, der Heizer wird Lotse, der Lotse wird Kaltmamsell und die Kaltmamsell wird Steuerfrau. Während den Passagieren aufgrund der neuen Besetzung das große Kotzen (GroKo) ankommt, werden neue Strategien auf der Brücke erarbeitet. Sollte vielleicht irgendwann ein sicherer Hafen in Sicht sein, soll als Sofortmaßnahme das Toilettenpapier aufgestockt werden. Um Standfestigkeit und Sicherheit nach außen zu demonstrieren wird vom ehemaligen Steuermann, nun Mitglied der Opposition, empfohlen, das Leck farbenfroh anzumalen. Dies soll ein Zeichen setzen, dass die Gefahr erkannt und unter Lebensgefahr abgewendet wurde. Der Vorschlag wird einstimmig angenommen. Die Beschlussfassung ist damit beendet und man zieht sich zum üppigen Buffet zurück – während die Passagiere vornehmlich Stulle mit Brot essen müssen.

Die Geschichte findet an dieser Stelle ein jähes Ende, weil der Autor diesen Schwachsinn nicht mehr länger ertragen kann. Und die Moral von der Geschicht‘, so etwas wie Moral, gibt es nicht.

…und wenn sie nicht gestorben sind, werden sie es bald sein.

Wanderer

Mindestlohn – wollt ihr mich verarschen??

EU Parlament
Bild: schreibfreiheit.eu

Mindestlohn ist nichts anderes, als eine Vereinbarung, die HINTER dem Rücken der Betroffenen geschlossen wird und festlegt, wie groß die Krümel vom üppigen Kuchen sein sollen, die man bereit ist abzugeben. Die Medienshow um den Mindestlohn spiegelt das Maß an Unverschämtheit und Gier wieder. Genau genommen ist jedes Angebot unter 25 Euro pro Stunde völlig inakzeptabel.

Damit eine Debatte um ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) gar nicht erst in die Öffentlichkeit getragen wurde, hat man sich auf höchster Regierungsebene wieder einmal zu faulen Kompromissen hinreißen lassen. Aber sehen wir uns das mal genauer an.

Nach den Plänen der großen Koalition soll ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro brutto ab dem 1. Januar 2015 in Deutschland gelten. Eine Übergangsfrist von zwei Jahren soll es für Branchen geben, in denen tariflich niedrigere Löhne bereits vereinbart sind. Ab 1. Januar 2017 wird das Mindestlohnniveau dann „uneingeschränkt“ Gültigkeit haben, so wurde es auch von Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart.
Die Höhe des Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde soll bis Ende 2017 konstant bleiben. Im Sommer 2017 wird eine Kommission aus Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Wissenschaftlern über eine Anhebung beraten. Frühestens ab dem 1. Januar 2018 kann der flächendeckende Mindestlohn dann steigen.

Quelle:
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/fuenf-millionen-beschaeftigte-sollen-mindestlohn-erhalten-aid-1.4010041

Eigentlich steht da nichts anderes als bla, bla, bla. Schließlich „soll“ ab 2015… ein Mindestlohn gelten. Das bedeutet nicht, dass a) ein Mindestlohn eingeführt wird oder b) 8 Komma fuffzich (brutto) das Maß aller Dinge sind. Der Knaller ist ja, dass dieser MINDESTLOHN nicht für alle gilt. Offensichtlich ist für Nahles & Co „MINDEST“, nicht das Mindeste – Wert. Bei der Auslosung dieser fixen Zahl ist wohl das Wissen um das Wesen einer kapitalistischen Gesellschaft unter gegangen. Steigerungsraten, sowohl im Wirtschaftswachstum als auch in den ständig steigenden Lebenserhaltungskosten, wurden erst gar nicht berücksichtigt. Warum nicht?

Nahles, du Pummelchen, fühlst du dich gut mit deinem, vom Bürger bezahltem, BGE? Weißt du, Nahles, was ein unmoralisches Angebot ist? Weib, du hast noch nie in deinem Leben gearbeitet und setzt deinen Wählern einen großen, stinkenden Haufen auf den Kopf? Rechne mal deinen Scheißeuro runter auf die D-Mark (und vergiss nicht Wirtschaftswachstum und Inflation zu kumulieren) und frage dann deinen Vater, ob seinerzeit ein einfacher Maurer für diesen Hungerlohn auch nur eine Schaufel angeschaut hätte! Ein Hilfsarbeiter im Baugewerbe hat anno dazumal (1992) schon 18 fuffzich bekommen!

Apropos BGE…
Um es mal mit den Worten von Rüdiger Hoffmann einzuläuten „Ja, hallo erst mal! Ich weiß gar nicht, ob Sie’s wussten, aber…“ dir, lieber Leser, ist schon klar, dass es ein bedingungsloses Grundeinkommen gibt? Nein? Oh doch, sogar ein sehr üppiges. Beispielsweise beziehen unsere EU Abgeordneten einen Sold, der ungefähr dem 22fachen von Hartz 4 entspricht – leistungslos, wohl gemerkt. Ebenso beziehen die „geparkten“ Mitarbeiter unserer Ministerien nach jeder Wahl ein Gehalt und kein ALG 1. Das kommt daher, weil jeder Minister seinen eigenen Hofstaat, bestehend aus Verwandten und Freunden, braucht. Diese Kosten werden übrigens nicht extra im Bundeshaushalt ausgewiesen. Nach der nächsten Wahl kommt dann wieder ein anderer Minister und der wiederum, bringt auch seinen eigenen Hofstaat mit, während die anderen bei vollen Bezügen „geparkt“ werden – alles völlig leistungslos. Das, lieber Leser, ist ein klarer Beweis dafür, dass ein BGE schon seit Jahren gang und gäbe ist und bestens funktioniert. Die Frage ist nur:

WARUM NICHT FÜR ALLE?

Diese Politverbrecher nehmen sich, was sie wollen und HOFFEN, dass ihr, liebe Leser, nichts von diesem üblen Spiel mitbekommt. Wenn es dann trotzdem mal Ärger gibt, schicken sie ihre total unterbezahlten und überlasteten Polizisten an die Front. Wow, na wenn das kein Spiel mit dem Feuer ist…

Wenn ich hier was zu bestimmen hätte gäbe es ein BGE das genauso hoch ist, wie das eines leistungslosen Regierungsgehilfen – europaweit. Das würde zwar auch in die Hose gehen aber wenigstens wäre dann offensichtlich, dass ohne Leistung kein Dampf erzeugt werden kann. Ein BGE kann unter anderen Voraussetzungen oder einem anderen System, funktionieren. Aber wenn es denn unbedingt Kapitalismus sein soll – ich hör‘ ja schon wieder die arme Oberschicht heulen…

Die Kapitalisten, die ach so intelligenten und weit blickenden unserer hochwohlgeborenen Elite, sind nicht minder dämlich. Wissend, dass nur gewisse Mengen an Ressourcen vorhanden sind, setzen sie immer noch auf Maximalprofit durch Ausbeutung einer Ressource bis auf den letzten Tropfen. Das aber auch andere Wege möglich sind, wird gekonnt verdrängt. Statt immer neu zu produzieren, könnten durch Modulbauweisen, Hardware-Upgrades eingeführt werden. Die dafür nötigen Konzepte liegen schon in den Schubläden. Zum Beispiel für das Upgrade-Auto. Eine neue Optik gefällig oder ein anderer Motor, eine andere Ausstattung? Kein Problem, unser Bausatz macht es möglich… Wer da meint, dass diese Bauweise Umsatzeinbußen mit sich bringt, hat noch nie etwas von Laufzeitverträgen gehört und sollte aus dem Verkehr gezogen werden. Es gibt vieles, was einfach anders gemacht werden könnte als bisher. Dazu muss man sich lediglich a) im Klaren sein, dass Ressourcen endlich sind und b) Konkurrenz übergreifend zusammensetzen und gemeinsam neue Konzepte erarbeiten. Natürlich wäre auch wünschenswert, dass solche Konzepte ein würdiges, sorgenfreies Leben für die Erdbevölkerung beinhaltet.

Ein BGE könnte in jedem Land eingeführt werden, auch in einem vereinigten Wirtschaftsraum mit stark abweichenden Sozialprodukten der einzelnen Länder. Anhand eines Leistungsindex ist es möglich, die Wirtschaftskraft zu bestimmen und danach haben sich BGE und Verkaufspreise zu richten. Ein Leistungsindex von 100 entspräche einem BGE von 100 und selbstverständlich auch einem Preisniveau von 100. Ein Leistungsindex von 50 entspräche einem BGE von 50 und somit auch einem Preisniveau von 50. Die Folgen wären ein langsames Einpegeln der Leistungsindizes der Länder auf ein gleichmäßiges Niveau, da die Produktionen sowieso stets in Länder mit dem niedrigsten Leistungsindex verlagert werden.

100 ist nicht als Geld zu verstehen, sondern als Obergrenze eines Indexes. Ein BGE könnte bspw., bei einem Leistungsindex von 100, 2500 Euro betragen. Ein BGE von 50 entspräche dann 1250 Euro. Das Preisniveau muss so ausgerichtet sein, dass in beiden Fällen und normaler Lebensweise ein Sparanteil von 20% möglich ist. Für die Konsumgüterproduktion bedeutet dies, dass Güter bei einem Preisniveau von 50 auch nur die Hälfte von dem kosten, was sie bei einem Preisniveau von 100 kosten würden. Der daraus resultierende Anstieg von Import und Export erzeugt dann Kapitalflüsse, was wiederum einen Anstieg des Leistungsindexes der exportierenden Ländern zur Folge hat. Die Folge daraus wäre, ganz gleich in welchem Land jeder Einzelne lebt, ein gleichbleibend hohes Lebensniveau – die erforderlichen gesetzlichen Regelungen vorausgesetzt.

Eigentlich haben wir die Gegebenheiten schon heute. Aber da der Euro in Griechenland genauso viel Wert ist wie in der BRD, kommt es zu solchen Verwerfungen. Ein BGE macht nicht nur die Unternehmen unabhängiger und viele Organisationen gar überflüssig, sondern sichert auch den Lebensstandard der Bevölkerungen. Außerdem könnte, eine solide Konzeption vorausgesetzt, vom Wachstumswahn abgelassen werden. Wachstum funktioniert nur bis zu einem bestimmten Punkt. Was darüber hinaus geht ist widernatürlich und birgt den Zerfall in sich. Das zu erkennen, erfordert von den Verantwortlichen ein ordentliches Maß Selbstkritik. Grundsätzlich wäre alles möglich – man muss es nur wollen.

Von dieser Einsicht jedoch, sind zahlreiche Vertreter der Spezies Homo Sapiens Politicus, noch sehr weit entfernt. Hauptsache sie haben ein üppiges BGE.

Appell an das Volk

repressalien
Bild: logr.org

Bürger, wer unter Euch glaubt noch immer, dass sich das Blatt von ganz allein zum Besten wendet? Wirf einen Blick zurück auf die vergangenen 20 Jahre. Sieht so ein erfolgreicher Weg in die Zukunft aus? Über einige, wenige mag in diese Zeit das Füllhorn ausgeschüttet worden sein. Die große Masse von Euch, die Arbeiter und Rentner, musste immer mehr Einschränkungen hinnehmen. Ihr seid arm, trotz Arbeit. Ignoranz und Egoismus sind die Hauptursachen dafür. Während Ihr immer mehr verängstigt, immer mehr auseinander dividiert wurdet, haben sich unsere Herrscher eine Parallelwelt geschaffen, in der sie tun und lassen können was sie wollen. Sie sprechen von Toleranz und meinen damit, dass wir ihnen alles durchgehen lassen sollen. Sie sprechen von Europa und meinen damit einen Zentralstaat mit faschistischen Zügen. Sie sprechen von Einsparungen und wirtschaften dieses Land immer weiter herunter. Sie sprechen von Energiewende, Klimaschutz, Asylpolitik, Vermögensabgabe, der Bedrohung von rechts, bösen Diktatoren, von Souveränität, Demokratie und 1000 anderen Dingen, aber stets in einem Sinnzusammenhang, der nur ihnen und ihren zweifelhaften Freunden zugute kommt.

Wie blind muss man sein, oder ist es Ignoranz?, um nicht zu sehen, wohin die Reise geht? Kollektive Gleichgültigkeit hat nicht zum ersten mal ganze Nationen in Elend und Leid gestürzt und es wird wieder passieren, wenn diesen Politclowns, ausgestattet mit Immunität und Narrenfreiheit, nicht Einhalt geboten wird. Sie missbrauchen alles und jeden für ihre Zwecke und belügen das Volk vor laufender Kamera, ohne mit der Wimper zu zucken, ohne Scham, ohne ein schlechtes Gewissen. Obwohl oft genug bewiesen, hält sich die Empörung darüber in Grenzen. Wann ist das Maß endlich voll? Wann endlich begehrst du gegen diese Verbrecherbande auf? Bürger, es sind Eure Steuergelder, die verschwendet werden. Es ist Eure Infrastruktur, sind Eure Staatsbetriebe, die unsere Regierungen verschachert haben. Die dadurch entstandenen Milliardenverluste hat das Volk zu tragen! Diesem Land könnte es besser gehen, wenn Ihr nicht die Verantwortung einem Haufen krimineller übertragen hättet. Diebstahl ist kein Kavaliersdelikt! Das Volk wurde seiner Errungenschaften beraubt! Statt sich zu rechtfertigen, nehmen diese Politganoven ein ganzes Volk in Geiselhaft, erteilen Demonstrationsverbote, schränken die Meinungsfreiheit ein, verbreiten Angst und zwingen uns, jede noch so dämliche Maßnahme, jede noch so absurde und widernatürliche Ansicht, stillschweigend hinzunehmen.

Bürger, dein Leben besteht nur noch aus Einschränkungen. Du darfst arbeiten und brav deinen Frondienst leisten. Du darfst dem Fernseher glauben aber keine eigene Meinung vertreten. Du darfst nicht aufbegehren, weil du sonst in irgendeine Schublade gesteckt wirst. Für jede Meinung gibt es eine. Um in Frieden und Freiheit leben zu können muss man zuerst wissen, was das überhaupt ist. Mit Duckmäusertum und Ignoranz sicherst du lediglich deinen Hausfrieden während in anderen Ecken der Welt, die Zivilbevölkerung demokratisch bombardiert wird. Mit deiner Protestverweigerung, mit deiner stummen Zustimmung, bist du mitverantwortlich. Du bist ein Teil dieses Prozesses, weil du es hin nimmst. Viele unter uns leben in einer Traumwelt, umgeben von Luxusgütern und teuren Düften. Es ist auch nur allzu verständlich das sich Menschen weigern, aus diesem Traum zu erwachen. Aber jeder Traum ist einmal vorbei und man wacht in der Wirklichkeit auf. Schließt euch zusammen, kooperiert, seid euch einig. Eure Gegner erkennt ihr daran, dass sie gegen euch sind. Die Gesinnungspolizei offenbart sich durch die vehemente Spaltung der Bevölkerung. Die Lügen werden ersichtlich, wenn du aufhörst daran zu glauben.

Der große Irrglaube

Hexenverbrennung
Bild: ndr.de

Am Ende einer Epoche regt sich stets die Hoffnung auf eine grundlegende Veränderung – selbstverständlich zum Besseren. Blicken wir jedoch in der Geschichte zurück müssen wir uns eingestehen, dass Einsicht – zumindest was normale Menschen draunter verstehen – nicht zu den Tugenden der herrschenden Kasten zählt. Einsicht erwächst stets aus der Notwendigkeit heraus anders handeln zu müssen, als bisher. Leider kann Einsicht auch ganz anderen Intentionen entsprungen sein. Aus der Praxis einer sanften Gewalt zum Beispiel, erwächst nicht die Einsicht, dass Gewalt überflüssig ist, sondern das „Sanfte“ daran. Und mit Gewalt beginnt jede neue Epoche. Es ist wie ein Endlosspiel und die Übergänge sind fließend. Der große Irrglaube unserer Zeit ist, dass wir glauben fortschrittliche, humane, intelligente und tolerante Menschen zu sein. Das ist nichts anderes als ein kollektiver Selbstbetrug.

Wir sind nicht, was wir glauben (sollen). Aus diesem Kontext heraus, repräsentieren wir als Gesellschaft die Summe all unserer Fehler und Fehler sind menschlich. Sie sind nicht human, nicht intelligent, nicht tolerant. Wir sind noch lange nicht am Ziel. Genau genommen befindet sich die Entwicklung der Zivilisation noch in ihren Anfängen. Technischer Schnickschnack, ein globales Wirtschaftssystem und auch die jährlich wechselnde Mode ändern nichts an diesen Tatsachen. Sicherlich sind diese Ansichten streitbar, aber ein Streit lenkt wiederum nur von der Wirklichkeit – dem goldenen Kalb – ab, führt jedoch nicht auf den rechten Weg. Ein gutes Beispiel dafür wäre, weil es auf diesem Blog gerade thematisiert wurde, die Ansichten zum Thema Kapitalismus – der Pferdefuß der globalen Elite schlechthin. Die Resonanz darauf hielt sich zu diesem Thema in Grenzen. Durchaus verständlich, bildet dieses System doch für den größten Teil der Erdbevölkerung die Lebensgrundlage. Eine Frage die sich jeder stellen sollte lautet: Zu welchem Preis?

Ist ein zweifelhafter Fortschritt, zumal dieser bei einer anderen Herangehensweise und intensiverer Planung mit ganz anderen Mitteln vollzogen werden könnte, des Ruhmes würdig? Hat sich schon mal jemand darüber Gedanken gemacht, dass ein Großteil unserer geliebten Erfindungen aus der Rüstungsindustrie kommt? Glaubst du allen Ernstes, PC, Mikrowelle, Atomkraft, Antriebstechnik, Internet, Fastfood, Wetterkleidung, Funk, Satellitenkommunikation etc. – die Liste ist endlos – wurde für die Menschheit entwickelt? Die meisten Erfindungen kommen aus der Rüstungsindustrie und wurden zum Zwecke der Vermarktung – des Gelddrucks – zivilisiert. Vorher waren das militärische Erzeugnisse. Nur weil sich ein paar Konzerne dadurch bereichern, dass ein Großteil der Erdbevölkerung von ihren Produkten und deren Produktion abhängig ist, ist das noch lange keine Errungenschaft, die man feiern oder gar als Fortschritt betrachten sollte.

Wir nutzen noch immer Atomkraft, um den Energieverbrauch zu decken. Sicher, Windkraft ist auch ein Schuss in die Hose, weil es einfach ein selten dämliches Konzept ist. Aber Atomkraft ist ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert. Wo ist denn die bahnbrechende Entwicklung geblieben, die das Energieproblem zu ganz anderen TCO löst ? Erwähne freie Energie im Kapitalismus und du wirst gleichgesetzt mit einem Ketzer. So sieht es aus und nicht anders. Nicht der Fortschritt zählt und schon gar nicht, wenn er zum Wohle aller wäre. Freie Energie wäre mit den heutigen Stand der Technik überhaupt kein Problem mehr. In einem kapitalistischen System wäre das der Tod für jeden Energieerzeuger. Außerdem kostet die Entwicklung ja soooooo viel Geld…

Man stelle sich einmal vor was Menschen erreichen, könnten sie ihre Potentiale auch ausschöpfen. Nicht darauf angewiesen, die tägliche Hast im Hamsterrad über sich ergehen zu lassen, nicht von anderen abhängig und nicht einer Lehrmeinung unterworfen zu sein, sondern dem ureigenen Instinkt zu folgen – sich zu entwickeln. Der Kapitalismus wirkt auf die Menschheit wie eine Bremse. Das Produkt des Kapitalismus ist Kapital, setzt also ein Kreditgeldsystem zwingend voraus, ist sogar ein Teil dessen. Der gesamte Finanzsektor ist nichts anderes als gelebter Kapitalismus – mit (Geld)Scheinprodukten.

Wir sind am Ende einer Epoche angelangt. Seit Jahren – Jahrzehnten – gibt es keine bahnbrechenden Erfindungen mehr. Es wird nur noch auf Optimierung und Kostensenkung gesetzt, damit die Profite aufrecht erhalten bzw. gesteigert werden können. Die Entwicklung der Menschheit ist zu Gunsten dieses Optimierungsverfahrens auf der Strecke geblieben. Selbstredend, dass die Herrschaften ihre Produktionsstätten und Vertriebswege, ihre Geschäftsbeziehungen und Absprachen nicht aufgeben wollen. Selbstredend auch, dass uns ständig mit den weltweiten Aggressionen gegen andere Länder gezeigt wird, wie mit einer Verweigerung umgegangen wird. Und so sollte auch klar sein, dass die nächste Epoche nicht mit Hoffnungen, sondern mit, den zur Verfügung stehenden, technischen Mitteln eingeläutet wird – es sein denn, DU änderst deine Ansichten und im Anschluss, änderst DU DICH!