Vom Schlechten des Guten

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Bild: crossfitgreenpoint.com

Eine Meinung zu haben ist zwar besser als gar keine, aber sie wird auch allzu oft überbewertet. In der Folge werden dann Konsequenzen gefordert bzw. Aktivitäten auf den Plan gerufen, die völlig überzogen sind und zudem die nötige Aufmerksamkeit um ein vielfaches übersteigen. Wir erleben das täglich. Hübsch zurecht gemacht für das Pantoffelkino und selbstverständlich mit reichlich Gegenmeinungen gespickt, wird die sprichwörtlich tägliche Sau durchs Dorf getrieben. In den meisten Fällen handelt es sich um reine Propaganda bzw. Bagatellen, die normalerweise nicht der Rede wert wären. Was für den einen Fußball, Rennsport oder das Nachmittagsprogramm an Ablenkung bereit hält, wird für andere in gesellschaftliche oder politische Themen verpackt und geliefert.

Mittlerweile bin ich zu der Überlegung gelangt, dass die Menschheit gerade im Begriff ist, sich selbst zu zerstören. Nicht nur unter Schirmherrschaft der Schattenregierungen, vielmehr aus Selbstsucht der einzelnen Individuen. Die steuernden Elemente sind zwar schwerlich abzustreiten und für den aufmerksamen Beobachter auch sichtbar, im Kern jedoch sind nicht nebulöse Gesellschaften oder Interessengruppen für den desolaten Zustand auf der Erde verantwortlich. Die Verantwortung dafür trägt jeder Einzelne selbst. Aus der Rolle eines Opfers (ebenfalls mitschuldig) haben immer die Anderen Schuld, weil (…….. Platz für 1000 Gründe). So einfach ist es aber nicht. Schließlich spielt auch jedes Opfer seine, ihm angedachte, Rolle – mit Hingabe. Erkennbar ist das an ganz einfachen Tatsachen, die jedoch geleugnet werden. Selbstbetrug und Heuchelei haben dieser Tage Hochkonjunktur und es ist kein Ende in Sicht.

Was ist denn die Wahrheit? Interessiert sie überhaupt jemanden oder geht es nur um Konsum von Informationen? Ist nicht Wahrheit sondern eher Selbstbestätigung, Selbsterhöhung, Rechthaberei oder gar die Verbreitung von Angst das angestrebte Ziel? Hinter jeder Tat steckt ein bestimmtes Motiv. Welches Motiv steckt hinter der Suche nach oder der Verbreitung von Wahrheiten? Da die reine Nächstenliebe nur noch in Spuren vorhanden ist, müssen die wahren Motive anderer Natur sein. Daher bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass Suche bzw. Verbreitung von s.g. Wahrheiten nur ein Vorwand, oder Mittel zum Zweck sein kann. Der Vorwand für die Konsumenten wäre, nichts tun zu müssen. Auf der anderen Seite ist das Mittel Marketing und der Zweck wäre somit, abgesehen von den Selbstsüchten, Bereicherung auf Kosten der Konsumenten.

Wahrheit ist nichts anderes als ein Teil eines Binärsystems. Das Gegenteil davon ist die Unwahrheit. Abgekürzt: wahr / falsch oder auch true / false bzw. 1 / 0. Nun sollte auch langsam klar werden, warum nach der Wahrheit nicht gesucht werden kann. Es handelt sich lediglich um Logik und die ist bekanntlich frei von Qualitäten. Wahrheit sowie Unwahrheit sind demnach kein Bewertungssystem sondern Ausdruck (das Wiederspiegeln) von Motiven der Wirklichkeit. Die Abweichung zwischen Willensbekundung und Tat ist in der Regel dass, was wir als Wahrheit oder Unwahrheit bezeichnen – obwohl die Motive klar zu erkennen sind. Wem das zu schwerverständlich ist, kann die Friedenspolitik der USA im nahen und mittleren Osten als Analogie heran ziehen.

Willensbekundung = Frieden in der Region
Tat = Entsendung von Truppen und Flottenverbänden
Motiv = Rohstoffe und geostrategische Stützpunkte

Welche Qualität ist denn nun der Wahrheit beizumessen? Abgesehen von persönlichen Bewertungssystemen und Weltanschauungen, keine. Es geht stets um die Wirklichkeit und diese unterliegt einem Prinzip – dem Wirken. Da wir nun erkannt haben, dass es Wirkprinzipien gibt, solle es nicht schwer fallen, diese mit den erforderlichen Motiven (persönlich) und Gesetzmäßigkeiten (natürlich) in Verbindung zu bringen. Daraus folgt, dass die Wahrheit weder gesucht werden muss, noch gesucht oder gefunden werden kann. Dieses Unterfangen ist also reine Zeitverschwendung und sollte gegen eine klare Sicht und einen logischen Verstand getauscht werden. In letzter Konsequenz müssten auch mit dem Bekanntwerden von Wahrheiten Wirkprinzipien greifen aber an genau diesem Punkt trennt sich die Spreu vom Weizen auf wundersame Weise. Wo keine Ursachen gesetzt werden, kann auch keine Wirkung einsetzen und wo keine Wirkung einsetzt – gerade im Hinblick auf die s.g. Wahrheit – sollten die Motive hinterfragt werden.

Der orwell’sche Neusprech (Krieg = Frieden) sollte ein Grund mehr sein, die Suche nach der Wahrheit einzustellen. Dank der babylonischen Sprachverwirrung ist es schon schwer genug, die Menschen über Ländergrenzen hinweg zu verstehen. Der Sprachverwirrung dieser Neuen Weltordnung haben wir aber zu verdanken, dass die Sprache im eigenen Land nicht mehr verstanden wird und Sätze nichts anderes als Platzhalter sind, in denen Vokabeln beliebig ausgetauscht und in ihrem Sinn verdreht werden.

Somit bliebe abschließend festzustellen, dass alles so ist, wie es ist und das nur aus einem einzigen Grund – weil es so sein soll.

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. (Matthäus 7,16)
… dem ist wohl nichts hinzuzufügen.

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