Blickvonoben – Wochenschau 3

Affe
Bild: negativ-film.de

Mit dieser Wochenschau – ausnahmsweise mal einen Tag früher – bin ich etwas im Zweifel über die Wirkung beim Leser. Er möge mir daher schon im Voraus vergeben.

Einleitung:
In letzter Zeit ist, wie schon zur Vorweihnachtszeit im vergangenem Jahr, eine extreme Zunahme von schlechten Nachrichten zu beobachten. Welche Gründe diesen zugrunde liegen, sei an dieser Stelle nebensächlich. Es sind auch einfach zu viele, um speziell darauf einzugehen. Wichtig ist jedoch die Erkenntnis, dass diese Art der Berichterstattung überdimensional viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Aber es gibt zeitgleich auch einen erheblichen Mangel zu verzeichnen. Diese Nachrichten erfüllen nur noch den Selbstzweck, da lösungsorientierte Konzepte fehlen bzw. indiskutabel erscheinen. Unter diesem Gesichtspunkt muss die Frage gestattet sein, welchen Nutzen eine Information hat, wenn sie nicht in ein Ergebnis eingarbeitet werden kann? So gesehen ist diese Negativberichterstattung für den Großteil der Bevölkerung wertlos – abgesehen von Aufklärung der Aufgeklärten und Verunsicherung der Unversicherten. Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass vor unseren Augen ein Theater globalen Ausmaßes veranstaltet wird und wir, die Erdbevölkerung, den relativ unwesentlichen Teil der Spielfiguren stellen. Jede Konzentration auf ein kleines Problem als dieses, erzeugt einen circulus vitiosus im Kampf um gegenteilige Meinungen bzw. Weltanschauungen. Das darf zwar nicht sein, ist aber – leider – die Regel.

Lass deine Überzeugungen los:
Wer nach Antworten sucht muss erst lernen, die richtigen Fragen zu stellen. Welchen Nutzen hat eine perfekte Antwort, wenn die Frage schon im Ansatz falsch ist? Es gibt eine Weisheit die besagt, „wer fragt, will keine Antworten“. Dieser Aussage stimmte ich unbedingt zu. Die Frage ist dann: wie erhält man Antworten, ohne zu fragen?

Ein Schritt in die richtige Richung wäre das Hinterfragen, die Recherche nach Teilen von Antworten und das Zusammensetzen des Puzzles. So könnte der Anfang einer nie endenden Suche nach Antworten aussehen. Aber ein wesentlicher Aspekt fehlt noch. Ohne diesen wäre jede Suche und auch jede Antwort sinnfrei. Es ist die Intention. Sie bestimmt Ziel und Zweck.

Ein gern und immer wieder gemachter Fehler ist die Suche nach Antworten aufgrund eines bestimmten Weltbildes. Diese Antworten können nur fehlerbehaftet sein, denn sie schließen abweichende Aspekte kategorisch aus. Es kann daher nur folgerichtig sein, die eigene Intention zu hinterfragen. Aber an genau diesem Punkt ist ein Scheitern vorprogrammiert. Dazu ein Gleichnis. Vielleicht kennt der Eine oder Andere den Weg der Erleuchtung eines buddhistischen Mönchs. Er beginnt in der Regel damit, dass der Mönch niedrige Arbeiten, z.Bsp. Boden schrubben, Latrine reinigen etc, verrichten muss. Der Mönch sieht sich auf seinem edlen Weg also erst einmal mit Dreck konfrontiert. Dies steht natürlich im völligen Widerspruch zu seinen Zielen. Auf diese Weise lernt der Mönch aber, dass ihm sein Ego den Zutritt zu einer anderen Ebene verweigert und erst der Prozess der Reinigung durchlaufen werden, und als solcher auch erkannt werden muss. Der Mönch hat aber, im Gegensatz zu uns, einen gewaltigen Vorteil. Ihm steht jemanden zur Seite der erkennt, wann dieser Prozess abgeschlossen ist – sein Meister.

An dieser Stelle sei die Frage erlaubt: Wer ist dein Meister? Woher willst du wissen, ob du auf dem richtigen Weg bist, die richtigen Fragen stellst, die richtigen Antworten suchst, ob deine Intention wahrhaftig ist? Oh ja, diese Fragen können nerven. Das sollen sie auch! Schließlich geht es hier nicht um dich oder eine kleine Gruppe, die ihr Recht fordert, lieber Leser. Der Blick-von-oben sei das Maß aller Dinge und nicht kleinbürgerliches Gerede über Gesetze, Politiker, Freigeld oder dergleichen.

Ich werde dir ein Geheimnis verraten. Was du damit anfängst ist dir überlassen.

Politik ist egal. Wirtschaft, und erst Recht die Weltweite, ist egal. Geschichte ist auch egal. Geld ist egal. Beruf, Erfolg, Standpunkt, Überzeugung, Gesinnung, Religion, Staats- und Gesellschaftsformen oder der persönliche Status, alles ist egal. Dies sind ausnahmslos Elemente eines Spiels, das für uns erfunden wurde. Und dieses Spiel wurde erfunden, um uns vom rechten Weg abzulenken, die Sicht zu vernebeln.

Sieh dich ruhig etwas in der Welt um. Lass die Eindrücke auf dich wirken – wertungsfrei. Auffallend ist, dass über alles mögliche und unmögliche diskutiert, geschrieben und vorgetragen wird, nur nicht über die wesentlichen Dinge. Man streitet sich um unwesentlichen Mist und das Finale solcher Streitigkeiten ist dann, Recht zu bekommen bzw. sich im Recht zu sehen. Jeden Tag gibt es mehr Kritik am System. Jeden Tag liest man über Vorschläge für neue bzw. alte Systeme oder die Verbesserung noch älterer Systeme. Tief greifende Erkenntnisse über die Voraussetzungen und Funktionsweisen von Systemen, scheint es jedoch nicht zu geben bzw. sind gar nicht gefragt. Das nenne ich babylonische Sprachverwirrung! Wie eingangs schon erwähnt, müssen erst einmal die richtigen Fragen gestellt werden. Doch diese Fragen ergeben sich erst auf dem gleichen Weg der Erkenntnis, den auch ein Mönch gehen muss – dem (Selbst)Reinigungsprozess. Jeder andere Ansatz führt nur wieder zu Auseinandersezugungen innerhalb der Gesellschaft, in einem nicht enden wollenden Kreislauf von Zänkereien.

Den Dingen auf den Grund gehen:
Was sind denn Staatsdiener und wem dienen sie? Dienten sie dem Volk, hießen sie doch Volksdiener. Sie heißen aber Staatsdiener, weil sie dem Staat dienen. Der Staat ist ein übergeordnetes System und dieses System hat seine Systemadministratoren. Doch auch der Staat ist in übergeordnete Systeme eingebunden und diese widerum. Wenn das klar ist, und davon ist auszugehen, sollte doch auch einleuchten, wie kleinlich eine Diskussion über 5 Euro Hartz 4 Erhöhung ist. Etwa 7 Mrd. Menschen ist klar, dass es so auf der Erde nicht weiter gehen kann. Das System steht vor dem größten ERROR in der, uns bekannten Menschheitsgeschichte. Der darauf folgende Absturz kann doch nicht durch Aufklärung einer Spionageaffäre, Erhöhung von Elterngeld, der Bankenrettung, schlechte Nachrichten oder den Vagy Day aufgehalten werden. Himmel Herrgott!!! Sind denn alle verrückt geworden?

Eine der vielen Grundsatzfragen ist doch, warum und auf wessen Veranlassung etwas geschieht. Einfach nur gegen etwas zu sein reicht nicht aus. Das ist ebenso kontraproduktiv, wie ein Standpunkt. Worum geht es denn in Wirklichkeit? Etwa nur darum, ein System zum Absturz zu bringen? Das ist nicht weiter schwer. Aber welcher Sinn steckt hinter solchen Ambitionen, welche Intention? Wie oben bereits angedeutet, ist die Beantwortung dieser Frage gar nicht mal so einfach, denn unser Ego bringt nur Antworten hervor, die unserem Weltbild entsprechen. Was soll denn nach so einem „Reset“ anders sein und wer soll das durchsetzen? Wer macht sich denn ernsthaft über solche Fragen Gedanken? Gibt es irgendeine Vereinigung, von der ich nichts mitbekommen habe?

Ich sehe nirgends Diskussionen über bahnbrechende Veränderungen. Ich sehe nur Protagonisten, die für eine(!) bestimmte Sache stehen. Diese eine Sache stützt sich aber nicht auf Weisheiten sondern auf Ansprüche des Egos. So langsam müsste doch in der Masse der Erdbevölkerung die Erkenntnis gereift sein, dass jegliches uns bekannte Herschaftssystem versagt hat – untauglich ist. Selbstverständlich steht es der Menschheit frei, auf diesem Pfad des Leids weiter zu wandeln. Die Entscheidung dafür trifft jeder für sich selbst.

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11 Gedanken zu „Blickvonoben – Wochenschau 3

  1. Ich will den gleichen Mix den der Affe bekommen hat. „Nein!“ [Sure 36 Vers 48-54]
    “wer fragt, will keine Antworten” so absolut und aus dem Kontext ist diese Aussage falsch. Aber mir ist klar was gemeint ist, ich habe schon oft erlebt wie Fragen als Waffe gebraucht wurden, das vermeintlich eigene Terrain abzugrenzen. In einem solchen Fall erweist sich jedes weitere Wort als nutzlos. Da hilft erstmal nur gleichzeitige Beobachtung, Geduld, Verständnis, Pfingsten.
    Nur noch Protagonisten – zu erst handelnde, jeder sein eigener Chef. Warum nicht? Das gab´s noch nie!
    Sei zuversichtlich!

  2. Pingback: Es gibt eine Weisheit die besagt, “wer fragt, will keine Antworten” « lupo cattivo – gegen die Weltherrschaft

  3. Wer fragte will keine Antworten, ja – volle Zustimmung!

    Mann / Frau weiss ja im Grunde die Antworten, sein wir mal ehrlich, und sucht sich nur Gleichgesinnte bzw. Gegner an denen Mann / Frau sich reiben kann. Das wird natürlich nicht so ohne weiteres erkannt, schon gar nicht zugegeben.

    Hehre Ziele wie Aufklärung, Wahrheit und Liebe werden meist vorgegeben, Begriffe mit denen dermassen inflationär umgegangen wird, dass man diese schon gar nicht mehr verwenden mag.

    Noch was zum Schmunzeln?

    Bitte sehr:

  4. Ich begreife nicht warum so wenige die Absicht dieses Artikels begreifen. Statt wie üblich weiterzumachen, könnte man ja mal den eigenen Antworten vertrauen und die vermeintlich sichere Deckung verlassen.

  5. Der Unterschied zwischen aufgewacht und aufgeklärt, wie Sie Ihn erwähnen, Wanderer und wie dieses Thema in dem verlinkten Artikel auch weiterhin beleuchtet wird, mag zutreffend sein, zumindest wenn man sich die Abläufe auf vielen Blogs anschaut.

    Ich bin jedoch der Hoffnung, dass „aufgewacht“ und „aufgeklärt“ sein, zwangsweise Hand in Hand gehen, also wer „aufgewacht“ ist, wird sich die nötige Aufklärung besorgen und wer „aufgeklärt“ ist, der wird zwangsläufig immer wacher werden.

    Den Prozess individuell zu beschleunigen, bedarf es sicherlich eines guten Willens und natürlich auch solcher Gedanken, wie weiter oben geäussert. Den Mut, „Standpunkte“ zu verlassen, wenn auch nur mal für einen Moment, um vielleicht durch eine andere Sichtweise bereichert zu werden, wenn man ihn für sich selber aufbringt, das ist schön aber das von anderen zu erwarten, illusorisch.

    Vielleicht ist es eine Frage der Zeitqualität, dass mehr Menschen sich bzw. ihre Motivationen in dieser Weise beleuchten.

    Ein kleiner Trost?

    Selbst Friedrich Nietzsche, den ich sehr verehre, war sich bewusst, dass er seiner Zeit voraus war und für eine kommende Generation schrieb.

    LG

    • Es wird wohl daran liegen, dass die Polarisierung schon zu weit fortgeschritten ist. Viele verstehen den Text offenbar nicht und fangen an, Ansichten hinhein zu interpretieren. Andere lesen nur noch flüchtig und denken sie haben den Inhalt erfasst. Du sprichst von Hoffnung. Auf wen soll sich denn diese Hoffnung stützen? Etwa auf die völlig indoktrinierte Jugend, die gespaltene Masse der Bevölkerung? Oder sollen wir lieber auf ein gemeinsames Erwachen nach esoterischem Verständnis warten? Nein Frau Fuchs, die Zeit arbeitet gegen uns – Deutsche – ebenso wie unser Volk dies, mit Hingabe tut.

  6. „Hoffen und Harren macht manchen zum Narren“ kennen Sie den Kanon?
    Hab ich als Kind noch in der Volksschule gelernt / gesungen und auch noch
    „Als die Römer frech geworden tamteramtamtam“, lange her……

    Ist eine Hoffnung erstmal ausgehofft, gehört sie abgehakt und entsorgt, und zwar mit deutscher Gründlichkeit. Das ist auch gerade mit meiner Hoffnung, die ich in die sogenannte Deutsche Freiheitsbewegung setzte, passiert.

    Die anderen Hoffnungen, die Sie ansprechen, die hab ich schon vor Jahren BRDigt. Und Esoterik? Die rechte Definition dieses Begriffes macht bereits deutlich, dass es sich um seelische / innere Vorgänge handelt und diese sind nicht mit Worten zu beschreiben. Oder wie ein Meister sagte: Du sollst Deine Perlen nicht vor die Säue werfen.

    Ich ziehe mich zurück, Danke für den Gedankenaustausch und alles Gute!

    bfygs ist keine Frau, Fuchs 😉

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