Der Sinn des Lebens

Pflanze
Bild: Sven Gölles

Vom Sinn des Lebens zu schreiben ist kein leichtes Unterfangen, da jeder etwas anderes darunter versteht. Beobachtet man die Natur, kann schon der Eindruck entstehen, dass nur die Stärkeren sich durchsetzen und die Schwächeren zwangsläufig zugrunde gehen. Dieser Eindruck täuscht jedoch, denn wenn dies so wäre, gäbe es keine Vielfalt, keine Tierherden, keine Wiesen, keine Wälder. Es gäbe immer nur einige wenige, die sich durchsetzen. Damit das nicht so ist, hat die Natur einen Schutzmechanismus ins Leben installiert, die Ballance oder das Gesetz des Ausgleichs. Dieses Gesetz erlaubt allen Aspekten der Natur, sich frei zu entfalten, ohne das die Artenvielfalt zu Gunsten einer Art umzukippen droht. Dieses Gesetz gestattet sogar eine dauerhafte Symboise zwischen Parasit und Wirt und auch über Generationen hinweg, ohne gegenseitige Beeinträchtigungen. Das Gesetz des Ausgleichs sorgt also für ein üppiges Wachstum, ein reichhaltiges Nahrungsangebot für alle Arten und verhindert Überbelastungen durch effiziente und aufeinander abgestimmte Mechanismen.

Bei genauerer Betrachtung entsteht der Eindruck, dass erst die Stärkeren Lebensformen überhaupt einen Lebensraum für schwächere „schaffen“. Lässt man in einer Großstadt, einer Betonwüste, der Natur freien Lauf ist zu beobachten, dass erst „Unkräuter“ den Asphalt aufbrechen und dann über mehrere Generationen hinweg alles überwuchern aber gleichzeitig einen neuen Nährboden entstehen lassen, auf dem auch andere Arten siedeln können. Nach ein paar Jahren nur, sieht man auf diesem Stück „Natürlichkeit“ eine Vielzahl von Pflanzen, die sich in einer atemberaubenden Farbenpracht zeigen, Düfte in die Umgebung abgeben und damit die Aufmerksamkeit der Insekten und Kleinstlebewesen auf sich ziehen…

Beim Menschen verhält es sich jedoch völlig anders. Eingepfercht in ein kompliziertes, durch Menschen geschaffenes Regelwerk werden die aberwitzigsten Prozesse in Gang gesetzt und lebensfeindliche Gesetze erlassen, deren Nichteinhaltung drakonische Strafen nach sich ziehen. Hier gilt das umgekehrte Prinzip. Die Stärkeren vernichten die Schwächeren. Das ist völlig unnatürlich und wiederspricht dem Gesetz des Ausgleichs. Um dem Ganzen noch die Krone der Verhöhnung der natürlichen Ordnung aufzusetzen, predigen selbst ernannte Naturschützer, Vertreter der Eugenik und Gentech-Unternehmen die Einhaltung des Naturschutzes. Und Politmarionetten lassen sich durch Lobbyisten für die Interessen dieser „Naturschützer-Clique“ einspannen indem sie Gesetze verabschieden, die den Tod in sich tragen.

Selbst die Dümmsten unter uns sollten begreifen, dass ohne die Schwächeren ein Überleben der Stärkeren keinen Sinn ergibt, denn die „Geisteskrankheit Erfolg“, wird keine Schwäche dulden und auch alles zerstören, was nur im entferntesten von diesem Pfad abweicht. Dem Menschen fehlt das rechte Maß. Er hat sich aus der natürlichen Ordnung herausgelöst und folgt ausschließlich den Gesetzen, die die Stärkeren erlassen haben. Wie zerstörerisch dies ist, sehen wir weltweit. Statt jedoch das Richtige zu tun, lassen wir uns immer wieder vor den Karren derer spannen, die diese Welt in den Abgrund treiben – aus welchen Gründen auch immer. Der Sinn des Lebens kann doch nicht Zerstörung des Lebens sein…

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3 Gedanken zu „Der Sinn des Lebens

  1. Ja, das Märchen vom „survival of the fittest“ ist pure Unterdrückungs-Ideologie – deshalb: Zurück IN DIE Natur!

    Ein/e jede/r für sich (im Geiste) und alle zusammen (im Außen).

  2. Über den Sinn des Lebens zu sprechen, zu denken und zu schreiben ist wahrlich kein leichtes Unterfangen und kann nach meiner Auffassung nicht abschliessend beantwortet werden, zumindest nicht pauschal.

    Hineingeboren in eine Welt, eine Familie, eine Umgebung, eine gesellschafliche Schicht mit Begabungen, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten, Träumen und Befürchtungen muss sich jeder einzelne durchkämpfen um in der Verflechtung in der er sich findet, klar zu kommen. Meiner Frage nach dem Sinn des Lebens wurde die Antwort zuteil, ich möge meinem Leben einen Sinn geben.

    Werden was ich bin, und das dauert 🙂

  3. Ohne Plankton, die „schwächste“ Lebensform im Meer, bräche radikal alles zusammen – auch für uns Menschen.
    Leider gibt es Eisbärenschützer, Walretter und Pinguinfetischisten, Tigerspenden und Pandaseligkeit etc. – nur das Plankton hat so gar keinen Fanclub.

    Szenenwechsel.
    Rom unter Caligula.
    Caligula hat eigentlich ganz manierlich angefangen.
    Doch dann fing er an Thronkonkurrenten wegzumurksen, Senatorfrauen auf eine Puffgaleere zu stecken und die Senatoren, – während deren Gattinnen den käuflichen Liebesdienste frönten -, auf dem Trockenen die Galeere rudern zu lassen; auf Hochzeiten zu gehen, um sein „ius primae noctis“ (das kaiserliche Recht auf den ersten Beischlaf) einzufordern und dergleichen „Späße“ mehr – achja, ein Pferd machte er auch noch zum Minister (wobei diese Wahl auch heute sicher nicht die schlechteste wäre).
    Als er dann sich in eine gewisse Raserei verstieg und so ziemlich jeden ermorden, hinrichten ließ, der vage suspekt oder einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort war, erbarmte sich ein Prätorianer und erstach ihn.
    Bis dahin dauerte es aber immerhin stattliche 4 Jahre, in denen sich Caligula wahllos und ungebremst maximal austoben konnte.
    Ein Mann reichte dann, um einen Mann zu töten.
    Der eine Mann war Caligula aber zu jeder Zeit und nie mehr als einer.
    Jederzeit wäre also möglich gewesen, was erst nach 4 Jahren geschah.
    Warum?

    Weil die sogenannten „Starken“ nur deswegen und nur solange stark sind, solange sich die sogenannten „Schwachen“ ihrer wahren Stärke nicht bewusst sind oder sich von „Starken“ ihre „Schwächen“ einreden lassen.
    Wie sagte schon Schiller:
    „Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“

    Fast hätt´ ich´s vergessen: Der Sinn des Lebens.
    Die Frage nach dem Sinn oder Warum usw. tritt nur dann auf, wenn jemand unzufrieden ist.
    Wer gerade glücklich ist, Spass hat oder ähnlich selbsterklärende, weil befriedigende Zustände erlebt, wird diese Frage nicht stellen.
    Damit wäre der sogenannte „Sinn“ im Nicht-Sinn-suchen-müssen, vulgo Un-Sinn, durch Erfüllung im Jetzt zu finden.
    Und was bedeutete Erfüllung anderes als „Schließen von Lücken der Wahrnehmung“?
    Wahrnehmung von sich, anderen, Gelegenheiten, Möglichkeiten, Vielfalt….
    Wer wahrhaft wahrnimmt ist erfüllt und da ist kein Platz für Leere, die die Frage aufwirft:
    Leer, wofür?

    „Sinn“ steht etymologisch für eine Reise irgendwohin. Ziel egal – Hauptsache, es tut sich was.
    Und so dreht sich das Räderwerk der leeren Gedanken-Speichen um die Nabe der Sinnfrage und man kommt zweifellos voran, aber getrieben, rastlos nie an.
    Also raus aus der Tretmühle und einfach mal zwischen den eigenen Füßen gucken, gerne auch höher als dem Bauchnabel und erst mal sich entdecken, sich sich selber nähern anstatt sinnlos in die Ferne zu schweifen.

    Nimm das Wahre und wahre das Leben, DEIN Leben – welcher Sinn soll da noch nötig sein?

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