Wie man ein Problem aus der Welt schafft

Monopoly
Bild: moviepilot.de

Wenn es um die Diskussion von Veränderungen geht, kommt man sehr schnell an einen Punkt, an dem die Frage nach dem „Wie“ auftaucht. Wie können wir…? Wie macht man das…? Wie kann ich…? Wie ungeschickt diese Fragestellung ist, soll eine einfache Antwort darauf zeigen.

Wie…? Mit dem Kopf und den Händen.

Nicht, „wie?“ ist die Frage sondern „was?“. Was soll erreicht werden? Die Beantwortung dieser Frage setzt eine Auseinandersetzung mit den Zielen voraus. Sind die Ziele klar definiert, ergibt sich der Lösungsweg – „wie“ – von selbst. Ein kleines Beispiel soll das verdeutlichen.

Wir spielen alle gemeinsam ein Spiel – Monopoly. Um aus diesem Spiel aus- und in ein anderes Spiel einzusteigen ist keine Antwort auf die Frage „wie macht man das?“ erforderlich. Wie man mit einem Spiel aufhört, weiss jedes Kind. Die einzige Frage die es zu beantworten gilt heißt: Was will ich? Ist die Antwort darauf unklar oder gar nicht existent, besteht immernoch die Möglichkeit, Monopoly weiter zu spielen. Aber offensichtlich wollen das die Wenigsten. Viel bemerkenswerter ist jedoch die Tatsache, dass den allermeisten gar nicht bewusst ist, dass noch andere Spiele existieren. Sie glauben an dieses Spiel und die Regeln, die dafür gelten.

An dieser Stelle schließt sich der Kreis zu einer Aussage, die schon des Öfteren in vorangegangenen Artikeln erwähnt wurde. Das Prinzip „divide et impera“ muss aufgelöst werden. Teile und herrsche sind die Ketten der Sklaverei und jeder ist sein eigener Aufseher. Eine gemeinsame Zielsetzung ist nur möglich, wenn das Spiel „jeder gegen jeden“ endlich aufhört. Verlasst eure Standpunkte, betrachtet die Wirklichkeit aus anderen Perspektiven, seid ehrlich zu euch selbst… Nur so kann man erkennen, wie absurd dieses „Gesellschaftsspiel“ ist. Jeder kann jederzeit entscheiden, „das Spiel“ zu verlassen. Stell dir nur mal vor wie es wäre, wenn sich (fast) alle einig sind… Die Frage nach dem „Wie“ muss jemand in die Köpfe der Menschen gesetzt haben der ganz genau weiss, dass als Antwort darauf nur Herumgeeiere folgen kann. Sicherlich können die Grundsatzfragen auch mit „wie“ beginnen, wenn sie anders formuliert werden. Mir ging es jedoch lediglich darum, zu verdeutlichen, dass es noch andere Herangehensweisen gibt, die gleichzeitig einen Lösungsweg beinhalten können.

Anmerkung:
Der Artikel sollte eigentlich erst morgen erscheinen. Aber nun ist es geschehen…

Wanderer

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3 Gedanken zu „Wie man ein Problem aus der Welt schafft

  1. „Höher, schneller, weiter“ – aber wohin? 😉

    „Wir wissen zwar nicht, wohin es geht, aber wir werden uns trotzdem beeilen.“

    Die meisten wissen zuerst, was sie NICHT wollen, und können selten formulieren, was sie wirklich wollen. Ich fang mal ganz kurz an:
    1. Boden (Allmende, gehört der Gemeinde), Natur (alle „Bodenschätze“) und insgesamt Mutter Erde sind gemeinsames Eigentum aller – wer diese zeitweilig nutzen will, hat dies mit der Gemeinschaft auszumachen, d.h. vollständiger Ausgleich für alle Entnahmen, Gemeinnutz vor Eigennutz, echte Kreislaufwirtschaft wie in der Natur.
    2. Minuto-Geld: wertgedeckt, zinsfrei, von konkreten Menschen ausgegeben, begrenzte Zeit nur gültig. Später völlig kostenlose Leistungserbringung durch alle Menschen für alle.
    3. Leben in Freiheit, geleitet von den unveräußerlichen natürlichen Menschenrechten; vollständige Denk- und Handlungsfreiheit nach dem Kantschen kategorischen Imperativ.
    4. gesellschaftliche Garantie für das würdige Leben der Schwachen – Hilfe zur Selbsthilfe – Generationenvertrag.

  2. Wie man ein Problem aus der Welt schafft – kein Problem:
    a) Erkennen, dass ein Problem nur eine unentdeckte Möglichkeit ist
    b) Erkennen, dass ein Problem nur in Relation zu Deiner Disposition existiert, also Resultat Deiner mangelnden Entsprechbarkeit zu den situativen Erforderlichkeiten ist

    Weiter:
    Jede echte systemische Veränderung bedingt einen Paradigmenwechsel.

    Die Affen kamen unzufrieden zum Affenkönig und maulten:
    „Wir kriegen morgens 2 Kokosnüsse, mittags 3 Kokosnüsse und abends nur 1 Kokosnuss! Das muss sich ändern!“
    Der Affenkönig hört zu und nickt verständnisvoll, krault sich sein Kinn und verkündet dann:
    „Ich habe euch gehört und verstanden. Ihr habt recht und ich beuge mich der Weisheit der Vielen. Hiermit ordne ich an, dass es ab sofort morgens zwar nur 1 Kokosnuss, mittags aber bereits immerhin 2 und abends endlich volle 3 Kokosnüsse für euch geben wird!“
    Die Affenkreischten vergnügt und trollten sich zufrieden von dannen…

    Solange ihr euch nach fremden Regeln, Normen, Gesetzen ausrichtet, ändert sich für euch radikal gar nichts.
    Und es ist dabei völlig unerheblich, wer für euch in welcher Weise mit welchem Ergebnis diese Regeln, Normen, Gesetze formuliert und euch dazu auffordert bis zwingt, diese einzuhalten.
    Wer immer nur andere regulär, genormt und gesetzt nachäfft macht sich selbst zum Affen.
    Wer seine Selbstidentität mit ihren eigenen Gesetzen, Normen, Regeln wahrnimmt und sich danach ausrichtet, steht nicht mehr im Widerspruch zu sich selbst und muss deshalb nicht mehr die Kompensation für eigene Defizite auf Kosten anderer über Gewalt (Angst und Zwang) auszugleichen versuchen.
    Erstens funktioniert das eh nie und zweitens ist dies die Ursache für alle Probleme, die diese Bezeichnung verdienen!

    Also: Wer mit sich selbst im Reinen ist, der muss nicht reguliert, bedroht, bestraft werden, denn der muss sich gar nicht an anderen in welcher Gewaltderivatform auch immer vergehen, der macht keine Probleme und hat auch keine…

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