Gold

Gold
Bild. http://www.munknee.com

Um das gelbe Metall ranken sich viele Mythen. Der seit Jahren steigende Preis ist aber im Wesentlichen auf gezielte Angstmache und aggressive Werbung zurückzuführen. Die meist verwendete Aussage: „Der Goldpreis wird manipuliert“ ist aber nur die halbe Wahrheit. Um die wankelmütigen Kaufinteressenten doch noch zur Investition zu bewegen, wird die Aussage abgewandelt in „Der Goldpreis wird künstlich unten gehalten.“ Bei genauerer Betrachtung dieser Thematik lassen sich jedoch ganz andere Schlüsse ziehen. Sehen wir uns zuerst die Goldpreisentwicklung (in US $) seit 1997 an.
chart_all_Gold
Quelle: ariva.de

Auf diesem Chart ist eine sehr auffallende Preissteigerung seit etwa 1999 zu sehen. Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage müsste demnach eine stark sinkende Fördermenge bei gleichzeitig massiv steigender Nachfrage genau diesen Chart hervor bringen. Wie erreicht man das? Indem a) die Fördermenge künstlich reduziert wird oder b) ein Rückgang der Fördermenge auf natürliche Ursachen zurückzuführen ist. Diese war um die Jahrhundertwende schon recht hoch und der Goldpreis entsprechend billig. Also musste eingegriffen werden. Siehe nächsten Chart.

Goldförderung
Quelle: wikimedia.org

Die Förderquote lag, nach Aussage dieses Charts, um die Jahrtausendwende bei etwa 260.000 Tonnen im Jahr. Mit der Verknappung der Fördermenge bis etwa 2008 explodierte der Preis nahezu. Seither steigt die weltweite Födermenge wieder aber der Preis bleibt, mit ein paar Verlusten, oben. Der minimale Rückgang der Fördermenge ab 2001 um etwa 10% im Mittel soll also eine Goldpreiserhöhung von etwa 900% (im Maximum) im gleichen Zeitraum ausgelöst haben? Das lässt nur einen Rückschluss zu, der Goldpreis wird manipuliert – aber nach oben.

Am 13.10.13 wurden von einer Minute auf die Nächste 700.000 Unzen Gold auf den Markt geworfen. Diese läppische Summe löste einen Einbruch des Goldpreises um 35$ je Unze aus. Läppische 700.000 Unzen haben das angerichtet. Im Vergleich zur Fördermenge ein Witz.
chart_week_Gold
Quelle: ariva.de

Hat da etwa jemand kalte Füße bekommen? Eines scheint so gut wie sicher, den Letzten beißen die Hunde. Die Goldbugs hätten ihr „schönes Geld“ lieber in Menschen, respektive ihrer Arbeitskraft, investiert. Dann wäre die Schere zwischen arm und reich vielleicht nicht ganz so groß.

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13 Gedanken zu „Gold

  1. Ich bin zwar kein Goldinvestor, zumindest nicht in nennenswerter Größenordnung, den Bericht kann man aber so nicht stehen lassen.

    Zunächst nehmen Sie Bezug auf einen von Ihnen festgelegten Zeitraum, der es Ihnen ermöglicht am Ende eine möglichst “ sensationelle “ und damit aus Ihrer Sicht übertriebene Performance von 900 % darstellen zu können. Dabei haben Sie noch nicht einmal richtig gerechnet, denn von einem Startwert von 400 Dollar hochgerechnet wären 900 % Steigerung
    ein Endwert von 3600 Dollar. Höchststand war meines Wissens bisher jedoch 1900 Dollar.

    Dass Sie gerade beim Edelmetall ( einschl. Silber ) die Mechanik von Angebot und Nachfrage bemühen zeigt, dass Sie dieses Geschäft wohl nicht verstanden haben.

    Hier gibt es seit absetzen des Gold Standards 1971 gar keinen freien Markt mehr der rechtfertigen würde, Angebot und Nachfrage zur Grundlage seiner Investitionsüberlegungen zu machen.

    In diesem Investitions Umfeld ist Gold nur etwas für langfristig orientierte Anleger, die aufgrund des fragilen Finanzsystem sicherstellen wollen, ihr erarbeitetes Vermögen nicht durch drohende Bail Ins der Staaten zumindest teilweise oder völlig zu verlieren, weil sie Sparverträge oder private Rentenversicherungen abgeschlossen haben.

    Gold ist damit einen langfristige Anlage für Anleger die ein hohes Sicherheitsbedürnis haben und einen Inflationsausgleich suchen und dafür bereit sind auf eine Liquditätsverzichtsprämie ( Zins bzw. Aktiendividende ) zu verzichten.

    • 1. Der Startwert war 200 $ und um Peanuts streite ich nicht
      2. Wenn kein freier Markt, dann ist alles übertrieben
      3. Wer die Gewinne einstreicht sind offensichtlich die Verkäufer
      4. Zeigen die Charts steil nach oben, was Punkt 3 nur untersteicht
      5. Spekulation ist die eine Seite der Medaille. Die Andere ist Betrug
      6. Somit ist Gold keine Anlage sondern ein Mittel um Geld zu verdienen – Handelsware

      Mir ist relativ Wurscht, wie sie ihr Geld verplempern. Ich bin von der anderen Seite und wünschte mir, das die Geld bekommen, die es auch wirklich erarbeitet haben.

      • Gut geantwortet. Es gab bisher in der bekannten Geschichte noch nie einen freien Markt! (Frei im Sinne von: Wo jeder so gehandelt hat wie er selbst behandelt werden will.)

  2. Hier werden faule Äpfel, die in durch Zucht (Manipulation)
    auch noch ihre Inhaltsstoffe verloren haben und gewachst wurden
    mit Birnen verglichen, wie sie
    die Schöpfung Gottes hervorgebracht hat.

    • Wo wird hier was verglichen? Verstehe deinen Kommentar nicht, Deutlicher bitte.
      Geld ist der große Gleichmacher da bekommen Birnen einen Preis und Äpfel einen Preis, ihre Qualitäten werden eingepreist. Der Verkäufer will nur das Tauschmittel, es ist ihm gleich ob er Äpfel oder Birnen vertickt.

      • Ist vergebene Liebesmüh, nemo. Die werden nicht mehr antworten. Die waren nur hier, um ein Verwirrspiel anzufangen. Wie dilletantisch das ist, kannst du am ersten Kommentar erkennen. Da werden absichtlich Fakten verdreht und reichlich mit Frechheiten gewürzt. Etwas anders macht es Urd, wenig schreiben und noch weniger aussagen.

        Man sieht eindeutig an den Charts, wer die Zahlmeister sind und doch dreht sich die Propagandamühle um das „Wertaufbewahrungsmittel“ weiter.

  3. Hier werden Preiselbeeren mit Riesenkürbisen verglichen. Die Jahresförderung beträgt 2500 t und nicht 260.000 t. Das ist die akkumulierte Förderung.

  4. Bis jetzt wurden weltweit lediglich 160.000 t Gold gefoerdert. Wie kommen Sie auf eine jaehrliche Foerderung von 260.000 t? Die jaehrliche Foerderung liegt bei c.a. 2.500 t…..

  5. Schade um den schönen Artikel, denn um die Situation wenigstens halbwegs beurteilen zu können fehlen in der Grafik die Förderkosten (liegen heute je nach Mine zwischen 1100 und 1400 Dollar pro Unze). D.h. bleibt der Goldpreis dauerhaft unter diesem Bereich, werden die Minen schlicht und einfach ihre Produktion einstellen.
    Auch fehlt eine Inflationsbereinigte Darstellung des Goldpreises. Immerhin hat der Dollar in den letzten 100 Jahren 99% an Wert verloren.
    Selbst der Wert des schweizer Franken ist auf etwa 1/10tel gesunken. Ein Goldvreneli 20 Fr. kostet selbst jetzt bei momentan stark gefallenem Goldpreis noch über 200 FR. In der Realität der täglichen Waren ist die Inflation hier in der Schweiz sogar noch höher: ein 1 kg Brot, das von 100 Jahren 20 Rp kostete, kostet heute beim Bäcker 5 Fr.

    • Wenn der Dollar 99% an Wert verloren hat, ist die Investition in Gold ebenso zu 99% ein Verlustgeschäft. Förderquote hin oder her, Gold ist eine Handelsware die mit Gewinn verkauft wird. Wenn nach einer Währungsreform der Goldpreis wieder bei 5$ pro Unze liegen sollte, kann man nicht von einem Wertaufbewahrungsmittel sprechen. Mir geht es bei diesem Thema lediglich darum, klar zu machen, dass Geld in die falschen Werte investiert wird. Das ist für jemanden innerhalb des Hamsterrades nur schwer oder gar nicht zu verstehen.

      Das Geldsystem ist nur deswegen am Ende, weil jeder nur auf seinen „Haufen“ bedacht ist. Das ist aber nicht das Wesen des Geldes. Geld ist ein Mittel zum Zweck, wobei der Zweck nicht die Anlage in sich selbst sein kann.

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