Die Anderen

Drei Affen
Grafik: http://www.redenwelt.de

Es muss in der Tat sehr bedrückend sein mit ansehen zu müssen, das offenbar ein sehr großer Teil der Bevölkerung nicht gewillt ist der Realität ins sprichwörtliche Auge zu sehen. Sobald „Otto-Normal“ mit drängenden Fragen konfrontiert wird stellt der verblüffte „Aufklärer“ mitunter fest, das es gar nicht darum geht Tatsachen bzw. die Wahrheit zu erkennen sondern vielmehr darum, eine Störung der Komfortzone zu vermeiden. Wegsehen kann sehr anstrengend sein und darum sind auch bei Wirklichkeitsverweigerern die Nerven wie Drahtseile gespannt. Den unermüdlichen Aufklärern sei hiermit gesagt das „Otto-Normal“ schon längst ahnt, was auf ihn zukommen wird. Er will es nur nicht wahr haben. Das mag zum einen daran liegen, das deren Vorstellungskraft nicht ausreicht, Lösungswege zu erkennen. Es kann aber auch ebensogut die Angst vor dem Verlust der Lebensleistung sein. Letztendlich unterliegt es jedoch der Entscheidung jedes Einzelnen, in wieweit man sich den drängenden Problemen unserer Zeit stellt.

Diese Aussage mag einen Wiederspruch zu den bisherigen Artikeln darstellen. Ist es aber nicht. Eigentlich wollen wir alle das Gleiche – zumindest im Wesentlichen. Es ist daher kontraproduktiv „Otto-Normal“ zu drängen, er möge doch bitte schauen wie schlecht die Welt doch ist. Angebracht wäre vielmehr, das eingenständige Denken zu fördern und Fragen zu stellen, ohne eine Antwort zu verlangen. So beginnt das Hinterfragen.

Werden erwachsene Menschen mit Wahrheiten bombardiert, sind häufig heftige Abwehrreaktionen die Folge. Das kann mehrere Gründe haben. Einerseits wiedersprechen diese Wahrheiten ihrem Weltbild und dem Kenntnissstand. Aber auch Gefühle können eine wesentliche Rolle dabei spielen. Ganz gleich aus welchem Grund diese Reaktionen erfolgen – will man erfolgreich eine Botschaft übermitteln, sollte dies mit dem nötigen Respekt geschehen. Ein Gefühl der Ohnmacht darf gar nicht erst aufkommen. Das zieht nämlich sofort die Frage nach sich: Was kann ich schon dagegen machen? Aus diesem Grund ist eine gute Vorbereitung auf Gespräche mit heiklen Themen notwendig. Eine bewährte Position ist, innerlich, die eines Schülers einzunehmen – und erst recht, wenn man sich seinem Gegenüber überlegen fühlt.

Entgegen weit der verbreiteten Meinung das Beamte treudoof alles hinnehmen, was sie von ihren Vorgesetzten serviert bekommen, möchte ich darauf aufmerksam machen, das dem nicht so ist. Sicherlich, Beamte genießen einen anderen Status und es gibt mit ebenso großer Wahrscheinlichkeit eine nicht unerhebliche Anzahl an willigen Untergebenen. Es ist aber auch so, das eine nicht geringe Anzahl den Geschehnissen kritisch gegenüber steht und das, obwohl sie einem großen Druck, von unten, als auch von oben ausgesetzt sind. Diese Erwähnung ist deshalb wichtig, weil es immer wieder „Experten“ gibt die Beamte ungerechtfertigt beleidigen und die „Schreibtischtäter“ persönlich für die Gesetze in diesem Land verantwortlich machen. Die Reaktion auf solches Verhalten als staatliche Willkür zu bezeichen spottet jeder Beschreibung und lässt zudem tief blicken.

Man sollte andere Menschen so behandeln, wie man selbst behandelt werden will. Rücksichtnahme, Respekt und ein klarer Kopf wirken oft wahre Wunder. Selbst Fehlgriffe können korrigiert werden, wenn man denn die wahre Größe dazu hat – „Verzeihung“ sagt man nicht, man bittet darum! Die meisten Menschen wünschen sich eine grundlegende Veränderung. Wird ein Teil von ihnen kategorisch ausgegrenzt, fehlt dieser Teil vielleicht zum Erreichen der nötigen, kritischen Masse.

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