Alternativlos

Merkel
Grafik: qpress.de

Weltweit gibt es massive Probleme. Vielleicht wäre es angebrachter darüber nachzudenken, ob diese Probleme nicht aus dem System heraus entstanden sind, sondern mit System verursacht wurden. Der Unterschied wird deutlich, wenn das s.g. „Gesellschaftssystem“ genauer unter die Lupe genommen wird. Es handelt sich nämlich um das System einer größeren Gruppe (Gesellschaft), das, im Gegensatz zu einer Gemeinschaft das Gemeinwohl ausschließt. So, wie ein Sklavenhalter seine Sklaven nicht verhungern ließ, weil die „Beschaffungskosten“ höher waren als die Verpflegung, werden in modernen Gesellschaftssystemen neben der Verpflegung noch andere Zugeständnisse gemacht.

Die Geschichte bietet jede Menge grauenhafter Begebenheiten über die Sklavenhaltergesellschaft aber die sind nichts im Vergleich zu dem, was heute global passiert. In viel kürzerer Zeit werden heute abertausende Menschen getötet, vergiftet, vertrieben oder gehen elendig an Hunger zugrunde. Oberflächlich betrachtet mag die Aussage zutreffen, das die Industrienationen dafür verantwortlich sind. Gräbt man jedoch etwas tiefer kommt schnell ans Tageslicht, das multinationale Konzerne und Interessengruppen aus Hochfinanz und Politik die wahren Verursacher sind. Das Geschäft hat für diese Kreise Vorrang und Menschenleben zählen nichts.

In etwas abgemilderter Form sehen wir beinahe täglich was es heißt, von der Gesellschaft – also der führenden Gruppe – ausgestoßen zu sein. Gescheiterte Existenzen werden dann von den Damen und Herren Versursachern mit klangvollen Namen belegt. Sozialschmarotzer haben keine Ansprüche zu stellen – so die Meinung der Sozialschmarotzer. Wirkungsvoll in Szene gesetzt darf sich dann der prekär Beschäftigte diese „faulen Säcke“ im Abendprogramm anschauen. So wird von den Verursachern abgelenkt und ein neues Feindbild aufgebaut. Darüber nachzudenken lohnt sich nicht, denn der Plapperkasten hat schließlich die Wahrheit verkündet.

Die Frau aus Berlin macht derweil weiter wie bisher. Schließlich stört sich niemand dran. Auch wenn ihr die Bevölkerung bei öffentlichen Auftritten „hau ab“, „Mutti weg“, „Rücktritt“ und „Lügenpack“ entgegenschreit, verzieht diese Frau keine Mine und sieht gleichwohl keine Veranlassung alternativlos abzudanken. Wem diese Frau in Wahrheit dient darf, wie damals zu DDR-Zeiten, nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen werden. Die Überzeugten, damals wie heute, glauben an die Partei, denn die hat immer Recht.

Wärend auf der einen Seite eifrig an „Rettungsschirmen“ und der Legitimierung von Zwangsabgaben gearbeitet wird, sieht sich die selbst ernannte Regierung nicht an ihren Amtseid gebunden und betreibt weiter den alternativlosen Ausverkauf des Landes. Und auch die Rettung von systemrelevanten Banken ist alternativlos. Ob diese Aussage einer göttlichen Eingebung ensprungen oder das Ergebnis von logisch nachvollziehbaren Schlüssen dieser „Fachfrau“ ist, bleibt wohl ihr privates Geheimnis. Ziehen wir jedoch in Betracht, das mit „systemrelevant“ das Gesellschaftssystem gemeint ist, erkennen wir ganz klar, das es sich um die Wahrung der Interessen einer bestimmten Gruppe, jedoch nicht der Gemeinschaft, handelt.

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