Tag X

Schwarzer Freitag
Foto: bio.bwbs.de

Es ist zum Haare raufen, Untergangsstimmung wohin man schaut. Wenn der Crash kommt, dann…

Ja was dann? Wäre der gemeine Homo Sapiens Germanius eventuell bereit, nur ein kleines Stückchen weiter zu denken als bis zum herbeigesehten „Tag X“? Was passiert denn an diesem Tag? – abgesehen von Inflation, Aktienverfall, Schließen aller Geldinstitute und Einkaufstempel… Es gibt doch hinreichend Informationen darüber, welche Maßnahmen dann ergriffen werden und vor allen Dingen, von WEM! Die Folgen dürften auch klar sein. Arbeiten die Verdrängungsmechanismen so gut oder ist der Glaube an die Effizienz der eigenen Vorsorge so stark ausgeprägt, dass ein rechtzeitiges Einschreiten nicht für notwendig erachtet wird?

Am „Tag X“ treten Notstandsverordnungen in Kraft! An diesem Tag geht gar nichts mehr und im Hintergrund werden die Verantwortlichen genau so weitermachen wie bisher. Eben nur unter der Prämisse, das die Bevölkerung dann buchstäblich vor den Trümmern ihres hart erarbeiteten Wohlstandes steht. Wir sollten darum kämpfen, von mir aus auch beten, dass es nicht soweit kommt bzw. sich doch noch der hundertste Affe bequemt, das Richtige zu tun.

Ab dem „Tag X“ wird das Chaos herrschen! Alles Gewohnte wird dann keine Bedeutung mehr haben. Dann ist es zu spät für Diskussionen, zu spät für die Organisation und wir können nur erahnen, wie es auf den Straßen zugehen wird. Muss es erst soweit kommen? Was sind denn die folgerichtigen Schritte, um einer drohenden Gefahr entgegen zu treten?

Der Stand der Dinge
1. Gefahr wahrnehmen (klappt noch bei einigen)
2. Warnen (klappt, wenn auch mangelhaft)
3. Lösungen vorschlagen/diskutieren (klappt gar nicht)
4. … (nie gehört)
5. … (nie gesehen)
6. … (nie gemacht)

Es gibt doch unter uns bestimmt den Einen oder Anderen von THW, Polizei, Feuerwehr, Armee, der schon einen Krisenplan ausgearbeitet oder in einem Krisenstab gearbeitet hat! Eigentlich müsste auf allen Plattformen nur noch ein Thema an der Tagesordnung sein, doch es herrscht Stille. Es ist doch nur logisch, das VOR einem Ereignis zumindest die Planungsaufgaben abgeschlossen sein sollten, denn im Eintrittsfall übernehmen wieder die, die uns die Suppe eingebrockt haben.

Jeder Blogger, jeder Kommentator weiss doch, wie eine Meldung breitenwirksam verteilt wird. Es gibt auf jedem Blog Stammleser und es sollte doch nicht allzu schwer sein, mit anderen Bloggern (außerhalb des eigenen Dunstkreises) Kontakt aufzunehmen um eine Diskussion zu entfachen. Das von deren Seite Vorbehalte geäußert werden könnten, ist nur verständlich. Wer will schon hysterische oder wild phantasierende Kommentarschreiber auf seinem Blog? Im Vorfeld sind also noch ganz andere Aspekte zu beachten – Disziplin, Redekultur, Argumentation und um Gottes Willen bitte lösungsorientiert und ohne zu polarisieren. Den Ernst der Lage zu erörten ist nur die eine Seite der Medaille. Die Andere, mit den Füßen auf dem Teppich zu bleiben.

Es gibt schon einige unter uns, die diesen Weg gehen aber es sind noch bei weitem nicht genug. Alternativ können wir auch darüber sinnieren, was eine Exponentialkurve ist und ob sie noch als Kurve bezeichnet werden kann, wenn sie eigentlich schon eine Senkrechte bildet…

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4 Gedanken zu „Tag X

  1. Hallo Wanderer,

    sehr gute Vorausschau der kommenden Dinge.
    Wie oft hast Du den Satz: „Das glaub ich nicht“ gehört, wenn Du Deine Mitmenschen für die Lage der Nation sensibilisieren wolltest?
    Wer immer aus dem Vollen schöpften konnte (die Supermärkte sind ja noch immer gut gefüllt) dem ist schwerlich zu vermitteln, dass sich das von einem Tag zum anderen ändern kann.
    Vor einiger Zeit sagte mir meine Freundin, dass sie bei Diskussionen mit ihrem Mann immer wieder mal feststellen würde ich hätte mit meinen Warnungen ja doch recht gehabt. Hat sie daraus gelernt? Leider nicht, sie wartet weiter ab ob ich denn auch weiterhin richtig liege. Manches Mal stehe ich kurz davor zu resignieren.

    Liebe Grüße
    Margitta

  2. Bin voll und ganz deiner Meinung. Man müsste irgendwie ein Forum einrichten bzw. ein schon vorhandenes benutzen. Allerdings müssten sich die Blogschreiber einigen und auf so ein Forum verweisen, denn sonst kommen nicht genügend Leute zusammen.
    Außerdem sollten dann die Blogger als Admins fungieren, denn sie sind der Bezugspunkt und die vertrauten Personen vor denen die Leute Respekt haben, damit das ganze auch geordnet bleibt.
    Gruß Mack

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