Mach mit, mach nach, mach’s besser

Paradigmenwechsel

Oft, sehr oft scheitern Menschen, auch jene, die sich selbst für intellektuelle halten daran, nicht systemkonforme Ansichten erfassen zu können. Damit nicht genug, um das Unverständnis nicht zugeben zu müssen – was viele mit Bloßstellen vergleichen – werden Ausreden erfunden und im schlimmeren Fall hagelt es Beleidigungen.

Eine unbekannte Sichtweise aufzunehmen erfordert Konzentration und die Bereitschaft etwas neues (in sich) aufzunehmen – (System)Grenzen zu überschreiten. Das dies kein Spaziergang ist wird spätestens dann klar, wenn Begrifflichkeiten ins Spiel kommen die mit keinen gängigen Erklärungen einher gehen. Der Begriff „Transformation“ z.Bsp. löst bei vielen Menschen Unbehagen aus. Nicht zuletzt deswegen, weil dieser Begriff über Gebühr von esoterischen oder satanistischen Kreisen überstrapaziert und mit einem falschen und noch dazu inhaltlosem Bild belegt wurde. Dabei beschreibt der Begriff Transformation lediglich eine Veränderung der Form. Daraus folgt, das eine andere Form etwas anderes aufnehmen oder beinhalten kann. Es geht also um Inhalte, nicht um (Be)Deutungen.

Betrachten wir die Eigenschaften unseres Gesellschaftssystems etwas genauer stellen wir fest, das dieses System keinen physischen Körper besitzt. Es ist aufgebaut auf einem Gedankenkonstrukt, besitzt einen Rahmen, Gesetze, Ideologien und eine Grundidee oder zumindest eine Annahme davon. Diesen Eigenschaften werden gewisse Qualitäten zugesprochen. Kapitalismus sei gut aufgrund der Marktwirtschaft, die Gesetze sollen der Wahrung von Recht und Ordnung dienen, Ideologien sind Ausdruck von Vielfalt (Parteienlandschaft) und die Grundidee vertritt die Ansicht einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.

Oberflächlich betrachtet ist dies alles zutreffend und dadurch wird der Eindruck einer heilen Welt suggeriert – zumindest so lange niemand die Statistiken studiert. Aber mal ehrlich, wer liest schon Statistiken? Für die Aufarbeitung und Präsentation dieser Daten haben wir schließlich unsere Medien und die präsentieren der Bevölkerung täglich ein verzerrtes Bild, eine Scheinrealität mit ebenso scheinbaren Inhalten. Die Masse der Bevölkerung ist aber so mit sich selbst beschäftigt und so sehr überzeugt von der Richtigkeit dieser Darstellung, das ein kritisches Hinterfragen dieser Demokratie-Präsentation gar nicht erst in Erwägung gezogen wird. Man tut weiterhin seine Pflicht und Schuldigkeit an Staat und Gesellschaft, zahlt Steuern, zieht 1,4 Kinder groß und wählt seinen Favoriten aus der Einheitsbreipartei, weil das alle machen und schon immer so gemacht wurde.

Warum ist das so? Diese Frage wird durch eine sehr interessante Studie über Gruppenverhalten geklärt.

[…]Nichtnormative kollektive Verhaltensweisen (d.h. ein gemeinsamer Protest aller Gruppenmitglieder) wurden dann bevorzugt, wenn die Gruppe mit höherem Status komplett geschlossen wurde. In den beiden Bedingungen, in der eine zumindest geringe Chance auf Aufnahme bestand, wurde von den Versuchspersonen eine individuelle Vorgehensweise bevorzugt. Dieses letzte Ergebnis lässt darauf schließen, dass ein kollektiver Protest abgewendet werden kann, wenn zumindest eine ganz geringe Chance besteht, die Gruppe zu wechseln.

Das erklärt zumindest teilweise die Bundestags-Wahlergebnisse 2013 und ließe sich mit einem Wort noch präzisieren – Hoffnung. Hiermit ist nicht die Hoffnung auf eine Änderung der Politik gemeint, nicht die Hoffnung auf eine bessere Welt und nicht die Hoffnung, das ein vermeintlich kleineres Übel das Unvermeidbare abwenden könnte. Es ist schlicht und einfach die minimale Hoffnung auf einen persönlichen, gesellschaftlichen Aufstieg – ähnlich eines Jackpots im Lotto. Genau genommen könnte man diese Haltung sogar als a-sozial bezeichen. Daraus ließe sich folgendes schließen:

1)
Obwohl eine kollektive Entscheidung herbeigeführt wurde, geschah dies nicht zum Wohle der Gemeinschaft, sondern aus der falsch verstandenen Anname heraus, das ein persönlicher Nachteil daraus entstehen könnte, indem offener Protest die eigene Person in einem schlechten Licht stehen, und einen sozialen Aufstieg für unwahscheinlich erscheinen lässt.

2)
Die Angst vor einschneidende Veränderungen hat dazu geführt den persönlichen Status gesichert zu wissen in der Hoffnung, eine Mehrheit würde, von den gleichen Ängsten getrieben, die gleiche Wahl treffen.

3)
Man glaubt an ein Leben nach dem Tod. Da man derzeit eh‘ schon ziemlich tot und sowieso alles egal ist, liegt die Hoffnung auf ein Leben danach.

In einer polaren Welt gilt das Gesetz der Dualität. Dieses Gesetz besagt vereinfacht ausgedrückt, das alles einen Gegenpol bedingt. Daher gibt es auch eine Gegenkraft – die Gruppe der Erwachten, Freidenker, Wahrheit suchenden. Je mehr sich die Menschen dazu entschließen eine der drei o.g. Haltungen einzunehmen, um so mehr wächst auch die Gruppe der anders Denkenden. Ein weit verbreiteter Irrglaube beruht nun darauf, das sich eine der beiden Gruppen behaupten müsse um das Fortbestehen zu sichern oder aber die Handlungen der eigenen Gruppe aus vielerlei Gründen heraus als gerechtfertigt anzusehen.

Ziemlich unauffällig dagegen ist die Tatsache, das beide Gruppen aufgrund von Handlungen dritter, künstlich ins Leben gerufen wurden, ja sogar entstehen mussten. Ohne diese „Dritten“ gäbe es keine Parteien und keine Wahrheitsbewegung. Es verhält sich genauso wie mit dem rechts-links-Schema. Ohne auslösenden Faktor und eine unterstützende Kraft wären diese Gruppen nicht existent. Sie sind künstlich erschaffen worden und dienen nur einem Zweck – der Spaltung. Würde das Prinzip des hundertsten Affen auf dieser Ebene greifen, wäre die Gruppe der Wahrheitsbewegung innerhalb kürzester Zeit in die stärkere Gruppe assimiliert. Da dies jedoch nicht der Fall ist, scheint es eine Art Hirarchie zu geben, die dieses Prinzip erst auf einer höheren (Bewustseins)Ebene wirksam werden lässt. Dazu muss aber erst einmal der Gedanke wachsen, das es noch andere Wahrnehmungsebenen geben könnte und diese auch erfolgreich erklommen werden müssen. Erst dann besteht die Möglichkeit einer (Aus)Wirkung dieses Prinzips. Wer sich solchen Denkweisen entzieht wird nie auf die Idee kommen, das es noch etwas anderes geben könnte und man versucht weiterhin seine Standpunkte in einem ewig dauernden Kampf zu vertreten.

Aber wer initiert und fördert diese Kämpfe? Könnte es sein, das gewisse Gruppen ein Interesse an Uneinigkeit haben? Wäre es möglich, das gewisse Gruppen den Zwist geradezu fördern? Wäre es möglich, das große Teile der Menschheit unbemerkt manipuliert werden und täglich, ähnlich den pawlow’schen Reflexen bei Hunden, aufgrund von geprägten Verhaltensmustern reagieren? Einige dieser Fragen sind nur schwer zu zu beantworten. Ob man selbst einer Manipulation anheim gefallen ist lässt sich relativ leicht herausfinden. Voraussetzung dafür ist eine neutrale Grundhaltung. Gewohnheiten, Meinungen, Standpunkte und Ansichten jeglicher Art erzeugen bei der inhaltlichen Auseinandersetzung mit konträren Ansichten Reflexe. Stellt man diese Reaktionen an sich fest, ist mit einer 98%igen Sicherheit davon auszugehen, manipuliert zu sein. Ob es sich dabei um politische Ansichten handelt oder Verschwörungstheorien spielt überhaupt keine Rolle. Wichtig ist allein die Tatsache herausfinden zu WOLLEN, ob man selbst manipuliert wurde. Erst dann besteht eine reelle Chance, die Welt aus anderen Perspektiven zu betrachten und die daraus resultierenden Möglichkeiten überhaupt erst wahr zu nehmen.

Man sollte zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen, das außer Arbeit, Essen, Schlafen und Sex noch etwas anderes existiert und dies nichts mit Pseudo-Wissenschaft, hohlen Phrasen, Verschwörungstheorien, Faschismus, oder Anti-Antianismus zu tun hat.

Versuchen wir nun eine geistige Brücke zwischen dem o.a. zu schlagen, indem wir Möglichkeiten in Betracht ziehen, die uns sonst verborgen geblieben wären. Stellen wir uns vor, die Menschheit würde keine Ideologien vertreten sondern Ideale anstreben. Stellen wir uns vor, die Menschen würde es bevorzugen, statt sich selbst, das Leben zu verwirklichen. Stellen wir uns vor, wie eine Welt ohne Politiker, Staatsapparate, ohne Kapitalismus, ohne Banken, ohne Hass und Neid, ohne Hunger und Not funktionieren könnte. Stellen wir uns vor, ein immer größerer Teil der Menschheit steht einem Paradigmenwechsel aufgeschlossen gegenüber. Wem das Wort Paradigmenwechsel nicht gefällt, kann auch Umdenken oder Aufwachen verwenden. Doch trifft es der Begriff Paradigmenwechsel um einiges genauer. Stellen wir uns weiterhin vor, das dieser große Teil der Menschheit den Wunsch nach einer anderen, besseren Gesellschaftsordnung hegt. Nehmen wir weiterhin an, das tatsächlich ein morphogenetisches Feld existiert und auf uns wirkt. Wie lange wird es wohl brauchen, bis von allen Menschen die gleiche Denkweise ausgeht?

Politiker, Banker, Manager, Armeen haben nur so viel Macht, wie wir ihnen zugestehen. Wer sind diese Vögel überhaupt? Wurden wir gefragt ob wir diese Gesellschaftsordnung wollen oder wurde uns eher ein System aufgeschwatzt, ähnlich einer Versicherung mit 12 Seiten Kleingedrucktem und Rechtsbelehrungen? Als Mittel zur Unterdrückung hält man uns ein Stück Papier vor die Nase auf dem „Gesetz“ steht. Es gibt nur EIN GÜLTIGES Gesetz – das Naturgesetz. Alle von Menschenhand geschriebenen Gesetze dienen nur einem Zweck – der Unterdrückung. Wer da auf den Gedanken kommt, das doch ein Strafgesetzbuch ganz nützlich sein kann sollte sich fragen, WARUM es überhaupt Verbrechen gibt. Man erzählt uns täglich wie grausam Menschen sind, zeigt uns täglich den Verfall zwischenmenschlicher Werte und erklärt dies anhand von gefälschten Tatsachenbehauptungen. Wer fängt denn Kriege an? Wer beutet wen aus? Wer unterdrückt wen? Wer spaltet die Menschen? Auf diese und viele weitere Fragen gibt es Antworten aber man muss auch bereit sein diese Fragen zu stellen UND die Antworten darauf einzufordern. Diese Bereitschaft kann nicht von der Politik gefordert werden, da sie Teil des Fail-Systems ist. Diese Bereitschaft kann ausschließlich von jedem einzelnen ausgehen.

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11 Gedanken zu „Mach mit, mach nach, mach’s besser

  1. Pingback: Unwahl 2013 | Gerswind

  2. Hallo Wanderer,

    als wäre es Zufall, landete ich heute auf Deiner Seite und mit diesem Eintrag triffst Du meiner Meinung nach genau den wesentlichen Punkt. Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.
    Danke dafür
    Margitta

  3. Zitat:

    „Es gibt nur EIN GÜLTIGES Gesetz – das Naturgesetz.“ – Sehr richtig!

    Darüberhinaus gibt es noch die Natürliche Ordnung. Sie wird durch natürliche Lebensweise begründet. In seinem Inneren, sofern es noch intakt ist, weiß der Mensch automatisch, zwischen Unnatürlichem und Natürlichem zu trennen.
    Die Naturgesetze und die Natürliche Ordnung sind wesentliche Bestandteile der Natürlichen WeltOrdnung (NWO nicht nwo 😉 ) Diese hat Gültigkeit in Allem, im Stein, in der Pflanze, im Tier, im Mensch, im All – überall.
    Die Natürliche Ordnung mag vom Menschen durchbrochen werden, die Natürliche WeltOrdnung nicht. Wer sie zu mißachten versucht, wird scheitern, auch wenn es nach menschlichen Maßsstäben „lange“ dauert.

    Zur Natürlichen Ordnung gehört es, daß der Mensch in der Masse zu ca. 95 Prozent Willens ist, sich lenken zu lassen, denn er will in Ruhe und Frieden seinem Tagwerk nachgehen. 5% sind destruktiv veranlagt und sie haben derzeit die Oberhand. Es gilt nun das Vorzeichen zu tauschen und die anderen, die konstruktiven 5 % an die Oberfläche zu bringen.

  4. @Wanderer
    „Alle von Menschenhand geschriebenen Gesetze dienen nur einem Zweck – der Unterdrückung.“ – Wie wahr!

    „Wichtig ist allein die Tatsache herausfinden zu WOLLEN, ob man selbst manipuliert wurde.“
    Einige Sachen sind sehr leicht, wie etwa die Syrienlüge, der Obama-Schwindel, aber wie kann ich andere (besser gemachte) Manipulationen erkennen?

    Bei mir fing alles mit der Euro/ESM Geschichte an, dann kam Libyen und mein Bild, welches ich von Gaddafi hatte, änderte sich um 180 Grad. Danach stolperte ich über ein Schwindel (hoax), den ich in dieser Form (Dreistigkeit) nicht für möglich gehalten hatte. Danach habe ich mich noch über Jugoslawien, Afganistan, Irak, unserer Medien, einflussreiche Kartelle (Banken, Sekten/mehr oder wenige religiöse Gruppen, Öl-Firmen, Phartmazie) informiert.
    Am Anfang habe ich fiele Erkenntnisse gewonnen, mein Bild von der Welt wurde deutlicher. Mit der Zeit stellten sich einige Erkenntnisgewinne als falsch heraus, ich revidierte mein gewonnenes Weltbild, wieder und wieder. Im Moment wird mit jedem neuen Erkenntnisgewinn mein Bild undeutlicher. Die einzige Erkenntnis die zur Gewissheit wurde ist, „ich weiß nichts!

    • Die einzige Erkenntnis die zur Gewissheit wurde ist, “ich weiß nichts!

      Geht mir genauso. Ich weiß, dass ich nichts weiß.
      🙂

      PS
      …wenn dir etwas unklar ist, sage es. Vielleicht finden wir gemeinsam eine Antwort auf deine Fragen. Siehe noch die Linktips in der anderen Antwort. Wenn du ein Gesamtbild brauchst, suche den Artikel „das Ding mit dem Bild“.

    • Wer weiß, dass er nichts weiß, weiß m.E. mehr, als jener der davon überzeugt ist, dass er weiß.
      Dem Nichtwissenden eröffnen sich oft Sichtweisen die dem „Wissenden“ meist verschlossen bleiben, denn der „Wissende“ weiß ja, während der Nichtwissende sucht. Er darf nur nicht die Ausdauer verlieren und an der Vielfältigkeit der (oft sich widersprechenden) Informationen verzweifeln.

      Ich hoffe, ich konnte das was ich sagen wollte artikulieren.

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